Hungerkur

Da die CD-Variante von Ubuntu schon in der Vorversion aus allen Nähten platzte, schmissen die Entwickler einige große, wenig benutzte Programme über Bord. Prominentestes Beispiel ist das Grafikprogramm GIMP. Seine Aufgaben übernimmt F-Spot, eigentlich eine Fotoverwaltungen. Ihre Bildbearbeitungsfunktionen reichen zwar nicht an den Funktionsumfang von GIMP heran, dafür kommen Einsteiger mit ihr besser und schneller zurecht. Als Neuzuzüger findet sich hingegen das Videoschnitt-Programm PiTiVi in der Standardinstallation.

Abbildung 4: Das Software-Center wurde um zusätzliche Kategorien erweitert.

Wichtige beziehungsweise empfohlene Anwendungen, die keinen Platz mehr auf der CD beziehungsweise DVD gefunden haben, spendiert das mit Karmic Koala eingeführte Software-Center immerhin eine eigene Kategorie namens Featured Applications. So lassen sich vermisste Programme wie GIMP, Abiword und Blender schnell nachholen. Ebenfalls neu ist die Kategorie Canonical Partner, in der zur Zeit nur Adobe seinen proprietären Reader nebst Flash-Plugin kredenzt.

Kickstart

Der als Vermittler zwischen Hardware und Anwendungen fungierende Hardware Abstraction Layer, kurz HAL, weicht dem flexibleren Nachfolger DeviceKit. Mit ihm soll auch gleichzeitig der Startvorgang schneller ablaufen und Ubuntu fixer aus dem Energiesparmodus erwachen.

Abbildung 5: Dieser Bildschirm überdeckt in Ubuntu 10.04 das eigentliche Bootmenü der Live-CD. Wer nicht in einem englischen Desktop landen möchte, muss hier schnell eine Taste drücken.

Apropros Startvorgang: Dieser wurde weiter optimiert und verändert. Um den hübschen Bootscreen kümmert sich Plymouth, das ursprünglich schon in Ubuntu 9.10 das alte Usplash-System ablösen sollte. Bei Intel, AMD/ATI und Nvidia-Grafikkarten kommt das so genannte Kernel Mode Setting, kurz KMS, zum Einsatz. Dabei stellt der Linux-Kernel bereits beim Booten die richtige Bildschirmauflösung ein. KMS sorgt so für einen flackerfreien Betriebssystemstart, einen schnelleren Benutzerwechsel und ein flotteres Aufwachen aus einem Stromsparmodus. So startet Ubuntu 10.04 auf einem Netbook in rund 15 Sekunden durch (mit konventioneller Festplatte), der Shutdown oder Suspend dauert kaum zwei Sekunden.

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Kommentare
Wo genau liegt das Problem?
Sgt.Rian (unangemeldet), Mittwoch, 07. April 2010 10:30:17
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Entschuldige bitte aber ich kann nicht verstehen wo genau der Widerspruch bestehen soll. Ubuntu ist weiterhin kostenlos erhältlich und auch wenn jedes Ordnerfenster mit einem Pop-Up von Yahoo (Gott bewahre) versehen werden würde wäre das System weiterhin kostenlos und könnte weiterhin "... von Menschen in ihrer regionalen Sprache und trotz eventueller Behinderungen benutzt werden..."

Bisher hat es noch keine übermäßigen Ausmaße angenommen. Suchen wir eben per Yahoo und spülen ein bisschen Geld in die Entwicklung von Ubuntu. Es kann mir nur recht sein, kann ich weiterhin für lau mit einem kompletten Betriebssystem arbeiten.

... und wenn die Kommerzialisierung zu weit geht werden sich irgendwo auf der Welt ein paar Jungs zusammenrotten und ein freieres Ubuntu-Derivat entwickeln. Die Sourcen sind und bleiben ja vermutlich frei.

Cheers,
euer Sergant


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Was spricht denn gegen Kommerzialisierung???
dominik (unangemeldet), Dienstag, 06. April 2010 16:12:03
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Also ich verstehe die Leute nicht, die bei Ubuntu etwas gegen die Kommerzialisierung haben. Mark Shuttleworth steckt seit Jahren Millionen in die Ubuntu Entwicklung und die Leute denken, dass das ewig so weiter gehen soll???
Irgendwann soll sich Ubuntu ja selber finanzieren, und anders wir das ja wohl nicht gehen.
Dann sollen sich die Personen doch eine andere Distribution aussuchen und nicht meckern...


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Re: Was spricht denn gegen Kommerzialisierung???
peterf (unangemeldet), Dienstag, 06. April 2010 18:36:50
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Ich glaube, die sind einfach nur neidisch auf Ubuntu. Ich finde, Canonical macht das toll. Endlich eine gute und brauchbare Linux-Distribution! Weiter so!


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Re: Was spricht denn gegen Kommerzialisierung???
booder (unangemeldet), Dienstag, 06. April 2010 21:18:44
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so ein schwachsinn. klick mal auf system->info zu ubuntu. lies dir das mal durch. eine kommerzialisierung würde gegen die grundlegenden ziele von ubuntu verstoßen. hier ein kleiner auszug:

Die Ubuntu-Gemeinschaft stützt sich auf die Ideale der Ubuntu-Philosophie: Software sollte gebührenfrei erhältlich sein, Software-Werkzeuge sollten von Menschen in ihrer regionalen Sprache und trotz eventueller Behinderungen benutzt werden können, und Menschen sollten die Freiheit haben, die Software ihren Bedürfnissen anzupassen oder in irgendeiner Art zu verändern.


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Re: Was spricht denn gegen Kommerzialisierung???
MarKre (unangemeldet), Mittwoch, 07. April 2010 10:31:57
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Ubuntu an sich wird nicht kommerzialisiert, das hat Mark mehrfach wiederholt. Canonical, die Firma hinter Ubuntu und Geldgeber will mit Zusatzdiensten wie bsw. Ubuntu One, der Anpassung des Software Centers und der Einbindung eines kommerziellen Musik-Dienstes in Rhytmbox zusätzlich ein paar Euro verdienen. Canonical verdient auch seine Brötchen mit dem Support von Ubuntu. Mit diesen Möglichkeiten läßt sich auch mit Linux Geld verdienen, und wer hier sagt, dass die "unanständig" wäre, der stelle sich bitte vor, er geht arbeiten ohne einen Cent zu verdienen...

Canonical - weiter so!

MarKre


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