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Sound ab!

Musikverwaltungssoftware Exaile im Test

02.12.2009
,
Mit Exaile geht ein neuer Kandidat als Alternative zu schwergewichtigen Audioplayern an den Start. Eine clevere Plugin-Architektur rüstet gezielt Funktionen nach und hält die eigentliche Applikation schlank.

Neben dem allseits beliebten, aber Qt-basierten Amarok [1] etablieren sich seit geraumer Zeit auch Musikverwaltungsprogramme für die Gnome/XFCE-Umgebung. Ein besonders schönes Beispiel für Open-Source-Entwicklung finden Sie in der Software Exaile [2], die in einem kleinen Team um den hauptberuflichen Systemadministrator Adam Olson aus Salt Lake City entsteht.

Optisch wie in der Funktionsweise lehnt sich Exaile sehr stark an den Aufbau von Amarok an, setzt aber dabei auf das Gimp-Toolkit Gtk+ für die Oberfläche. Als Programmiersprache dient Python. Diese Konstellation macht es der Community einfacher, die Software mittels Plugins zu bereichern. Als Audio-Backend dient Gstreamer.

Installation

Den Exaile-Entwicklern merkt man ihre Vorliebe für Ubuntu an. So präsentieren sie auf Ihrer Webseite neben dem obligatorischen Quellcode lediglich Binärpakete der letzten beiden Ubuntu-Versionen. Bevor Sie sich jetzt daran machen, mit Alien oder anderen Mitteln aus dem Debian-Paket ein RPM zum machen: Exaile befindet sich auf der Heft-DVD. Sie können es somit direkt über YaST oder Zypper installieren. Achten Sie darauf, neben Exaile selbst auch das zugehörige Paket exaile-lang zu installieren, da der Player sonst nicht deutsch spricht.

Entsprechende Pakete befinden sich im Packman-Repo, allerdings weist die aktuelle Version 0.3.0.2 einen Bug auf, sodass der Musikplayer nicht startet. Die Version auf der Heft-DVD haben wir deshalb durch eine funktionierende ersetzt.

Bekanntes Bild

Verwenden Sie bereits eine ähnliche Software, wie Amarok oder Apple iTunes, dann finden Sie sich auch in Exaile schnell zurecht. Die Software nutzt den klassischen dreiteiligen Aufbau (Abbildung 1): Die linke Spalte dient dem Überblick. Über Kartenreiter springen Sie zur Dateiansicht, den Wiedergabelisten, Internetradios und der Bibliothek. Das rechte Fenster enthält die Abspiellisten in der üblichen Tabellenform. Welche Information zum jeweiligen Titel Sie anzeigen möchten, bestimmen Sie über eine Rechtsklick auf die Kopfzeile der Liste. Die Liste in der Bibliotheksansicht bietet Sortiermöglichkeiten nach den Kriterien "Interpret", "Album" oder "Künstler" an.

Abbildung 1: Dank entsprechender Themes sieht Exaile auch unter KDE sehr gut aus.

Über und unter diesem Bereich finden Sie die Bedienelemente des Players, die Zeitangabe, sowie Schalter für das integrierte Bewertungssystem. Die beliebten Cover-Arts zeigt Exaile in der aktuellen Version nicht mehr mit Hilfe des ständig neuen Amazon-Dienstes an, sondern setzt hier wie Amarok und andere Player auf das dem Open-Source-Lager deutlich freundlicher gesinnte Last.fm.

Sammlung automatisch

Exaile durchsucht beim ersten Start automatisch Ihr komplettes Home-Verzeichnis auf Musiksammlungen und fügt die gefundenen Titel der eigenen Sammlung hinzu. Dieser Vorgang kann je nach Musiksammlung bis zu mehreren Minuten dauern. Speichern Sie Ihre Sammlung allerdings nicht im Home-Verzeichnis, dann müssen Sie der Jukebox über Bearbeiten | Bibliothek den Weg zu den Musikverzeichnissen mitteilen. Ein Klick auf Werkzeuge | Bibliothek neu einlesen frischt danach die Liste der vorhandenen Songs auf. Bevorzugen Sie den Weg über das Dateisystem, dann klicken Sie auf den Reiter Dateien. Lassen Sie sich dabei durch das Noten-Symbol vor den einzelnen Verzeichnissen und Dateien nicht täuschen: Exaile sieht in jedem Element eine potentielle Musik.

Im Unterschied zu Amarok, Banshee und Rhythmbox ordnet Exaile die Kontrollelemente für das Playback, Vor und und Zurück ganz unten an. Darüber befinden sich drei kleine Symbole. Der Würfel mischt die Playliste zufällig. Über das mittlere Symbol stellen Sie den Endlosmodus ein und das Symbol ganz rechts versucht zur Playliste passende Stücke zu bevorzugen.

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Kommentare
Erster Start nach dem Boot ist sehr lahm
wadada (unangemeldet), Mittwoch, 02. Dezember 2009 22:08:40
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Exaile benötigt auf meinem doch recht flotten Dell XPS 1330 für einen Start (ca. 25.000 Songs) fast 4 Minuten! Pragha ist m.E. die bessere Wahl. Damit geht nach weniger als 10sec. die Post ab.


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Re: Erster Start nach dem Boot ist sehr lahm
wullu (unangemeldet), Mittwoch, 02. Dezember 2009 23:57:49
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Ebenfalls ein Dell XPS m1330 ... ~20000 Lieder... und ein 8-Sekunden Start... muss wohl an was anderem liegen...


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Re: Erster Start nach dem Boot ist sehr lahm
peter f. (unangemeldet), Donnerstag, 03. Dezember 2009 08:47:14
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Hängt stark vom Dateisystem und der Struktur der Sammlung ab. Viele Unterverzeichnisse erschweren den Scan, eine "flache" Sammlung ist generell schneller. Ext4 ist schneller als Ext3, ReiserFS ist ebenfalls schneller.


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Re: Erster Start nach dem Boot ist sehr lahm
wadada (unangemeldet), Freitag, 04. Dezember 2009 16:39:33
Ein/Ausklappen

Dann wird es bei mir wohl an der Ordnerstruktur liegen. :-( Da ich die aber gewiß nicht ändern werde bleib ich bei Pragha...

Trotzdem guter hinweis!


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