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© Izabela Keppler, sxc.hu

Gut oder günstig?

Günstige Android-Tablets als iPad-Alternative

17.11.2010 "Was Apple kann, können wir auch", sagen sich einige chinesische Hersteller und bieten Android-Tablets für 100 bis 150 Euro an. Zu kaufen gibt es diese in der Regel jedoch nur als Direktimport. Wir testeten zwei Geräte.

Günstige Android-Geräte aus China überfluten zurzeit den Tablet-Markt. Doch was leisten die sieben bis zehn Zoll kleinen Tablets zu einem Preis von unter 200 Euro und kann man den Internethändlern überhaupt vertrauen? Wir testeten ein 7-Zoll und ein 10-Zoll-Tablet mit unterschiedlichen Resultaten.

Apad M002+

Nach dem die erste Apad-Generation aufgrund schlechter Verarbeitung, lausiger Hardware und teilweise nicht funktionierenden Touchpanels nur müde belächelt worden waren, steht mit dem iRobot m7001+ nun die 2. Generation der Android Pads aus Fernost in den Internetregalen. Wir haben das 7-Zoll-Gerät zum Preis von rund 100 Euro im cect-shop.com [1] bestellt. Kaufabwicklung und Versand verliefen problemlos.

Mit seinen 300g und der abgerundeten Rückseite aus Aluminium, die der des iPads in nichts nachsteht, liegt das iRobot gut in der Hand. Die Verarbeitung ist sauber, nichts knarzt oder wackelt. Am Gehäuse befinden sich neben den 2 Lautsprechern und den Anschlüssen für Kopfhörer und Ladegerät zudem 2 Mini-USB-Ports, ein Micro-SD-Slot und 2 Menütasten (Abbildung 1).

Abbildung 1: Bei den Anschlüssen haben die Android-Pads klar die besseren Karten.

Um das Pad zu starten muss der, dem des iPads sehr ähnliche, große schwarze Knopf auf der Gehäuse Oberseite ca. 5 Sekunden gedrückt werden bis das Linux Maskottchen Tux erscheint. Nach knapp 20, von einem hochfrequenten Piepen begleiteten, Sekunden ist das Pad betriebsbereit. Jetzt muss nur noch der Touchscreen durch drücken der linken Menütaste entsperrt werden. Im Gegensatz zu den meisten Android-Pads ist Android bereit ab Werk auf Deutsch eingestellt, was ein sofortigen Einsatz des iRobots möglich macht. Alles in allem Hinterlässt das iRobot einen guten ersten Eindruck.

Vor- und Nachteile

Das Display des iRobots enttäuscht mit schlechter Bildqualität und einer kontrastarmen und pixligen Darstellung. Bei einem Preis von knapp 100 Euro ist aber auch nicht mehr zu erwarten. Das druckempfindliche Touchpanel dagegen reagiert meist flott und flüssig auf Eingaben und lässt sich dank Android auch mit dickeren Fingern problemlos bedienen. Zwar bietet das Pad kein so hochwertiges Display wie das iPad, doch für den Alltagsgebrauch reicht die Qualität vollkommen.

Abbildung 2: Das iRobot-Pad lässt sich problemlos in einer Hand halten.

Beim Surfen im Internet macht das Pad eine sehr gute Figur: Webseiten lädt der Browser flott und stellt diese in einer guten Auflösung dar. Ins Netz gelangt man allerdings nur mit dem Integrierten WLAN-Empfänger, ein integriertes 3G-Modem gibt es nicht. Der große Pluspunkt bei Android ist die gute Einbindung von Webdiensten aus dem Hause Google wie Google Mail, Maps oder Kalender. Sie sind alle ab Werk bereits installiert und verrichten ihren Dienst auf dem iRobot tadellos. Auch der Android Market ist schon vorinstalliert. Dadurch hat man Zugriff auf mehrere Zehntausend Apps, von denen die meisten problemlos laufen, und kann so das Tablet problemlos erweitern. Googles Suchfunktion wurde auch ab Werk integriert und funktioniert tadellos. Einziger Wermutstropfen sind der fehlende Mailclient und GPS-Empfänger.

Auch in puncto Multimedia erweißt sich das iRobot mit seinen zwei integrierten Lautsprechern, dem SD Card Reader und den 2 Mini-USB-Ports in Kombination mit dem USB-Adapter, der im Lieferumfang enthalten ist, als echter Tausendsassa. Egal ob SD-Karte, USB-Stick oder externe Festplatte: Das Pad kommt mit praktisch allen mobilen Datenträgern klar und man kann von diesen direkt Inhalte abspielen oder auf das Gerät kopieren.

Das iRobot unterstützt alle gängigen Audio- und Videoformate und kommt sogar mit HD Videos in 720p klar, wenn auch etwas ruckelig. Die Klangqualität der Lautsprecher und des Kopfhöreranschlusses ist zwar nicht überwältigend, reicht aber für den gelegentlichen Musikgenuss vollkommen aus. Die integrierte Kamera eignet sich höchstens für Schnappschüsse oder Videotelefonie, wirklich gute Bilder macht sie nicht. PDFs zeigt das Gerät problemlos und dank G-Sensor auch in Hochformat an.

In unseren Tests kam das Pad auf Akkulaufzeiten bis zu 4,5 Stunden. Beim Videoplayback muss das Gerät aber spätestens nach zwei Stunden wieder an die Steckdose.

Günstig-Tablets

Moonse iRobot Apad M002+

Zenithink ZT-180

Prozessor ARM Rocket Chip 600MHZ ZT180 1GHz ARM CPU
Hauptspeicher 128 MB 256 MByte
Display Druckempfindlicher Touchscreen Druckempfindlicher Touchscreen
Auflösung 800*400 Pixel 1024*600 Pixel
Android-Version Android 1.5 Android 2.1
WLAN 802.11b/g 802.11b/g/n
Speicher 2GB + bis zu 32GB durch Micro SD Karte 2GB + bis zu 32GB durch Micro SD Karte
Zusätze Webcam 0,3 MP, Lagesensor USB-Ethernet-Adapter, Lagesensor
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Kommentare
Viele alternativen
Surf23Pad (unangemeldet), Freitag, 27. Mai 2011 06:16:33
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Viele Alternativen stehen nicht in dem Beitrag. Aber ich glaube die Leser werden sicher noch welche in den Kommentaren nennen. Ich kenne auch eine China-Alternative die wirklich erwähnenswert ist. Das Surf-Pad. Es hat Android 2.2 und einen super Touchscreen mit Multitouch und hervorragender Bildqualität! Hab mir erst vor ein paar Tagen eines gekauft und bin sehr zufrieden. Für 119€ war das ein richtiges Schnäppchen! Wer intresse hat kann ja hier mal nachschauen: http://surf-pad.eu/

Ich glaube das Surfpad ist die neueste Generation der Chinesischen Media-Tablets. Weiß jemand mehr darüber?


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???
joe (unangemeldet), Freitag, 07. Januar 2011 21:34:55
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sind diverse programme wie adobe flash und android schon vorinstalliert?


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Android 2.2
Tom (unangemeldet), Donnerstag, 16. Dezember 2010 06:06:00
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toller artikel.
kann man die software der tablets auch auf Android 2.2 updaten oder geht das nicht bzw ist riskant?

grüße


Bewertung: 124 Punkte bei 4 Stimmen.
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-
Re: Android 2.2
Dirk (unangemeldet), Mittwoch, 26. Januar 2011 08:47:11
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Hallo,
Man kann das Gerät ohne Probleme auf 2.2 Updaten. Der Performance tut es keinen Abbruch, das Display ist sauberer zu bedienen und der WLAN-Empfang ist meiner Meinung nach erheblich besser.
Was in dem Bericht vergessen wurde zu erwähnen ist die Ledertasche mit eingebauter Tastatur, die nicht nur das Gerät sicher schützt, sondern das schreiben auch deutlich vereinfacht.
Für das Geld kann ich das ZT 180 empfehlen, wenn man nicht den direkten Vergleich zum IPod erwartet.
Ich habe es direkt über China bestellt, etwa eine Woche Lieferzeit und alles gut geklappt. Auf Nachfragen wurde prompt reagiert, also rund um zufrieden :-)


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