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Linux Mint 17 veröffentlicht

Linux Mint 17 veröffentlicht

30.05.2014
Die Macher von Linux Mint haben die Version 17 veröffentlicht. Die beliebte Linux-Distribution basiert auf Ubuntu 14.04 und bringt aktualisierte Versionen der Desktop-Umgebungen Cinnamon und MATE mit. Darüber hinaus haben die Entwickler ein neues Release-Modell eingeführt.

Wie bereits angekündigt, basierten ab sofort alle Ausgaben von Linux Mint nur noch auf den Ubuntu-Versionen mit Langzeitunterstützung. Für Linux Mint 17 bedeutet dies, dass die Macher die Distribution bis 2019 pflegen wollen.

Überarbeitet haben die Macher in Linux Mint 17 den Update-Manager. Dieser soll jetzt mehr Informationen anzeigen, besser aussehen, schneller reagieren und den Anwendern nicht mehr so häufig im Weg sein. Des Weiteren kann der Driver Manager auch denn Treiber installieren, wenn keine Verbindung zum Internet besteht. Die notwendigen Pakete holt er sich in diesem Fall von den Installationsmedien. Eine leicht überarbeitete Benutzeroberfläche weist auch das Fenster für die Paketquellen (Software Sources) auf.

Des Weiteren haben die Entwicker den Login-Screen überholt. Wer mehrere Monitore betreibt, darf nun auswählen, welchen Bildschirm MDM standardmäßig verwenden soll. Die Hintergrundanimation des Standard-Themes soll ab sofort weniger Rechenzeit fressen. Anwender können zudem jetzt auch einen Benutzernamen eintippen, der nicht in der Liste aufgeführt ist.

Das neue Werkzeug „Language Settings“ ersetzt die alten Spracheinstellungen. Über das neue Tool können Nutzer die Sprache wechseln, diese systemweit anwenden und weitere Sprachen nachinstallieren. Die „Language Settings“ sind in den Desktop-Umgebungen Cinnamon, MATE und Xfce verfügbar und auf diese Weise die Spracheinstellungen vereinheitlichen.

Der Cinnamon-Desktop liegt in Version 2.2 vor. Dessen Neuerungen haben wir bereits im April ausführlich vorgestellt. Kurz zusammengefasst: Die Entwickler haben das Fenster mit den Systemeinstellungen aufgeräumt. Die Einstellungen des Bildschirmschoners und des Power-Managements sind jetzt weniger verwirrend. Datum und Zeit stellen Anwender wieder in dem alten Einstellungsfenster ein. Das Verhalten der intelligenten Bildschirmecken („Hot-Corner“) lässt sich noch detaillierter festlegen.

Alternativ können Anwender auch den MATE-Desktop einsetzen, den Linux Mint in Version 1.8 mitbringt. Dessen Logout-Dialog zeigt jetzt einen Fortschrittsbalken an. Der Bildschirmschoner präsentiert Datum und Zeit. Wer mit der mittleren Maustaste auf das Lautstärke-Applet klickt, schaltet den Ton stumm und der Window-Manager kann Fenster nebeneinander ausrichten.

Wie immer stehen Installationsmedien mit vorinstalliertem MATE und Cinnamon-Desktop in jeweils 32- und 64-Bit-Varianten bereit. Die DVD-Images haben jeweils eine Größe von etwa 1,3 GByte.

Derzeit ist die finale Version von Linux Mint 17 noch nicht offiziell angekündigt. Die DVD-Images liegen jedoch schon auf den Spiegelservern (im Unterverzeichnis stable) zum Download bereit und sind für den Einsatz freigegeben.

Update 01.06.2014: Die Macher haben das Erscheinen von Linux Mint 17 jetzt auch offiziell angekündigt, die DVD-Images sind zudem etwas bequemer direkt über die Homepage erreichbar.

Linux Mint 17 kommt mit überarbeiteten Systemeinstellungen, Update- und Driver-Manager.

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