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Musiksammlung mit dem KDE-Programm Amarok verwalten

Metadaten und Albumbilder

Um die Angaben zu einem Song zu editieren, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Song und wählen Sie Metadaten bearbeiten aus. Unter dem Reiter Zusammenfassung sehen Sie die Infos, die bereits zur Verfügung stehen. Das Coverbild laden Sie mit einem Rechtsklick auf das Symbol und nach Auswahl von Cover abrufen herunter. Bequemer geht es bei vielen Stücken unter dem Menüpunkt Extras / Coververwaltung mit einem Klick auf Fehlende Cover abrufen. Falls im Songordner bereits ein passendes Cover liegt, nimmt Amarok automatisch dieses. Alternativ wählen Sie aus dem Kontextmenü Cover abrufen oder Eigenes Cover hinzufügen. Für einen optimalen Cover-Download bietet es sich an, zunächst Amarok mit der Grundeinstellung Last.fm sämtliche Covers automatisch holen zu lassen, danach in die Ansicht Alben ohne Cover zu wechseln und hier die fehlenden Bilder per Rechtsklick hinzuzufügen.

Magnatune

Nicht nur iTunes, auch Amarok integriert einen Online-Musik-Anbieter. Das Angebot unterscheidet sich vom Musik-Shop von Apple. Klicken Sie auf Internet-Dienste / Magnatune.com, um die Liste mit den aktuell verfügbaren Alben zu laden. Statt bekannten Künstlern, die ihre Musik an große Labels lizenzieren, finden Sie etwa 1000 ausgewählte Alben von Künstlern, denen Magnatune eine Plattform für ihre Musik bietet. Ziehen Sie ein Album oder einen Song in die Wiedergabeliste. Sie dürfen die Songs in voller Länge kostenlos probehören (Abbildung 3). Eine kurze Ansage über die Mitgliedschaft bei Magnatune.com hören Sie am Ende jedes Songs. Wenn Ihnen ein Album gefällt, melden Sie sich bei Magnatune.com an und laden Sie das Album im gewünschten Format herunter.

Abbildung 3: Probehören bei Magnatune.com.

Auf die klassische Weise hören Sie mit Amarok Musik, in dem Sie sich selbst eine Wiedergabeliste zusammenstellen. Klicken Sie dazu im linken Fensterbereich oben links auf das blaue Verzeichnis-Symbol und wählen Sie die Musikquelle aus. Ziehen Sie die Musikstücke Ihrer Wahl in die Wiedergabeliste rechts hinüber. Unter Dateien sind Ihre Ordner auf den Datenträgern zu erreichen, zum Beispiel Musikdateien, die Sie auf einem USB-Stick oder auf einer externen Festplatte aufbewahren. Durch einen Doppelklick auf die entsprechende Datei fügt Amarok diese zum Ende der Wiedergabeliste hinzu. Kann Amarok den Titel doch nicht abspielen, haben Sie vermutlich mit Codec-Problemen zu kämpfen. Der Artikel beschreibt im Folgenden, wie Sie den MP3-Support nachrüsten.

MP3-Support

Aus rechtlichen Gründen bringt die Grundinstallation von OpenSuse keinen vollständigen Support für Mediendateien mit. Um unter OpenSuse MP3-Dateien abzuspielen, installieren Sie einige Programme aus anderen Softwarequellen nach.

Xine und Gstreamer sind Medienwiedergabeprogramme, die Ihre Arbeit im Hintergrund verrichten. Für beide gibt es Support für diverse Audio- und Videocodecs im Packman-Repository. Um dieses zu den Paketquellen hinzuzufügen, starten Sie YaST und wählen Sie Software / Software-Repositories. Hier klicken Sie auf Hinzufügen, wählen Community/Gemeinschafts-Repositories und markieren nach einem Klick auf Weiter den Packman-Eintrag.

Starten Sie eine Konsole über [Alt]+[F2] und geben Sie hier folgende zwei Befehle ein:

sudo zypper refresh
sudo zypper dup

Beim ersten Sudo-Befehl müssen Sie dazu das Root-Passwort eingeben. Der Befehl zypper dup frischt alle Paket auf, von denen es eine neue Version gibt. Nach diesem Update spielt Amarok über Xine auch MP3-Dateien ab.

Für GStreamer installieren Sie in YaST das Paket gstreamer-0_10-fluendo-mp3 und eventuell noch verschiedene gstreamer-0_10-plugins-* Pakete. Das Audio-Ausgabesystem und das Gstreamer-Backend stellen Sie unter Einstellungen / Amarok einrichten / Wiedergabe und unter Phonon Einrichten ein. Steht unter Backend Gstreamer an erster Stelle, nutzt Amarok Gstreamer für die Wiedergabe, das wiederum durch das Fluendo-Plugin auch MP3-Dateien abspielt.

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Kommentare
Super Artikel - Ergänzung erwünscht
Ulf B., Donnerstag, 10. März 2011 23:21:22
Ein/Ausklappen

Super Artikel.

Mir fehlen nur noch ein paar Sachen, die ich bisher noch nicht ganz rund aufgesetzt bekommen habe.

Zum einen habe ich einen Server (auch openSUSE) auf dem die Musikdateien liegen. Da mehrere Benutzer darauf zu greifen, wäre es schön wenn dort auch die Datenbank (idealerweise PostgreeSQL oder notfalls auch MySQL) liegen würde. Das habe ich aber nur teilweise hin bekommen, da irgendwie immer die Rechte gefehlt haben, um über das Intranet auf die Datenbank zu zugreifen.

Als zweites habe ich noch nicht Geschafft, die vorhandenen OGG und FLAC Dateien incl. aller Informationen aus Amarok incl. Cover als MP3 auf einen USB-Stick zu ziehen.

Gruß
Ulf

PS: Interessant wäre auch die vorhanden gepflegten Daten von Amarok auf einen DLNA Server zu exportieren bzw. zu importieren


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Re: Super Artikel - Ergänzung erwünscht
Marcel Hilzinger, Montag, 14. März 2011 18:23:33
Ein/Ausklappen

Für ein zentrales Setup empfiehlt sich zum Beispiel ampache http://ampache.org/ Dafür gibt es ein Extra-Modul in Amarok, um auf die Ampache-Sammlung zuzugreifen. UPnP soll Amarok laut diversen Angaben auch beherrschen, allerdings hängt es vom Server-Setup ab, ob Amarok das Musik-Share anzeigt.

Amarok kann meines Wissens keine Cover in die MP3-Dateien speichern.


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Infos zum Autor

Martin Steigerwald

Martin Steigerwald

Martin Steigerwald arbeitet als Trainer, Consultant und Systemadministrator bei der team(ix) GmbH in Nürnberg. Schwerpunkte seiner Tätigkeit sind Linux-Schulungen, die Konzeption, Installation und Wartung solider IT-Infrastruktur auf Basis von Debian Linux sowie Second Level Support für Linux als Business-Desktop bei Kunden von teamix(ix).


Marcel Hilzinger

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Marcel Hilzinger arbeitet als Redakteur für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux. Am liebsten schreibt er Artikel zu netten Gadgets oder Multimedia-Software. In seiner Freizeit spielt er gerne Kicker.

Zum Blog von Marcel Hilzinger →


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