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Deine Gruppe

Diskussionsgruppen mit Google verwalten

15.10.2009 Obwohl soziale Netzwerke zurzeit in aller Munde sind, bieten Online-Diskussionsgruppen noch immer einen hervorragenden Weg, um eine Community zu bilden oder Support zu leisten. Dieser Artikel zeigt Ihnen, wie Sie bei Google Gruppen anlegen und managen

Egal ob Treffpunkt für Gleichgesinnte oder Hilfeforum für ein bestimmtes Programm oder einen Service: Google Groups ist das ideale Tool, um über das Internet eine Diskussionsgruppe zu führen. Das Einrichten einer Gruppe benötigt nur wenige Minuten und einen Google-Account. Wie Sie zu Ihrem Google-Konto kommen, erklärt der Grundlagenartikel zu Beginn dieses Hefts.

Vorbereitung

Obwohl das Anlegen einer Gruppe ansich ein sehr trivialer und schneller Vorgang ist, sollten Sie Ihre Google-Gruppe gut planen. Zunächst sollten Sie überprüfen, dass es zum gleichen Thema nicht bereits andere Gruppen gibt. Dazu nutzen Sie die Suchfunktion auf der Startseite von Google Groups (Abbildung 1).

Damit die Gruppe nur relevante Nutzer anzieht, sollten Sie das Thema so eng wie möglich wählen. Klar tönt es verführerisch, über den Titel "Sprachen lernen" oder "Digitale Fotografie" sehr viele Nutzer anzusprechen, in der Regel erzielen Sie mit solchen Namen aber genau den gegenteiligen Effekt, da die meisten Google-Nutzer an gezielte Informationen herankommen möchten. Um beim Beispiel "Sprachen lernen" zu bleiben: Wenn Sie jetzt Japanisch lernen würden, dann würden Sie bestimmt keiner Newsgroup mit dem Titel "Sprachen lernen" beitreten, sondern eher einer zum Thema "Japanische Grammatik". Analog zu diesem Beispiel würde sich eine Gruppe lohnen, die sich mit HDR-Fotos beschäftigt. Zudem sollten Sie sich beim Anlegen der Gruppe entscheiden, in welcher Sprache die Konversation erfolgen soll.

Die Beschreibung der Gruppe ist ein weiteres zentrales Element, wenn es darum geht, Nutzer anzuziehen. Sie darf höchstens 300 Zeichen lang sein und sollte das Ziel der Diskussionsgruppe in ein paar Sätzen passend umschreiben. Auch hier gilt es, allgemeine Beschreibungen nach Möglichkeit zu vermeiden und möglichst genau festzulegen, was die Gruppe behandeln soll und welche Themen nicht.

Suchen Sie zum Beispiel nach OpenOffice, findet sich auch die Gruppe Trennmuster, die sich um die Silbentrennung in den Textverarbeitungssystemen LaTeX und OpenOffice kümmert:

"Diese Gruppe dient der Erstellung von freien Trennmustern für die deutsche Sprache. Insbesondere soll die Silbentrennung von (La)TeX verbessert werden, die auch OpenOffice.org zugrunde liegt."

Die Beschreibung ist zwar nicht ganz perfekt, enthält aber die wichtigsten Stichworte und der Nutzer kann sich ein gutes Bild machen, was ihn erwartet, wenn er dieser Gruppe beitritt.

Eine weitere Möglichkeit, die Gruppe von anderen zu unterscheiden und gleich zu Beginn möglichst alles richtig zu machen, bietet die Willkommensnachricht. Hier können Sie die Beschreibung um zentrale Informationen wie Sprachgebrauch und Formelles ergänzen. Anstatt also einfach "Hi, freut mich, dass du diese Gruppe gefunden hast" zu schreiben, bietet sich ein Text an, der klärt, welche Fragen und Themen willkommen sind und welche nicht. Zudem sollten Sie hier auch den Sprachgebrauch klären und welche zusätzlichen Informationen man bei einer Frage bereitstellen soll. All diese Dinge sind in den meisten Fällen auch dann angebracht, wenn man eigentlich davon ausgehen kann, dass sich nur Gleichgesinnte zur Gruppe gesellen werden. Eine gute Willkommensnachricht für eine Gruppe, die sich mit Open-Source-Comics beschäftigt könnte in etwa so lauten:

Die Gruppe dient Comics-Zeichner, die mit Open-Source-Tools (zum Beispiel Gimp, Inkscape, Xara XL) Comics zeichnen. Die Diskussionssprache ist Deutsch. Wir beantworten keine Support-Anfragen zu den erwähnten Programmen.

Gruppe anlegen

Klicken Sie auf Gruppe anlegen, wenn Sie sich entschieden haben. Im neuen Dialog (Abbildung 2) geben Sie einen Namen an, Google wählt diesen automatisch als E-Mail-Adresse. Je nach gewähltem Namen können Sie die Mailadresse so belassen oder sollten diese ändern. Heißt die Gruppe zum Beispiel "Japanische Grammatik für Anfänger", dann passt die Adresse japanisch-anfanger@googlegroups.com vielleicht besser als die automatisch gewählte japanische-grammatik-fur-anfanger@googlegroups.com.

Füllen Sie nun die Gruppenbeschreibung aus. Das Formular zeigt Ihnen jeweils an, wie viele Zeichen noch verbleiben.

Über die Checkboxen unter der Beschreibung legen Sie fest, ob die Gruppe Inhalte enthält, die unter Umständen nicht jugendfrei sind und wem Sie Zugriff auf die Diskussionsgruppe gewähren möchten. Hier stehen drei Einstellungen zur Auswahl:

  • Bei einer öffentlichen Gruppe darf jeder Teilnehmer das Archiv lesen, Mails an die Gruppenlisten schicken und sich die E-Mailadressen der übrigen teilnehmer anzeigen lassen.
  • Wählen Sie Nur Mitteilung erhalten zwar alle Teilnehmer die Nachrichten, die an die Gruppenliste gehen, Mails versenden oder die Mitgliederliste einsehen dürfen aber nur die Manager. Das Archiv ist öffentlich zugänglich.
  • Soll man für die Teilnahme an der Gruppe eine Einladung benötigen und diese nicht öffentlich sichtbar sein, wählen Sie Eingeschränkt. Das Archiv ist dann nur für die Mitglieder der Gruppe zugänglich, es können jedoch alle Teilnehmer Mails versenden.

Die Zugriffsbeschränkungen können Sie später noch feiner granulieren. Um die Gruppe anzulegen, klicken Sie auf Meine Gruppe erstellen und geben im nächsten Dialog den benötigten Anti-Spam-Code ein.

Im zweiten Schritt fügen Sie die E-Mail-Adressen von Mitgliedern hinzu, die Sie für die Gruppe einladen möchten. Haben Sie eine öffentliche Gruppe ausgewählt, bleibt dieser Schritt aus. Im unteren Feld (Abbildung 3) geben Sie nun den Einladungstext an, der wie oben erwähnt auch die Richtlinien setzen sollte. Möchten Sie sich später damit beschäftigen, wählen Sie Diesen Schritt überspringen. Anschließend erhalten Sie von Google eine Mail über die neue Gruppe.

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