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Kurztest: Zentyal -- SBS Linux Server, bedienerfreundlich und ressourcensparend

Die EBOX ist erwachsen geworden

Kurztest: Zentyal -- SBS Linux Server, bedienerfreundlich und ressourcensparend

01.10.2010 Der Linux Server EBOX hat ein neues Major Release Update bekommen. In regem Austausch und der Zusammenarbeit mit der Community ist so eine Software entstanden die im Unternehmensalltag heran reifte und hoffentlich viele Benutzer erfreuen wird.

Früher bastelte sich der Linuxadmin seinen Homeserver gerne mal selber. Ordentlich aus den Paketquellen und mit Hilfe eines Editors wurde die *.config Dateien angepasst. Das dauerte, und bei Änderungen wurden meist 3 bis 4 Arbeitsschritte notwendig, inklusive des Neustart eines Dienstes der gerade verändert wurde. Für routinierte Admins kein Thema. Aber für den normalen Linux Anwender eine Hürde. Ab und zu griff der Mensch später dann zu Webmin [1]. Ein einfaches, schnörkelloses Tool um seine Server mit Routinearbeiten zu verwalten. Oder schnell mal einen Dienst in der Standard Konfiguration zu installieren und zu starten. Über die Jahre gab es so etwas dann auch im Bereich der Webserver. Ich mache hier jetzt aber keine Werbung für solche Tools machen. „In the Wild“ sollten diese mit äußerster Vorsicht eingesetzt werden.!!!

ZENTYAL Bootsplash

Small Business – Small Hardware

Schon weit über ein Jahr wächst im Stand Allone Server Markt, gerade im Klein und Mittelständischen Unternehmensbereich eine Software heran die es mit dem marktführenden Softwareriesen locker! Aufnehmen kann. Die EBOX – Ein Server mit Netzwerklaufwerke(n), Druckerserver oder Internetrouter mit Firewall „Out of the Box“ - Das ganze bequem und sicher über eine https verschlüsselte Verbindung von überall aus Ihrem LAN erreichbar. Einfach via Browser. Und dazu muss nicht unbedingt ein Rechenzentrum angeschafft werden. Auch die Typischen Stromfressenden Boliden anderer Hersteller, mit vorinstallierter Closed Source haben ausgedient. Ich muss nicht 100% Dienste und Dämonen laufen lassen, wenn ich nur 50% der Softwarefunktionalität benötige.

ZENTYAL Login

Wie schon das Linux-Magazin berichtete [2] ist seit dem 1.September nun das Major Release mit dem neuen Namen ZENTYAL zum Download bereit. In der Zwischenzeit steht sogar schon die Version 2.0.2 online. Die Kinderkrankheiten sind also weitgehend auskuriert.

Trotz der gestiegenen Hardware Anforderungen habe ich meinen Zentyal auf einem Intel(R) Celeron(R) CPU 2.53GHz mit 512 MB RAM installiert. Daran arbeiten aber nur höchsten 5 Clients. Und es sind nicht alle Dienste die ZENTAYL anbietet im Netz verfügbar. Ein Dienst lässt sich aber „auf Knopfdruck“ ganz einfach hinzufügen oder auch wieder Abschalten. Die Bildschirmfotos habe ich von einer Virtuellen Maschine gemacht. Hier teste ich alle Module erst einmal. Wenn Email, Groupware und Antivir gemeinsam laufen sollten aber schon ordentlich CPU und RAM zur Verfügung stehen. Detailtiere Informationen hierzu gibt der Hersteller auf seiner Webseite.

ZENTYAL ist ein SBS (Small Business Server) mit folgenden Features (Auszug):

  • Firewall and routing
  • Network infrastructure
  • VPN support
  • HTTP Proxy
  • Intrusion Detection System
  • Mail Server
  • Webmail
  • Webserver
  • Workgroup
  • Groupware: calendar, address book, contacts, etc.
  • VoIP server
  • Reporting and monitoring

Die vollständige Liste finden Sie unter [3]. Ein weiteres neues Schmankerl ist der Kommerzielle Support sowie die Möglichkeit diverse Services zusätzlich in Anspruch zu nehmen. Beispielsweise die Sicherung der Serverdaten auf eine ZENTYAL eigenen Cloud. [4] oder das VPN mit dem ich alle ZENTYAL Server auch via Internet steuern und warten kann.

ZENTYAL Features

Alte Bekannte - Treffen sich wieder.....

Der ZENTYAL SBS basiert auf einem UBUNTU Server System (10.04 LTS) [5] und ist in Pearl geschrieben. Für Consolenfreaks liegt alles wie gewohnt weiterhin unter /etc/ebox/$Dienstname zum bearbeiten auf der Shell bereit. Debianer werden sich also gut zurecht finden. Da ZENTYAL nun mit dem LXDE [8] Windowmanager einher kommt kann man auch ganz bequem via VNC sich den Desktop im Netzwerk auf jede beliebige Maschine holen.

Die Navigation durch den Browser wird auch dem ungeübten Benutzer entgegen kommen. Und auf einer Übersichtsseite sind die Wichtigsten Informationen zusammen gestellt. Diese Übersicht Seite erscheint immer nach dem Login.

Einige Dienste lassen sich auf Knopfdruck starten und Stoppen. Auch das Hinzufügen eines neuen Benutzers oder einer Virtuellen Domain für das Lokale Netzwerk werden in einer Komfortablen Maske vorgenommen die alle notwendigen Einträge abfragt und nach erfolgreicher Konfiguration ggf. den Dienst neu startet.

Der Server kann Nachrichten via Jabber Protokoll oder auch als RSS Feed ausliefern. So sind sie immer "Up to Date" was ihren Server betrifft. Ein Automatisches VPN in die ZENTYAL Cloud ist als Basis Kostenfrei. Damit können Sie aber nur prüfen ob der Server Online ist. Weitere Serviceleistungen sind Kostenpflichtig.

ZENTYAL Uebersicht

Seit dem neuen Major Release ist auch eGroupware [6] und Zarafa [7] mit im ZENTYAL Boot. Die Einrichtung erfordert nur wenige Mausklicks. Und schon steht Ihnen eine Kollaborationsplattform und ein E-Mail-Server bereit.

Aber Achtung, nicht für alle Module gibt auch ZENTYAL Support. Näheres gibt es auf der Webseite, oder im Installationsdialog des Server.

ZENTYAL Sicherung

Die Hersteller haben auch schon Video Tutorien online gestellt. Jedoch sollte man sich ausgiebig mit der Dokumentation vertraut machen. [9] Aber auch die Einschlägigen Kanäle wie Mailinglisten oder Foren werden rege genutzt. Viel Spaß beim Ausprobieren wünscht

Michael Kappes (Majestyx)

LINKS

[1] http://www.webmin.com/

[2] http://www.linux-magazin.de/NEWS/Zentyal-Neuer-Name-fuer-E-Box?category=0

[3] http://trac.zentyal.org/wiki/Features

[4] https://store.zentyal.com/serversubscriptions/subscription-enterprise.html

[5] http://www.ubuntu.com/server

[6] http://www.egroupware.org/

[7] http://www.zarafaserver.de/inhalt/home

[8] http://lxde.org/

[9] http://trac.ebox-platform.com/wiki/Screencasts

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Kommentare
Pearl kenn ich nicht
Armin Geyer (unangemeldet), Dienstag, 02. August 2011 11:04:05
Ein/Ausklappen

Die verwendete Programmiersprache heißt wohl Perl...


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Infos zum Autor

Michael a/k/a majestyx

Michael (Majestyx) Kappes

Inhaber einer kleinen IT Firma, arbeitet seit über 10 Jahren mit Freier Software.
(http://glx-consult.com)

Aktives Mitglied der FSFE Berlin (Fellow)
(http://blogs.fsfe.org/majestyx/)

Die meisten Wege legt er zu Fuß, per Rad oder Öffentlichen Verkehrsmitteln zurück. Sein Interesse gilt ins besonders der gegenseitigen Beeinflussung von Sozialen und gesellschaftspolitischen Bereichen auf und von Freier Software.

Zum Blog von Michael (Majestyx) Kappes →


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