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Kurztest: Android "Honeycomb"

Android zeigt seinen Stachel

Nach vielen Gerüchten und ein paar Demovideos steht Android 3.0 alias "Honeycomb" seit gestern in einer Vorab-Version zum Download bereit. Wir haben uns das neue Linux-System von Google angeschaut.

Die neue Android-Version "Honeycomb" [1] richtet sich in erster Linie an Tablets bzw. Geräte mit großem Bildschirm. Google hat dafür eine komplett neue grafische Oberfläche programmiert. Der Unterbau stammt vermutlich von "Froyo", zumindest legt das der benutzte Kernel 2.6.29 nahe, der nicht mehr der jüngste ist und der auch in Android 2.0 zum Einsatz kommt.

Abbildung 1: Honeycomb setzt auf die gleiche Kernelversion 2.6.29 wie Android 2.0 "Froyo".

Neu und doch vertraut

Bei den geplanten Tablets wollen die Hersteller weitgehend auf zusätzliche Hardwaretasten verzichten. Die Bedienung von Android 3.0 erfolgt deshalb über den System Bar. So heißt das Panel am unteren Bildschrimrand. Ein zweites Panel befindet sich am oberen Rand. Ein Klick auf das Plus-Symbol in der oberen rechten Ecke öffnet den Widget-Bildschirm. Auch das Kontextmenü befindet sich neu rechts oben, wo auf dem Home-Screen das Pluszeichen zu sehen ist (siehe weitere Screenshots).

Neu in Android 3.0 ist eine Art Multitasking-Manager, über den man bequem zwischen den einzelnen geöffneten Apps wechseln kann. Neben diesen optisch auffälligen Änderungen kommt Honeycomb mit einem neuen Browser, der auch Tabs unterstützt. In den Tests mit dem aktuellen SDK stürzte dieser jedoch reproduzierbar ab.

Abbildung 2: Per Klick auf das Icon rechts vom Home-Symbol starten man den Multitasking-Manager.

Auch den E-Mail-Client und die meisten Multimediaprogramme hat Google für Honeycomb angepasst. Auffällig dabei ist das helle Design für Produktive Anwendungen wie E-Mail und Kontakte. Eine Liste sämtlicher Neuerungen findet sich auf den Android-Entwicklerseiten [2].

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Kommentare
Hardwarebeschleunigung?
Daniel Kottmair, Montag, 31. Januar 2011 11:36:29
Ein/Ausklappen

Einer der größten Kritikpunkte an Android ist ja, dass die GPU zur flüssigen Darstellung der GUI (Scrollen, Zoomen etc) bei den meisten Geräten nicht genutzt wird, was oft zu hakeliger Bedienung und ruckelndem Scrollen führt.

Soweit mir bekannt haben nur einzelne Hersteller (z.B. Samsung im Galaxy S/Tab) ihr Android so angepasst, dass das funktioniert, weswegen diese Geräte allgemein als äußerst reaktionsfreudig bekannt und beliebt sind.

Es wäre also äußerst sinnvoll, wenn's dazu von Google standardmäßig (z.B. eben in Honeycomb?) ne Anpassung für die Handvoll Grafikchips gäbe, die in Android-Geräten verbaut werden (gibt's noch was außer PowerVR MBX/SGX, Qualcomm Adreno und Nvidia Tegra, jeweils in geringfügigen Variationen?). Wenn kein unterstützter Grafikchip gefunden wird, kann man ja immer noch wie bisher alles über die GPU stemmen - Quasi wie ein VESA-Modus für Android-Geräte! ;-)


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