Das Spiel zum Wochenende: F1 Spirit von Brain Games

Schnelle Autos

Schnelle Autos

29.08.2009
Anno 1987 veröffentlichte der damals renommierte Spielehersteller Konami das Rennspiel „F1 Spirit – The Way to Formula-1“. 17 Jahre später beweist das Remake von Brain Games, dass das zeitlose Spielprinzip immer noch eine Menge Spaß bereitet.

In F1-Spirit jagt man einen kleinen Flitzer aus der Vogelperspektive über insgesamt 21 anspruchsvolle Rennstrecken. Die ersten zehn Plätze bringen wertvolle Punkte ein, mit denen man wiederum weitere Autos und Rennstrecken freischaltet.
Für weitere Abwechslung sorgen sechs verschiedene Rennmodi. So darf man neben zünftigen Stock Car Rennen auch kleine Rallys bestreiten oder an F3, F3000 und natürlich Formel 1 Rennen teilnehmen. Neulinge müssen sich allerdings noch mit den drei erst genannten Serien begnügen. Nur wer genügend Punkte gesammelt und so sein Können unter Beweis gestellt hat, steigt langsam bis in die Königsklasse auf. Ziel des Spiel ist es schließlich, dort in allen Rennen den ersten Platz zu belegen.

Bei den Rallys geht es durch unwegsames Gelände.

Karambolage

Je weiter man sich vorarbeitet, desto cleverer zeigen sich die vom Computer gesteuerten Konkurrenten. Kollisionen mit Gegnern, Leitplanken oder anderen Hindernissen beschädigen den eigenen Wagen. Dann heißt es schnellstmöglich die mit PIT gekennzeichnete Boxengasse aufzusuchen. Dort tankt die eigene Crew den recht Sprit durstigen Boliden auch wieder auf. Die Bedienung ist schnell erlernt: Die Leertaste beschleunigt, M bremst ab, die Pfeiltasten steuern den Wagen und schalten die Gänge hoch- und runter.

Die Kamera zoomt zur Übersicht hinaus, hier beim Start eines Stock Car Rennens.

Wer alle Kurse gemeistert hat und weitere Herausforderungen sucht, darf gegen menschliche Kontrahenten antreten - entweder im Netzwerk oder mit bis zu vier Personen vor einem aufgeteilten Bildschirm („Split Screen“).

Zurück in die Zukunft

F1-Spirit entstand bereits 2004 im Rahmen eines Wettbewerbs der Internetseite Retro Remakes . Die Teilnehmer verpassten dabei jeweils einem alten Spieleklassiker ein neues Gewand. Das Team hinter Brain Games entschied sich für den alten Konami-Klassiker und belegte damit direkt den dreizehnten Platz – bei insgesamt 72 Konkurrenten. Die Entwickler waren mit dem Ergebnis jedoch nicht zufrieden und entwickelten das Spiel bis heute immer weiter. Dabei erfuhr das Remake einige Verbesserungen gegenüber dem Original: Neben besserer Grafik, Musik und einer realistischeren Physik zoomt die Kamera jetzt auch automatisch an das Geschehen heran beziehungsweise zur Übersicht heraus. Weiterhin gibt es den schon angesprochenen Mehrspielermodus und eine Highscore-Tabelle, die ihre Daten sogar an die F1-Spirit Homepage funkt. Die entsprechende Seite meldet derzeit jedoch nur einen Datenbankfehler.

Wer Pech hat, muss ein Regenrennen bestreiten.

Das kleine Rennspiel bringt 18 MB auf die Waage und steht für Debian und Ubuntu als fertiges Paket bereit, wahlweise sogar in einer 64-Bit Variante. Besitzer einer anderen Distribution müssen zum Sourcecode-Archiv greifen, dieses entpacken und per „make“ übersetzen. F1-Spirit setzt lediglich g++, sowie die Entwicklerpakete zu den Bibliotheken curl, SDL, SDL_mixer, SDL_net und SDL_image voraus. Aufgrund der recht genügsamen Hardwareanforderungen läuft es auch auf etwas älterer Hardware. Die Grafik ist für ein kostenloses Spiel erstaunlich gut, wenn auch letzten Endes nur zweckmäßig.

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