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Ubuntu 10.04 gepimpt

Mein Linux: Ubuntu 10.04 auf einem betagten Acer-Rechner

01.07.2010 Eigentlich hatten wir in der Serie "Mein Linux" zu jeder Distribution nur einen Artikel geplant, aber da Ubuntu so weit verbreitet ist: hier noch ein Text zu Ubuntu mit einer besonderen persönlichen Note.

Dass Windows nicht gut für PC-Hardware ist, wissen inzwischen viele Menschen und versuchen, einen Rechner windowsfrei zu halten. Alternativen zu Windows gibt ja bereits seit geraumer Zeit; da hätten wir Mac OS X (mit ein bisschen Geschick auf handelsüblichen PCs), BeOS (wird nicht mehr weiter entwickelt), Haiku (Derivat von BeOS, aber freie Entwicklung), QNX (war Mal auf einem aufsteigenden Ast, wird auch nicht mehr für x86 Hardware weiter entwickelt), Zeta (war Mal eine inzwischen als illegal vertriebene Weiterentwicklung von BeOS), Zeven-OS (eine kleine Linux-Distribution mit BeOS Look) und natürlich diversen Linux Arten (Mandrake, OpenSuse, Ubuntu, Xubuntu, Kubuntu und so weiter).

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Die LinuxCommunity möchte wissen, welche Distribution du benutzt und was an deiner Lieblingsdistribution besonders ist. Sende deinen Text (rund 8000 Zeichen) und eine Handvoll Screenshots an mailto:redaktion@linux-community.de. Die 20 besten Texte erhalten ein LinuxUser Jahresabo geschenkt, die ersten zehn Einsendungen erhalten zudem eine Überraschung. Details zur Aktion gibt es im Blog von Marcel Hilzinger [2].

Die Vorgeschichte

Eine Freundin hatte das Acer-Laptop Acer Aspire 3003 WLMI mit Windows XP und da sie keine Ahnung von Rechnern hatte, hab ich das gute Stück immer gepflegt. Aber das, was dann kam, war völlig abartig: Windows stürzte komplett ab, nachdem aufgrund eines defekten Akkus das systemeigene Runterfahren nicht mehr klappte. Nach einem Neustart (mit Netzkabel) fuhr Windows nicht mehr hoch, sondern hängte sich und die Hardware so sehr auf, dass man den Laptop auch nicht mehr über den Powerknopf ausschalten konnte.

Abbildung 1: Sieht fast wie Mac OS X aus, ist aber Ubuntu 10.04: Hinter dem iTunes-Logo versteckt sich ein Link auf Banshee.

Zog man das Netzkabel raus, passierte nichts, keine Anzeige, dass der Rechner nun auf Akku lief. Da half nur das herausnehmen des Akkus. Ich versuchte dann, Windows mit Bordmitteln zu reparieren, aber das System hängte sich immer und wieder total auf. Dann klappte doch endlich der Neustart, dafür gab's aber kein WLAN mehr, kein Sound und jede Menge Bluescreens. Also HD ausgebaut, in ein externes Gehäuse rein und Daten gesichert. Aber selbst eine anschließende Neuinstallation schlug fehl, der Laptop verweigerte jegliche Installation.

Abbildung 2: Ein Klick auf das Toast-Symbol startet in Wirklichkeit K3b.

Das Ende war, dass sie sich ein neues Gerät gekauft hat und sehr zufrieden ist (einen Mac konnte ich ihr leider nicht schmackhaft genug machen, war wohl der deutlich höhere Preis).

Laptop oder Windows Schrott?

Tage später habe ich mir dieses blöde Teil noch Mal vorgenommen; an eine Windows-Installation war weiterhin nicht zu denken. Zudem spinnte nun auch noch das DVD Laufwerk, es nimmt nur noch CD´s aber keine DVD´s mehr. *Merde*!

Abbildung 3: Für die besondere Optik von Ubuntu sorgt das Cairo-Dock im Stil von Mac OS X.

Im Internet las ich, dass Ubuntu Linux eine sehr gute Distribution für Laptops sein soll. Also lud ich mir die neueste Version runter, brannte sie auf CD und startete den Acer Laptop. Ich war angenehm überrascht, die Installation ging flott durch, die Einrichtung kinderleicht wie unter Windows. Selbst WLAN (das eigenartigerweise wieder funktionierte) klappte auf Anhieb! Ubuntu überrascht mit seiner guten Hardwareunterstützung. Selbst der CPU-Lüfter dreht deutlich leiser als unter Windows. Um ehrlich zu sein, ich vermisse auf diesem Laptop, der ja eigentlich schon abgeschrieben war, kein Windows. Ubuntu 10.04 ist einem Windows XP ebenbürtig, aber eben kostenlos. Ein gut funktionierendes Office-Paket ist ebenso an Bord, wie die meisten Programme, die man so braucht. Und sobald man sich die gängigen Codecs runter geladen und installiert hat, ist selbst Multimedia kein Fremdwort mehr.

Abbildung 4: Stacks sorgt für einen schnellen Zugriff auf wichtige Verzeichnisse.

Und weil alles so super lief, habe ich noch ein Bluetooth-Modul eingebaut, welches sofort funktioniert! Der defekte DVD-Brenner wurde ausgetauscht, der RAM aufgestockt und zuletzt baute ich noch eine bessere CPU ein. Dadurch hält der Akku deutlich länger! Im PCMCIA-Slot steckt ein SDHC-Card-Reader der sofort funktionierte, als ich ihn in den Schacht schob.

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Kommentare
Ubuntu 10.04 gepimpt
Mac Freak (unangemeldet), Dienstag, 06. Juli 2010 07:47:13
Ein/Ausklappen

Normalerweise stehe ich Mac-Designs auf Wintel-Hardware sehr skeptisch gegenüber. Mac ist Mac und sollte auch so bleiben. In diesem Fall muss ich sagen, dass dieses Ubuntu-Design sogar richtig gut aussieht, nicht übertrieben. Das Paket Mac4Lin finde ich grotten schlecht, zumindest anhand der Bilder, die ich im Internet so sehen konnte. Da gefällt mir dieses Design schon eher und kommt dem Mac-Desktop schon recht nahe. Es muss halt nicht immer grau in grau sein. :)


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