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Review der Box-Version von OpenSuse 11.4

Auf zu neuen Ufern

Als Geschenk der Open-SLX GmbH verteilte die LinuxCommunity zehn Box-Versionen von OpenSuse 11.4 an Tester. Hier der erste Benutzerbericht.

Ich muss gestehen, dass ich eher in der Ubuntu-Welt zu Hause bin und mich in den letzten Jahren eher sporadisch mit anderen Distributionen auseinandergesetzt habe. Meine ersten Linux-Erfahrungen habe ich allerdings mit Version 9.1 der hier vorgestellten Distribution sammeln dürfen – ganz nach dem Motto "back to the roots". Meine Zeit mit OpenSuse war allerdings eindeutig zu kurz, so dass OpenSuse eher Neuland als Wurzel ist.

Abbildung 1: Die Sprachauswahl erscheint im allerersten Bildschirm.

Die Box

Die zur Verfügung gestellte Box-Version von OpenSuse 11.4 – vielen Dank an die open-slx GmbH – beinhaltet ein gedrucktes Handbuch, Installations- und Live-DVD (32-Bit und 64-Bit) und zusätzlich 90 Tage kostenlosen Forum-, E-Mail und Telefon-Support. Gerade der Telefon-Support dürfte für Neueinsteiger besonders interessant sein.

Das Handbuch umfasst Kapitel zur Installation, zu LibreOffice und zu den beiden größten Desktop-Umgebungen (KDE und Gnome). Hier werden die wichtigsten Anwendungsfälle, zum Beispiel der Umgang mit dem Datei-Manager oder das Brennen einer CD/DVD, behandelt. Außerdem werden die häufigsten Fragen und Probleme im Kapitel Help and Troubleshooting zusammengefasst. Insgesamt scheint also nichts schief gehen zu können – DVD ins Laufwerk und los geht's…

Installation

Die Installation gestaltet sich, wie bei den meisten modernen Distributionen, intuitiv und einfach. Zur Auswahl stehen die bekannten Desktop-Umgebungen KDE (4.6), Gnome (2.32) und XFCE (4.8). Des Weiteren wird auch das schlanke LXDE (0.5) angeboten.

Abbildung 2: Der ressourcenschonende Desktop LXDE findet sich unter Andere.

Ich entscheide mich für Letzteres, da mein Testrechner nicht mehr der Jüngste ist, und setze den Installationsvorgang fort.

Auch bei der Formatierung der Festplatte wird der Anwender nicht im Stich gelassen. OpenSuse schlägt dem Anwender sinnvolle Standardeinstellungen vor, die man ruhigen Gewissens übernehmen kann. So erkennt der Installer auch andere Betriebssysteme und schlägt eine parallele Installation vor. Ich entscheide mich für die Nutzung der gesamten Festplatte und der Formatierung im ext4-Dateisystem.

Abbildung 3: Die Partitionierung kann man von Hand machen, muss man aber nicht.

Abschließend werden die Benutzerdaten abgefragt. In diesem Installationsschritt kann man auch die Automatische Anmeldung aktivieren, die sich insbesondere bei Einzelbenutzer-Systemen als praktisch erweist – auch, wenn man ein gutes Stück Sicherheit durch die automatische Anmeldung einbüßt, da jeder direkten Zugang zum Home-Verzeichnis erhält wenn man den Rechner startet.

Im nächsten Schritt werden alle vorgenommenen Einstellungen nochmals in einer Übersicht zusammengefasst – hier können auch noch nachträglich Änderungen vorgenommen oder die Software-Auswahl angepasst werden.

Abbildung 4: Vor der eigentlichen Installation gibt es noch einmal einen Dialog mit der kompletten Übersicht.

Die Vorbereitungen sind nun abgeschlossen und die Installation beginnt.

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Kommentare
Besonderheiten der Box-Version?
Felix (unangemeldet), Samstag, 09. April 2011 13:42:36
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Ich schließe mich Ulf an: Ein gelungenes Review.

Für meinen Geschmack geht das Review allerdings etwas zu wenig auf die Besonderheiten dieser Box gegenüber der downloadbaren ISO ein. Insbesondere auf das beiliegende Handbuch hätte man vielleicht etwas ausführlicher behandeln können - handelt es sich nur um eine Übersicht des Installationsvorgangs und der vorinstallierten Anwendungen, oder vermittelt es auch einigermaßen tiefer gehendes Wissen über openSUSE? Lohnt sich der Kauf überhaupt, oder ist man als Einsteiger mit der ISO und einem guten Suse/Linux-Buch besser beraten?




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Re: Besonderheiten der Box-Version?
Jürgen (unangemeldet), Montag, 25. April 2011 14:46:01
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Felix, du findest die openSUSE Handbücher auf http://doc.opensuse.org - es wird schon im startup guide deutlich mehr Wissen vermittelt, als von dir befürchtet.

Der gedruckten Version fehlt allerdings die Suchmaschine :-)


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Gutes Review
Ulf B., Freitag, 08. April 2011 00:04:51
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Hallo Mario,

gutes und sachliches Review.

Habe auch von einen LUG Mitglied einen Positiven Bericht insbesondere auch mit dem von Dir verwendeten LXDE Desktop erhalten:
"ich habe seit gestern die aktuelle Suse 11.4 auf meinem Acer Aspire One A110L laufen und bin beeindruckt von der Performance im Gegensatz zum Ubuntu 10.10 Netbook Edition, die ich bisher installiert hatte. Ich habe LXDE gewählt und kann nur sagen, dass es sich wesentlich besser "anfühlt" als der bisherige Gnome-Desktop von Ubuntu. Festplattenverbrauch ist vergleichbar mit dem von UNR (Ubuntu Netbook Remix). Erheblich kürzere Wartezeiten beim Wechsel der Anwendungen lassen auf einen bescheideneren Ressourcenverbrauch schließen, als bei UNR. Hardware wird genauso gut unterstützt wie bei UNR. Also auch hier keinerlei Einschränkung oder Kompromisse, als der bisher bekannten Probleme mit dem zweiten (rechten) SD-Kartenslot. Alle in allem bin ich mit dem Wechsel sehr zufrieden."

Gruß
Ulf


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