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AA_x500v_shuttle.jpg

© shuttle.eu

Schönes Stück

Shuttle X500V mit OpenSuse 11.1

09.12.2009 Bei den Mobiltelefonen lösen die berührungsempfindlichen Displays langsam die traditionellen Bildschirme ab. Für alle, die auch auf Ihrem PC einen Touchscreen nutzen möchten, gibt es den X500V von Shuttle mit vorinstalliertem OpenSuse 11.1.

Keine Frage – der Shuttle X500V ist in jeder Hinsicht ein Blickfang. Nicht nur durch das vorinstallierte OpenSuse-System sondern auch durch den integrierten Touchscreen. Die Redaktion hat ein Testgerät erhalten und dies etwas genauer unter die Lupe genommen. Beim X500V handelt es sich um einen klassischen Nettop mit Intel Atom N330 (Dualcore) als Prozessor, 1 GByte RAM und 160 GByte Festplatte. Das System kostet rund 530 Euro. Für 20 Euro Aufpreis gibt es den Rechner mit 2 GByte Hauptspeicher, eine 500-GByte-Festplatte berechnet Shuttle mit 40 Euro Aufpreis. Das Geräte verfügt über fünf USB-Anschlüsse, 5.1-Sound, Gigabit-Ethernet, WLAN nach 802.11n und eine integrierte 1,3-Megapixel Webcam.

Gutes Setup

Der X500V [1] ist nicht der erste Shuttle-Rechner den die Firma mit Sitz in Elmshorn inklusive vorinstalliertem OpenSuse ausliefert. Das merkt man beim Setup sogleich: Beim ersten Start des Systems zeig Firefox einen Assistenten an, der bei den ersten Schritten hilft (Abbildung 1) und Informationen zum Gerät bereitstellt. Wer den Rechner sogleich über den Touchscreen bedienen will, findet dazu im Rechner integriert einen passenden Stift. Diesen benötigen Sie auch, um das Display mit Hilfe des Tools eGalaxTouch (Abbildung 2) einzurichten. Das zugehörige Schnellstart-Icon lässt sich sehr einfach über den Desktop-Ordner aufrufen.

Abbildung 1: Die in Firefox eingerichtete Startseite bietet Hilfe beim Setup des Rechners.

Abbildung 2: Die Kalibrierung des Touchscreens funktioniert über das mitgelieferte Tool problemlos.

Die 160 GByte große Festplatte ist in zwei 20 GByte große Root-Partitionen und eine 120 GByte große Home-Partition unterteilt. Die zweite Root-Partition dient als Wiederherstellungsmedium, zudem kann der Nutzer darauf auch Windows oder eine andere Linux-Distribution installieren, da Shuttle praktischerweise die erste Partition (/dev/sda1) freigelassen hat beziehungsweise als Recovery nutzt. In der Grundeinstellung ist das Wurzelverzeichis auf /dev/sda3 aktiv. Die separate Home-Partition ermöglicht zudem eine gefahrenlose Neuinstallation. Erfahrene Linux-Nutzer können die überflüssige Partition problemlos für andere Zwecke einsetzen.

Auch die Webcam lässt sich durch das Tool LUVCview sofort in Betrieb nehmen, ein etwas benutzerfreundlicheres Frontend, wie zum Beispiel Cheese hätte hier vermutlich mehr Freude bereitet.

Problemlos geben sich auch die weiteren manchmal kritischen Hardware-Komponenten: Das WLAN-Modul basiert auf einem Ralink-Chipsatz und arbeitet mit dem vorinstallierten Treiber rt2860sta, der eingebaute Kartenleser verrichtet ebenfalls ohne besonderes Setup seinen Dienst.

Positiv hebt sich auch die Sound-Ausgabe des X500V von manchen Desktop-Rechnern ab. Die integrierten Lautsprecher klingen sehr angenehm und überzeugen durch verhältnismäßig sehr satte Bässe. Wie bei praktisch allen aktuellen Intel-Systemen mit Atom N-Prozessor wacht auch der X500V problemlos aus einem Suspend-to-RAM auf, sodass man den Rechner ruhig in den Schlafzustand versetzen kann, wenn er gerade nicht benötigt wird.

Zum sehr ansprechenden Äußeren des Shuttle X500V trägt die coole blaue Beleuchtung im Fuß des Geräts bei. Sie lässt sich zudem problemlos über das Setup-Menü an der rechten Geräteseite ausschalten, was leider bei anderen Geräten nicht immer möglich ist.

Detailfragen

Den 15,6-Zoll großen Touchscreen mit 1366 x 768 Bildpunkten spricht der Kernel über das generische Modul usbtouchscreen an, das bei aktuellen Distributionen zum Kernel gehört. Das berührungsempfindliche Display unterstützt zwar kein Multitouch, dafür aber den Rechtsklick, indem man den Stift für rund eine Sekunde gedrückt hält.

Trotz Kernel-Support benötigt man für den Touchscreen einen speziellen Treiber, falls man den Rechner nicht mit der vorinstallierten OpenSuse-Version nutzen möchte, allerdings handelt es sich dabei nicht um ein Kernel-, sondern ein X.org-Modul: egalax_drv.so. Der nicht komplett freie Treiber steht auf der Eeti-Homepage zum Download bereit [2], einen entsprechenden Eintrag für die Konfigurationsdatei xorg.conf zeigt Listing 1.

Listing 1
Section "InputDevice"
        Identifier "EETI"
        Driver "egalax"
        Option "Device" "usbauto"
        Option "Parameters" "/var/lib/eeti.param"
        Option "ScreenNo" "0"
        Option "SkipClick" "1"
EndSection
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Infos zum Autor

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger arbeitet als Redakteur für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux. Am liebsten schreibt er Artikel zu netten Gadgets oder Multimedia-Software. In seiner Freizeit spielt er gerne Kicker.

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