Sand im Getriebe

Mit einigen Nvidia-Grafikkarten läuft das gesamte Verfahren allerdings noch nicht rund: Bislang verwendete Ubuntu standardmäßig den freien nv-Treiber. Dieser unterstützt jedoch kein KMS und wurde deshalb durch den besser betreuten Nouveau-Treiber ersetzt. Der erlaubt Dank Dual View zwar den Anschluss von zwei Monitoren, streikt jedoch auf gleich mehreren GeForce-Modellen und bietet zudem nur ansatzweise beschleunigte 3D-Grafik. Welche Karten mit Nouveau wann welche Probleme bereiten, verrät eine entsprechende Seite im Ubuntu-Wiki [6]. Betroffene müssen auf den "abgesicherten Grafikmodus" zurückschalten oder gleich zum proprietären Treiber von Nvidia greifen. Der liefert zwar eine beschleunigte 3D-Ausgabe, kennt aber dafür bislang noch kein KMS.

Der Assistent für proprietäre Hardwaretreiber unterbreitet Besitzern von Nvidia-Grafikkarten gleich drei verschiedene Treiber – für jede Kartengeneration einen. Entschied man sich in der Vergangenheit versehentlich für den falschen, führte dies unter Umständen zu einer unbrauchbaren grafischen Oberfläche. In Ubuntu 10.04 darf man nun das komplette Angebot parallel installieren, wenn auch immer nur einen Treiber aktivieren.

Zwitschernder Arbeitsplatz

Die Integration bekannter sozialer Netzwerke und Dienste in den Desktop schreitet im klaren Luchs weiter voran. So lassen sich Twitter und Identi.ca direkt über die Sitzungsanzeige rechts oben im Panel mit Kurznachrichten bestücken. Dahinter steckt Gwibber, dessen Unterbau erneuert wurde und eine Mehrspaltenansicht spendiert bekam, mit der man mehrere Feeds gleichzeitig im Blick behält.

Abbildung 6: Dem Dateimanager darf man jetzt auch eine zweite,

Neben diesen großen Änderungen, wurde in Ubuntu 10.04 wie immer die Software auf den aktuellen Stand gehievt. Der Linux-Kernel trägt die Versionsnummer 2.6.32, Gnome liegt in Version 2.30 bei. Letzt genannte bringt viele kleine Optimierungen mit, beispielsweise installiert Gnome jetzt Schriften mit einem Doppelklick. Nautilus-Fenster befinden sich standardmäßig im Browser-Modus und lassen sich in zwei Bereiche teilen. Damit muss man zum Kopieren per Drag-and-Drop nicht mehr zwei separate Fenster öffnen. Die Benutzerverwaltung wurde komplett umgekrempelt und ihre Bedienung vereinfacht. Der Notizklotz Tomboy synchronisiert Notizen auf Wunsch automatisch, in die Zwischenablage kopierte Texte behalten beim Einfügen in eine andere Anwendung ihre (HTML-) Formatierungen. Gnome 2.30 ist die voraussichtlich letzte Version vor dem runderneuerten Gnome 3, das mit einer vollkommen neuen Oberfläche, der Gnome Shell, aufwarten wird.

Abbildung 7: Der Netbook-Variante von Ubuntu wurde ebenfalls eine optimierte Oberfläche zuteil.

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Kommentare
Wo genau liegt das Problem?
Sgt.Rian (unangemeldet), Mittwoch, 07. April 2010 10:30:17
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Entschuldige bitte aber ich kann nicht verstehen wo genau der Widerspruch bestehen soll. Ubuntu ist weiterhin kostenlos erhältlich und auch wenn jedes Ordnerfenster mit einem Pop-Up von Yahoo (Gott bewahre) versehen werden würde wäre das System weiterhin kostenlos und könnte weiterhin "... von Menschen in ihrer regionalen Sprache und trotz eventueller Behinderungen benutzt werden..."

Bisher hat es noch keine übermäßigen Ausmaße angenommen. Suchen wir eben per Yahoo und spülen ein bisschen Geld in die Entwicklung von Ubuntu. Es kann mir nur recht sein, kann ich weiterhin für lau mit einem kompletten Betriebssystem arbeiten.

... und wenn die Kommerzialisierung zu weit geht werden sich irgendwo auf der Welt ein paar Jungs zusammenrotten und ein freieres Ubuntu-Derivat entwickeln. Die Sourcen sind und bleiben ja vermutlich frei.

Cheers,
euer Sergant


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Was spricht denn gegen Kommerzialisierung???
dominik (unangemeldet), Dienstag, 06. April 2010 16:12:03
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Also ich verstehe die Leute nicht, die bei Ubuntu etwas gegen die Kommerzialisierung haben. Mark Shuttleworth steckt seit Jahren Millionen in die Ubuntu Entwicklung und die Leute denken, dass das ewig so weiter gehen soll???
Irgendwann soll sich Ubuntu ja selber finanzieren, und anders wir das ja wohl nicht gehen.
Dann sollen sich die Personen doch eine andere Distribution aussuchen und nicht meckern...


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Re: Was spricht denn gegen Kommerzialisierung???
peterf (unangemeldet), Dienstag, 06. April 2010 18:36:50
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Ich glaube, die sind einfach nur neidisch auf Ubuntu. Ich finde, Canonical macht das toll. Endlich eine gute und brauchbare Linux-Distribution! Weiter so!


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Re: Was spricht denn gegen Kommerzialisierung???
booder (unangemeldet), Dienstag, 06. April 2010 21:18:44
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so ein schwachsinn. klick mal auf system->info zu ubuntu. lies dir das mal durch. eine kommerzialisierung würde gegen die grundlegenden ziele von ubuntu verstoßen. hier ein kleiner auszug:

Die Ubuntu-Gemeinschaft stützt sich auf die Ideale der Ubuntu-Philosophie: Software sollte gebührenfrei erhältlich sein, Software-Werkzeuge sollten von Menschen in ihrer regionalen Sprache und trotz eventueller Behinderungen benutzt werden können, und Menschen sollten die Freiheit haben, die Software ihren Bedürfnissen anzupassen oder in irgendeiner Art zu verändern.


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Re: Was spricht denn gegen Kommerzialisierung???
MarKre (unangemeldet), Mittwoch, 07. April 2010 10:31:57
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Ubuntu an sich wird nicht kommerzialisiert, das hat Mark mehrfach wiederholt. Canonical, die Firma hinter Ubuntu und Geldgeber will mit Zusatzdiensten wie bsw. Ubuntu One, der Anpassung des Software Centers und der Einbindung eines kommerziellen Musik-Dienstes in Rhytmbox zusätzlich ein paar Euro verdienen. Canonical verdient auch seine Brötchen mit dem Support von Ubuntu. Mit diesen Möglichkeiten läßt sich auch mit Linux Geld verdienen, und wer hier sagt, dass die "unanständig" wäre, der stelle sich bitte vor, er geht arbeiten ohne einen Cent zu verdienen...

Canonical - weiter so!

MarKre


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