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Kurztest: Zusätzliche Anwendungen ohne Market auf dem WeTab installieren

Apps auch ohne Market

Die Entwickler des WeTab mühen sich redlich, den noch ziemlich leeren Market mit den versprochenen Apps zu füllen. Bis es soweit ist, bietet das Portablelinuxapps-Projekt eine echte Alternative.

Den Unmut vieler Nutzer zog Neofonie damit auf sich, dass es bisher kaum Zusatzapplikationen für das Tablet im Market bereitstellt, was den vermeintlichen Nutzwert des Geräts deutlich reduziert. Viele Anwender offenbar übersehen: Letztendlich läuft auf dem Tablet ein ganz normales Linux-System, das entsprechend auch native Linux-Programme startet (Meego basiert auf der Linux-Distribution Fedora). Eine ganze Reihe davon bietet das Projekt PortableLinuxApps [1] als statisch kompilierte Binaries zum Download an. Die interessantesten davon haben wir für Sie auf dem WeTab getestet.

Um die Apps zu nutzen, genügt es, sie auf einen USB-Stick zu ziehen, den Sie danach am WeTab anschließen. Diesen mountet das Tablet automatisch im Heimatverzeichnis des Users mit dem Gerätenamen des Sticks. Der Start der Programme erfolgt ausschließlich über die Konsole per ./programmname. Ein Doppeltip im Dateimanager öffnet sie derzeit nicht.

Zwar verfügt WeTab von Hause aus über eine gute Codec-Ausstattung, hakt es dann doch einmal, hilft garantiert der VLC-Player 1.1.1 weiter, der so gut wie alle aktuellen Medienformate unterstützt.

Abbildung 1: Mit dem Video Lan Client lösen Sie Codec-Probleme im Nu.

Zur Analyse des des Netzwerks gilt seit Langem Wireshark als brauchbares Werkzeug. Die zum Download angebotene Version 1.2.2 läuft (mit Root-Rechten) auch ohne Probleme auf dem WeTab. Ebenso verhält es sich mit dem Emule-Client aMule 2.2.6.

Abbildung 2: Mal schauen, welche WLAN-Zugänge sich so in der nahen Umgebung befinden…

Möchten Sie mit dem WeTab nicht nur Musik hören, sondern diese auch bearbeiten, steht Ihnen Audacity 1.3.9 zur Seite: Um auf eigene Daten zuzugreifen nutzen Sie Dropbox 0.7.10. Auch das Fernwartungsprogramm Teamviewer verrichtet auf dem WeTab seine Dienste. Systembedingt kommt es bei der Arbeit damit aber zu Einschränkungen. So können Sie zwar problemlos remote auf das Tablet zugreifen, es mit der Maus zu bedienen funktioniert jedoch nicht. Eine andere Art der Fernwartung bietet der komfortable SSH-Client Putty, der ebenfalls problemlos auf dem Flachmann startete. Wer am Windows-Live-Network teilnehmen möchte, der findet mit Emesene das richtige Programm dafür.

Abbildung 3: Das WeTab eignet sich auch als Audioschnitt-Rechner.
Abbildung 4: Auch auf Dropbox müssen Sie nicht verzichten.

Fortsetzung folgt…

Folgende der getesteten Programme verweigerten ihren Dienst auf dem WeTab: Gimp, Mplayer, NX-Client. Wer über die nötigen Linux-Kenntnisse verfügt kann sie jedoch durch entsprechende Fedora-Pakete ersetzen.

Die kommende Ausgabe des LinuxUser enthält einen ausführlichen Test des WeTabs. Darüber hinaus finden Leser der Media-Ausgabe alle von PortableLinuxApps zur Verfügung gestellten Programme auf der Heft-DVD.

Infos

[1] PortableLinuxApps: http://portablelinuxapps.org/

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Kommentare
Alles keine Tablet Apps
anonymerFeigling (unangemeldet), Dienstag, 28. September 2010 17:07:45
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Es ist ja schön dass man da Wireshark oder audacity installieren kann ich bezweifle jedoch den Nutzen davon. Es sind Desktop "Apps" die in keinster weise auch nur annähernd mit einem Multitouch tablet gut bedienbar sind. Wer damit eine audiodatei ohne externe Maus oder Keyboard genau geschnitten bekommt soll sich bitte melden :D


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Re: Alles keine Tablet Apps
Thomas Leichtenstern, Dienstag, 28. September 2010 17:32:34
Ein/Ausklappen

Natürlich sind sie das nicht - unabhängig davon lassen sich die vorgestellten Apps auch via Touchpad überraschend gut bedienen.

Vielleicht mag es tatsächlich schwierig sein, eine Audiodatei genau zu trimmen, das Bedienen, beispielsweise von Wireshark, bereitete andererseits keinerlei Probleme.
Probiers einfach mal aus, und berichte, wie es bei Dir in der Praxis klappt.



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