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Rolling Releases

Mein Linux: Arch Linux

31.05.2010
Arch Linux ist auf Basis von LFS (Linux From Scratch) komplett neu entwickelt worden. Die Distribution orientiert sich am Aufbau von Slackware, der Paketverwaltung von Debian, dem Build-System von Gentoo und an BSD.

Version 0.1 von Arch Linux (Homer) erschien am 11 März 2002. Ein ungefähr 25 Mann starkes Team und Helfer betreuen und entwickeln Arch weiter. Arch-spezifische Entwicklungen werden unter der GPL veröffentlicht. Arch Linux ist auf die i686-Architektur optimiert, das bedeutet leider auch, dass nur i686- und x86_64-Architekturen unterstützt werden.

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Die Versionsnummer des Releases wird durch Jahr und Monat gebildet, indem das Release veröffentlicht wurde. Beispielsweise ist 2010.5 die Versionsnummer für das Release, welches im Mai 2010 veröffentlicht wurde. Ähnlich wie bei Gentoo sind die Releases Snapshots vom Entwicklungsstand. Arch setzt auf ein rolling-releases system, dass heisst die Programme werden kontinuierlich aktualisiert und nicht bei einem Versionsupgrade.

Abbildung 1: Der KDE-Desktop von Arch Linux.

Die Versionsnummer (zum Beispiel 2010.5) bezeichnet sogenannte Snapshots, ein Snapshot ist eine Kopien aller im Moment im Repository liegenden Programmversionen. Diese dienen als Installationsmedien.

Es gibt fünf Entwicklungszweige:

  • Core ist für Produktivsysteme gedacht und enthält alle Pakete für ein minimales System
  • Extra enthält Core-Alternativen und andere Pakete, die nicht für ein Minimalsystem gebraucht werden.
  • Testing enthält Pakete, die fehlerhaft sein könnten und noch getestet werden müssen. Der Grossteil der Entwicklungsarbeit findet in diesem Entwicklungszweig statt.
  • Community enthält Pakete, die von sogenannten trusted Users erstellt wurden.
  • Unsupported enthält keine Pakete, sondern bezeichnet die PKGBUILDs im Arch Linux-Community Repository (AUR).

Arch Linux ist eine Linux-Distribution, welche das KISS-Prinzip besonders konsequent umzusetzen versucht. Deshalb verwendet Arch textbasierte Installations- und Konfigurationsassistenten und verzichtet bewusst auf GUI-Programme, da diese laut Arch-Philosophie die wesentlichen Vorgänge vor dem Benutzer verstecken. Die Konfiguration des gesamten Systems lässt sich ähnlich wie bei einem BSD-System grösstenteils über eine einzige Datei (/etc/rc.conf) abwickeln. Es gibt keine Standarddesktopumgebung, alle Desktops sind optional, da man nur ein Minimalsystem ohne grafische Oberfläche installiert. Auch sind alle Dateisysteme optional. Damit ist die volle Entscheidungsfreiheit aber auch die volle Verantwortung beim Benutzer. Arch Linux kann man deshalb eher als Distribution für Fortgeschrittene einstufen.

Abbildung 2: Arch Linux bringt sehr aktuelle Software mit, darunter auch den Browser Chromium.

Paketmanager

Der Paketmanager ist pacman. Er kann Pakete suchen, downloaden, installieren, updaten und entfernen. Abhängigkeiten werden automatisch aufgelöst. Die Konfiguration kann man in der Datei /etc/pacman.conf vornehmen. Das Arch Team stellt bewusst kein grafisches Frontend bereit, da dieses gegen die Arch-Philosophie und das KISS-Prinzip verstossen würde.

Das Arch Build System (ABS) ist eine Gentoo-ähnliche Paketverwaltung. Dabei wird eine Textdatei namens PKGBUILD, die Informationen zum Downloaden und Konfigurieren des Programms enthält, genutzt. Der Nutzer kann Programme, die in der Paketverwaltung sind, so seinen Bedürfnissen anpassen. Dazu gibt es ein Programm namens makepkg. Es führt die Anweisungen aus und kompiliert und installiert das Paket durch pacman. Mit Hilfe von ABS kann man auch das ganze System mit eigenen Compiler-Flags neu kompilieren. Dies zeigt auch die Orientierung an Gentoo. Bei Gentoo kompiliert man ja bekanntlich fast jedes Programm nach eigenen Compiler-Flags und sogenannten USE-Flags. In manchen Foren wird Arch Linux deshalb von Gentoo-Jüngern auch als Gentoo-Pussy-Version bezeichnet.

Durch das Arch Linux User-Community Repository (AUR) können Nutzer der Community PKGBUILDs für nicht unterstützte Programme bereitstellen. Deshalb sind diese PKGBUILDs wie schon gesagt im sogenannten Unsupported Entwicklungszweig.

Abbildung 3: Arch Linux mit dem Fenstermanager DWM 5.6.1 mit geöffneter config.h.

Installations-CD

Den neusten Core-Snapshots lädt man am besten von der Projektseite [1] herunter. Danach brennt man das ISO-Abbild auf eine CD. Dieser Snapshot enthält aber (nur) die nötigen Programme, um ein Minimalsystem ohne graphische Oberfläche zu installieren. Alle zusätzlichen Pakete installiert man mittels pacman nach.

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Kommentare
Schade ...
Markus Berlin, Dienstag, 01. Juni 2010 09:28:51
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Re: Schade ...
Maximilian Gerhard, Mittwoch, 02. Juni 2010 01:11:58
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Arch vs. Gentoo
maxiq (unangemeldet), Montag, 31. Mai 2010 12:35:32
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Re: Arch vs. Gentoo
sebastian12211 (unangemeldet), Montag, 31. Mai 2010 14:12:55
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Re: Arch vs. Gentoo
Marcel Hilzinger, Montag, 31. Mai 2010 14:25:53
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Re: Arch vs. Gentoo
*hust* (unangemeldet), Montag, 31. Mai 2010 15:49:32
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Re: Arch vs. Gentoo
sebastian21211 (unangemeldet), Montag, 31. Mai 2010 18:34:16
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Re: Arch vs. Gentoo
*hust* (unangemeldet), Montag, 31. Mai 2010 18:42:46
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Re: Arch vs. Gentoo
sebastian1212112 (unangemeldet), Dienstag, 01. Juni 2010 18:03:57
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Re: Arch vs. Gentoo
*hust* (unangemeldet), Mittwoch, 02. Juni 2010 18:54:04
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Re: Arch vs. Gentoo
Elmario (unangemeldet), Samstag, 24. Juli 2010 06:01:56
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Re: Arch vs. Gentoo
besserwisser (unangemeldet), Montag, 16. August 2010 00:14:35
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Re: Arch vs. Gentoo
*hust* (unangemeldet), Montag, 31. Mai 2010 15:36:20
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Re: Arch vs. Gentoo
maxiq (unangemeldet), Dienstag, 01. Juni 2010 10:10:22
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Verwirrung
Stefan Moros (unangemeldet), Montag, 31. Mai 2010 11:05:38
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Re: Verwirrung
sebastian121221 (unangemeldet), Montag, 31. Mai 2010 14:14:26
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Re: Verwirrung
David Jenni (unangemeldet), Montag, 31. Mai 2010 17:04:49
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