Neue Schnittstelle

Lightworks 11.5 veröffentlicht

Lightworks 11.5 veröffentlicht

30.01.2014
Nach rund drei Jahren Entwicklungszeit hat der Entwickler EditShare die erste Version von Lightworks für Linux veröffentlicht. Das Videoschnittprogramm richtet sich vor allem an professionelle Filmer.

Lightworks für Linux bietet den gleichen Funktionsumfang wie die bereits erhältliche Windows-Version, setzt aber zwingend ein 64-Bit-Linux voraus – die Windows-Version gibt es auch in einer 32-Bit-Variante. EditShare stellt das Videoschnittprogramm in einem fertigen DEB- und RPM-Paket zum Download bereit. Geeicht ist das DEB-Paket auf aktuelle Ubuntu-basierte Distributionen, das RPM-Pendant auf Fedora ab Version 18. Ursprünglich hatte EditShare auch eine Open-Source-Version versprochen, vom Quellcode ist jedoch bislang noch nichts zu sehen.

Die Version 11.5 gibt es in einer kostenlosen und einer kommerziellen Pro-Version. Letztgenannte unterstützt vor allem einige weitere proprietäre Videoformate, bietet Team-Funktionen und erlaubt die Ausgabe von 3D-Videos. Des Weiteren kann nur die kommerzielle Version DVDs und BluRays erzeugen, die kostenlose Fassung exportiert lediglich Videos im H.264-Format bis zu einer Auflösung von maximal 1280 mal 720 Pixeln. Immerhin kann die Software diese direkt auf YouTube hochladen. Eine Liste mit allen Unterschieden zwischen den beiden Ausgaben findet sich auf der Lightworks-Homepage. Um das kostenlose Lightworks nutzen zu können, muss man sich bei EditShare registrieren und dann die Schnittsoftware einmalig aktivieren. Die kommerzielle Fassung ist für knapp 215 Euro zu haben, alternativ lässt sich Lightworks auch mieten.

Lightworks kam in der Vergangenheit bei zahlreichen bekannten Hollywood-Filmen zum Einsatz, darunter „Die Truman Show“, „Notting Hill“ und „The King's Speech“. Die Software verlangt aufgrund ihrer komplexen Benutzeroberfläche eine längere Einarbeitungszeit und setzt einen recht potenten Rechner voraus. Hersteller EditShare empfiehlt gleich zwei Monitore, mindestens 3 GByte Hauptspeicher sowie eine Grafikkarte mit 1GByte Hauptspeicher und aktivierter OpenGL-Beschleunigung.

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