Kurztest MOPSLinux 7.0 Alpha

Mops Linux veröffentlicht  Alpha 2.7 von Version 7.0

Mops Linux veröffentlicht Alpha 2.7 von Version 7.0

23.10.2009
Mops Linux basiert auf Slackware und nutzt KDE 4 als Standarddesktop. Für XFCE-Fans bringt die jetzt veröffentlichte Alpha den aktuellen Git-Zweig mit.

Anfang Woche haben die Entwickler der russischen Slackware-Distribution Mops Linux eine neue Alpha des kommenden Releases 7.0 zum Download freigegeben. Die Alpha 2.7 setzt auf den Kernel 2.6.31.4 und nutzt den BFS-Scheduler von Con Kolivas. Zudem bietet sie Kernel-Modesetting für Intel- und Radeon-Karten und Grub2 als Bootloader. Die Abkürzung Mops steht für multifunktionales Betriebssystem für die professionelle und heimische Nutzung.

Wie die Entwickler auf der Homepage schreiben, handelt es sich beim Mops Linux 7.0 alpha 2,7 voraussichtlich um das letzte Release vor Mops Linux 7.0 alpha 3. Grund genug für die LinuxCommunity, sich die Distro etwas genauer anzuschauen.

Das komplette ISO von Mops Linux 7.0 ist rund 1,6 GByte groß und bringt eine sehr umfangreiche Paketauswahl mit. Daneben gibt es ein Mini-ISO für die Installation über das Netzwerk. Es ist nur 46 MByte groß. Für diesen Kurztest haben wir das komplette ISO benutzt.

Installation wie zu guten alten Zeiten

Mops Linux startet zunächst wie eine Live-CD. Dert Bootbildschirm bietet verschiedene Auflösungen zur Auswahl an, großen Einfluss auf den Bootvorgang haben diese jedoch nicht, da nach dem Start jeweils ein Login-Prompt im Textmodus erscheint. Hier meldet man sich als root ohne Passworteingabe an und hat nun ein Minisystem zur Verfügung.

Nutzer mit Russischkenntnissen sind im Vorteil. Alle anderen drücken einfach Enter.
You are my sunshine: Nach der Installation winkt der grafische Grub 2.

Das System ist in erster Linie für den russischen Markt bestimmt, so begrüßt einem der erste Prompt mit kyrillischen Zeichen. Über [Shift]+[Alt] lässt sich die Tastatur entsprechend umstellen, in der Grundeinstellung ist das englische Keyboard-Layout eingestellt. Um Mops Linux auf die Festplatte zu installieren, gibt man den Befehl setup ein und folgt den Anweisungen des Assistenten.

Dieser begleitet in rund 10 Schritten durch die Installation, die sich zwar anfühlt wie zu YaST-1-Zeiten, aber sonst keinerlei Probleme bereitet.

Das in Graugrün gehaltene Installationsprogramm von Mops Linux.
Neben Wicd und netconfig von Slackware bietet Mops Linux einen eigenen Netzwerkmanager an.

Das Einspielen der Pakete dauert je nach Geschwindigkeit des DVD-Laufwerks rund 20 Minuten, danach startet Mops Linux neu. Probleme gab es in den Tests mit dem Benutzeraccount. Hier nutzte Mops das kyrillische Tastaturlayout, wodurch es nicht möglich war, einen vernünftigen Account mit lateinischen Schriftzeichen anzulegen.

XFCE und KDE

Als Standarddesktop kommt KDE 4.3 zum Einsatz, allerdings muss man den grafischen Desktop und den Login aktivieren, sonst landet man auch nach der Installation auf der Kommandozeile. Mops Linux bringt eine sehr umfangreiche Programmauswahl mit, zu den Spezialitäten gehören zudem einige proprietäre Treiber und Anwendungen. Vom Mops-Linux-Team selbst entwickelt ist lediglich die GUI des Paketmanagers, bei den übrigen Programmen handelt es sich durchgehend um KDE/Qt- oder GTK-Tools.

Der KDE-Desktop mit dem MPKG-Paketmanager.

Alternativ zu KDE 4 steht auch XFCE zur Auswahl bereit, weitere grafische Oberflächen lassen sich über die Repositories nachinstallieren.

Auch der XFCE-Desktop gibt sich unspektakulär.

Auch XFCE macht auf den ersten Blick keinen besonderen Eindruck, hinter dem graublauen Hintergrundbild verbirgt sich jedoch die aktuelle Entwicklerversion aus dem Git-Repo. Mops Linux 7.0 alpha 2,7 bietet somit eine ideale Grundlage, um den aktuellen XFCE-Desktop zu testen. Auch von Compiz bringt die russische Distro eine topaktuelle Version mit.

Neben der aktuellen Entwicklerversion gibt es von Mops Linux weiterhin die stabile Version 6.2, wahlweise mit KDE 3 oder KDE 4.

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