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Als Vor- oder Nachspeise

Mein Linux:Sabayon

19.07.2010
Sabayon sieht sich selbst als das hübscheste Linux-Betriebssystem überhaupt, einfach zu bedienen ist die Distribution ebenfalls. Was Sie sonst noch über Sabayon wissen müssen, erklärt dieser Artikel.

Wofür steht Sabayon?

Auf der Homepage [1] bezeichnen die Entwickler Sabayon als "The cutest, free Operating System – as easy as an abacus, as fast as a segway". Auf den Punkt gebracht, ist Sabayon

  • eine auf Gentoo aufbauende binäre Distribution,
  • die "cutting edge" ist, also die top-aktuellen Versionen der Anwendersoftware nutzt,
  • die sehr zuverlässig die vorhandene Hardware erkennt und nutzt,
  • die großen Wert auf ein elegantes Erscheinen legt,
  • die in den verschiedensten Geschmacksrichtungen daherkommt (KDE, Gnome, Media-Center, Fluxbox, NetBook-Version, text only).

Man kann sich eine Live DVD nach Geschmack herunterladen [2] und nach Herzenslust ausprobieren. Hier hat man allerdings schon die Qual der Wahl, denn man muss sich zwischen KDE und Gnome entscheiden. Die dritte Wahlmöglichkeit, die CoreCD, ist nur für die interessant, die sich eine eigenes System aufbauen wollen – davon später.

Sabayon bringt eine eigene Paketverwaltung (Entropy) für die binären Pakete, einen textbasierten Paketmanager (equo) und eine GUI für das Paketmanagement (sulfur) mit. Man kann parallel dazu auch das Gentoo-eigene System (Portage) nutzen; nach meiner Erfahrung läuft das meist konfliktfrei.

Getting started

Nach Einlegen der Live DVD präsentiert sich ein Bildschirm mit reichlich Auswahlmöglichkeiten – man wird einfach starten wollen (ob mit oder ohne Musik ist Geschmacksache).

Abbildung 1: Der grafische Bootbildschirm von Sabayon 5.2. Inzwischen gibt es bereits Version 5.3.

Man landet auf einem aufgeräumten Desktop (in meinem Falle KDE), allerdings bringt das ca. 2 GByte große ISO-Image alle notwendigen Programme mit – OpenOffice, Firefox, Kopete, Kontact, Music- und Mediaplayer…

Abbildung 2: Die Live-CD in der KDE-4-Version.

Naturgemäß sind die Anwendungen von der Live DVD nicht gerade beeindruckend schnell, also wird man bei Gefallen das System installieren wollen. Sabayon nutzt hierzu den Anaconda-Installer von Red Hat, der es erlaubt, das System in wenigen Schritten zuverlässig aufzusetzen. Nach Auswahl von Sprache und Tastaturlayout wählt man seinen Desktop (hier: KDE) und die Netzwerkoptionen:

Abbildung 3: Das Angebot an Installationsversionen variiert je nach Live-CD.
Abbildung 4: Hier legen Sie die Netzwerkdienste fest.

Danach kann man entweder den Installer das System automatisch partitionieren lassen – eine gute Option für ein jungfräuliches System oder (so wie hier) für eine Installation in einer virtuellen Umgebung. Für die, die es so wollen, gibt es auch die Möglichkeit, vorhandene Partitionen (die man vorher, etwa mit fdisk angelegt hat) von Hand einzuhängen und zu formatieren. Es folgen die Auswahl des Boot Loaders, des Namens für das System, der Zeitzone sowie die Einrichtung eines non-root Users und los geht's. Je nach Hardware ist das System in einer halben Stunde oder etwas mehr eingerichtet.

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Kommentare
Sabayon 5.3
Ein Looser (unangemeldet), Mittwoch, 20. April 2011 03:56:54
Ein/Ausklappen

Eine gute Rezension .

Mein Dilemma war , daß sabayon 5.3 mit meinem amd 1800

nur langsam lief.

Der xbmc Center noch weniger.

Nichtsdestotrotz eine der gelungensten Distros,die ich bisher kenne.

Ob auch dvbt und Handyanschluß damit geht.wüßte ich selbst gerne.

So weit,so gut .


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