Verbesserter Nachmacher

Qemu 1.7 erschienen

Qemu 1.7 erschienen

28.11.2013
Die neue Version der Virtualisierungssoftware Qemu bietet unter anderem eine verbesserte Emulation von HDA-Audio, unterstützt prinzipiell mehr als 1 TByte Hauptspeicher und kann ACPI-Tabellen für x86-Hardware erzeugen.

Die Tabellen soll die Firmware direkt verwenden. Gleichzeitig sollen sich so in der Zukunft einfacher neue Funktionen einführen lassen, ohne dass dazu eine Änderung der Firmware (namentlich SeaBIOS, OVMF und CoreBoot) notwendig wäre.

Die emulierten HDA-Audio-Geräte besitzen jetzt standardmäßig einen Mixer. Zudem funktioniert die Audio-Ausgabe auch auf Systemen ohne Open Sound System (OSS). Beides musste man in früheren Qemu-Versionen noch explizit beim Compilieren erzwingen. Die 1 TByte Hauptspeicher sind in der Praxis noch nicht nutzbar, hierzu muss erst noch die Firmware angepasst werden.

Des Weiteren gab es Verbesserungen am VIFO-Treiber und bei der Unterstützung von USB 3.0. Der Qemu-Monitor kennt neue Block-Geräte-Kommandos, die sich vor allem um Snapshots in qcow2-Images drehen. Den Drossel-Algorithmus für Block-Geräte haben die Entwickler komplett neu geschrieben, die neue Fassung soll robuster sein.

Der VHDX-Treiber kann jetzt .vhdx-Images erstellen und schreiben. Sein Kollege für Qcow2-Images erkennt Beschädigungen und verhindert dann das Schreiben eines defekten Images. Der VMDK-Treiber unterstützt schließlich noch Dateien, die von VMWare ESX stammen.

Qemu 1.7 unterstützt den LSI 53C810 SCSI HBA, während die User-Mode-Emulation auch AArch64-Binaries verdaut.

Sämtliche Neuerungen listet das Changelog im Qemu-Wiki auf. Mit der Veröffentlichung der Version 1.7 haben zudem die Arbeiten an der Version 2.0 begonnen. Die dort angedachten Neuerungen fasst eine Präsentation zusammen (PDF-Datei).

Ähnliche Artikel

  • Virtualisierung auf der Kommandozeile mit KVM
    KVM ermöglicht durch seine kleinen, aber feinen Kommandozeilenwerkzeuge, schnell eine virtuelle Maschine zu starten, ohne sich dazu umständlich durch bunte Menüs klicken zu müssen.
  • Virtualisierung mit KVM
    Mit seinen kleinen, aber feinen Kommandozeilenwerkzeugen ermöglicht KVM, mal eben schnell eine virtuelle Maschine zu starten, ohne sich erst umständlich durch bunte Menüs klicken zu müssen.
  • Mit Q zum Partnertausch
    Nur ein kleiner schneller Seitensprung, ohne Spuren zu hinterlassen – und das unter den wachsamen Augen der Aktuellen? Qemu macht's möglich.
  • Clonezilla live 2.2.3 veröffentlicht
    Die Macher von Clonezilla haben eine neue stabile Version freigegeben. Das Live-System zum komfortablen Klonen von Festplatten und Partitionen bringt neben einem aktualisierten Unterbau auch ein nützliches Tool für KVM-Anwender mit.
  • Gnomogramm
Kommentare

Tipp der Woche

Ubuntu 14.10 und VirtualBox
Ubuntu 14.10 und VirtualBox
Tim Schürmann, 08.11.2014 18:45, 4 Kommentare

Wer Ubuntu 14.10 in einer virtuellen Maschine unter VirtualBox startet, der landet unter Umständen in einem Fenster mit Grafikmüll. Zu einem korrekt ...

Aktuelle Fragen

Admin Probleme mit Q4os
Thomas Weiss, 30.03.2015 20:27, 6 Antworten
Hallo Leute, ich habe zwei Fragen zu Q4os. Die Installation auf meinem Dell Latitude D600 verl...
eeepc 1005HA externer sound Ausgang geht nicht
Dieter Drewanz, 18.03.2015 15:00, 1 Antworten
Hallo LC, nach dem Update () funktioniert unter KDE der externe Soundausgang an der Klinkenbuc...
AceCad DigiMemo A 402
Dr. Ulrich Andree, 15.03.2015 17:38, 2 Antworten
Moin zusammen, ich habe mir den elektronischen Notizblock "AceCad DigiMemo A 402" zugelegt und m...
Start-Job behindert Bootvorgang, Suse 13.2, KDE,
Wimpy *, 20.02.2015 10:32, 4 Antworten
Beim Bootvorgang ist ein Timeout von 1 Min 30 Sec. weil eine Partition sdb1 gesucht und nicht gef...
Konfiguration RAID 1 mit 2 SSDs: Performance?
Markus Mertens, 16.02.2015 10:02, 6 Antworten
Hallo! Ich möchte bei einer Workstation (2x Xeon E5-2687Wv3, 256GB RAM) 2 SATA-SSDs (512GB) al...