Das Spiel zum Wochenende: Galcon Fusion

Das Spiel zum Wochenende: Galcon Fusion

Krieg der Sterne

Im Echtzeitstrategiespiel Galcon Fusion erobert man den Weltraum mit Schwärmen aus kleinen Raumschiffen. Die kurzweilige Jagd auf die gegnerischen Planeten gewann 2009 sogar einen Preis beim Independent Game Festival.

Wie schön wäre es, alleiniger Herrscher der Galaxis zu sein. Dummerweise besitzt man zu Beginn von Galcon Fusion nur einen kleinen Teil der Planeten. Diese produzieren immerhin unablässig neue Raumschiffe, die man per Mausklick auf einen Planeten des Gegner hetzt. Wurden auf diese Weise alle dort stationierten Raumschiffe eliminiert, geht der Himmelskörper in den eigenen Besitz über – und produziert ab sofort für die eigene Flotte. Auf die gleiche Weise besetzt man neutrale Planeten.

Die Geschwindigkeit, in der die Planeten Nachschub fabrizieren, hängt von ihrer jeweiligen Größe ab. Es kann daher vorteilhaft sein, zunächst die umliegenden, neutralen Himmelskörper zu besetzen, bevor man zum Angriff auf den Gegner bläst. Die Anzahl der attackierenden Schiffe will ebenfalls gut überlegt sein: Schickt man mehr Raumschiffe los, nimmt man vielleicht den dicken Planeten schneller ein, dafür bleiben weniger für die Verteidigung zurück.

Risiko auf Speed

Die Partien in Galcon Fusion laufen extrem rasant ab. Noch während die ersten Raumschiffe Richtung Gegner fliegen, schickt man bereits die nächste Flotte auf Reisen. In Spitzenzeiten düsen mehr als 3000 Flugkörper über den Schirm. Duelle gegen bis zu vier menschliche Spieler erfordern die volle Konzentration und schnelle strategische Entscheidungen.

Für Abwechslung sollen acht verschiedene Spielmodi sorgen, die das Spielprinzip jeweils leicht modifizieren. So kreisen in der Billard-Variante die Planeten in Umlaufbahnen, während in Stealth die Raumschiffe der jeweiligen Gegner unsichtbar sind.

Den kenn’ ich doch

Galcon Fusion ist ein weiterer Nachfolger der Galcon-Reihe, die insbesondere auf dem iPhone Erfolge feierte. Standardmäßig kostet der kurzweilige Spaß 9.99 Dollar, eine Testversion steht auf der Galcom Fusion Homepage bereit. Dessen Archiv muss man lediglich entpacken und die Datei run_me starten.

Obwohl das Spiel ausschließlich eine karge, zweidimensionale Ansicht des Weltalls präsentiert, setzt es unter Linux eine aktivierte 3D-Grafikkarte voraus. Die Bedienung ist simpel: Mit einem Mausklick markiert man einen Planeten und dann das Ziel. Mehrere Himmelskörper gleichzeitig befiehlt man, in dem man mit der Maus einen Kasten um sie aufzieht. Eine Zahl auf den Planeten verrät die jeweils dort stationierten Raumschiffe. Das Mausrad stellt ein, welcher Prozentsatz der derzeit verfügbaren Schiffe angreifen soll.

Die Testversion enthält ausschließlich den Classic-Modus, die in Fusion neu hinzugekommenen sieben Spielvarianten, sowie die verschiedenen Mehrspielermodi bleiben der zahlenden Kundschaft vorbehalten. Farbenblinde Spieler dürfen dem Weltall eine für sie angenehmere Farbpalette überstülpen.

Fazit

Galcon Fusion konzentriert sich auf die grundlegenden Elemente eines Strategiespiels. Hier gibt es kein Basisbau, kein umständliches Ressourcenmanagement, kein langwieriges Aufrüsten der Raumschiffe. Diese Einfachheit ist Segen und Fluch zugleich: So wird das Spiel nach einer Weile äußerst monoton. Dennoch erzeugt es einen hohen Suchtfaktor, der einen immer mal wieder eine Runde wagen lässt. Die hohe Spielgeschwindigkeit sorgt insbesondere in Mehrspielerpartien für einen ständig ansteigenden Adrenalinpegel und feuchte Hände. Der Preis ist allerdings für das Gebotene zu hoch.

Galcon Fusion

Bezugsquelle: http://www.galcon.com/fusion/
Entwickler: Phil Hassey
Lizenz: Kommerziell
Preis: 9,99 Dollar
Voraussetzungen: Aktuelle Linux-Distribution mit aktivierter 3D-Grafik
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