Mark OS X
Konflikte zwischen Canonical und Gnome vorprogrammiert
Was wird aus Gnome 3?
Obwohl es bislang kein offizielles Statement dazu gibt, kristallisiert sich immer mehr heraus, dass die für Gnome 3.0 neu entwickelte Gnome-Shell nicht der Standard-Desktop von Ubuntu 10.10 sein wird. Sogar für 11.04 will sich Shuttleworth noch nicht festlegen und meint lediglich [5]:
the more folks use it and think about it, the better our decisions will be for 11.04
Also falls es mehr Leute nutzen und besser finden, dann vielleicht für 11.04. Klar wird Ubuntu entsprechende Pakete bereitstellen, doch die jetzt angekündigten Entwicklungen gehen klar in Richtung des traditionellen Ubuntu-Desktops mit dem gewohnten Panel. Auch Projekte wie Zeitgeist und das Gnome Activity Journal erhalten von Canonical kaum Aufmerksamkeit. Bleibt also nicht mehr viel übrig von den Neuerungen in Gnome 3.0.
Die geplanten Änderungen wird Canonical somit mit ziemlicher Sicherheit auf der Codebasis von Gnome 2.32 vornehmen (erscheint im Sommer), nicht an Gnome 3.0. Da Ubuntu die mit Abstand am weitesten verbreitete Gnome-Distribution ist, könnte die Entscheidung für Gnome 2.32 für sehr viel Unmut sorgen, da dann die Neuerungen deutlich weniger Benutzer erreichen. Es zeichnet sich somit langfristig ein Ubuntu ohne Gnome-Shell ab, wie auch einige Kommentare zu Marks Blog bemerken [6]. Auch beim Global Menü erhält Shuttleworth zwar viel positives Feedback, die meisten Kommentatoren fügen aber gleich hinzu: "Bitte nur für die Netbook-Version". [7]
Um möglichst wenig Kritik für diese Änderung zu ernten, hat Shuttlewort in seinem Blog-Eintrag eine zusätzliche Überschrift "Only on the Netbook Edition UI" eingebaut. Mark liebäugelt aber klar auch mit dem Desktop::
"However, it will be straightforward to use this on your desktop too, if you want, and we'd encourage people to try with that configuration."
Gnome 3.0 könnte so ein ähnliches Schicksal wie KDE 4 erreichen, dass viele Nutzer gar nicht auf die neue Version wechseln möchten und sich die Entwicklung deshalb aufspaltet, was den kompletten Übergang von der Version 2.30 zu 3.0 verlangsamen wird. Hier müsste Shuttleworth dringend für klare Spielregeln und gute Stimmung im Gnome-3.0-Lager sorgen.




Alles Ausklappen