Selbstzerstörung

Kali Linux erhält Zerstörungsmechanismus für Notfälle

Kali Linux erhält Zerstörungsmechanismus für Notfälle

07.01.2014
Die Macher der Distribution Kali Linux experimentieren mit einem Selbstzerstörungsmechanismus. Im Notfall sollen Anwender mit einem speziellen Passwort die Daten auf der Festplatte komplett unbrauchbar machen können.

Die Distribution Kali Linux verschlüsselt auf Wunsch schon bei der Installation die Festplatte mittels LVM und LUKS. Beim Start müssen Anwender dann ein Passwort eingeben, mit denen das System die Daten transparent entschlüsselt.

Die Kali-Linux-Entwickler haben jetzt das Verwaltungsprogramm Cryptsetup so erweitert, dass man ein spezielles „Zerstörungspasswort“ hinterlegen kann. Gibt man dieses anstelle des normalen Passworts beim Systemstart ein, löscht Kali Linux alle Key-Slots auf der Festplatte. In der Folge lassen sich die Daten nicht mehr entschlüsseln, auf der Festplatte liegt nur noch Datenmüll. Die Änderungen an Cryptsetup sind auf GitHub zu bewundern und gehen auf einen etwas älteren Patch von Jürgen Pabel zurück.

Bevor die Macher von Kali Linux das angepasste Cryptsetup in ihre Distribution übernehmen, bitten sie ihre Nutzer um ihre Meinung. Dazu haben sie auf der Kali-Linux-Homepage eine Umfrage eingerichtet. Dort finden sich auch weitere Informationen zum Selbstzerstörungsmechanismus.

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Kommentare
Sinnvolle Lösung
L.B. (unangemeldet), Dienstag, 06. Mai 2014 01:29:56
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Hey,
die funktion an sich wäre sinnvoll hätte juristisch aber das problem dass man beweismaterial vernichtet hat und das auch noch einwandtfrei nachweisbar wäre... sinn voll wär ein fake screen ala "passwort: wiederholen sie das passwort" und dann eine zweite, wie hier beschriebene ebene zu designen. der witz könnte sein zum entschlüseln des keys zwei verschiedene passwörter zu brauchen... wird wie verlangt das erte passwort zweimal eingegeben.... gutmann-overkill... da zwei passwörter benötigt werden ist der key mit einem passwort nutzlos... und versehendlich zweimal das selbe passwort einzugeben kann passen.... natürlich muss der patch selber auch überschrieben werden... wieder 35-mal


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ein netter gimmick, mehr nicht
tom (unangemeldet), Mittwoch, 08. Januar 2014 08:36:50
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die Ermittlungsbehörden arbeiten immer nur mit 1:1 kopien der orginal datenträger, insofern bringt das ganze relativ wenig.


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Re: ein netter gimmick, mehr nicht
Kai (unangemeldet), Mittwoch, 08. Januar 2014 10:29:50
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Warum sollte das nichts bringen? Auf der/den Festplatten bleibt nur Datenmüll zurück. Wenn jemand also die Festplatten ausliest, sieht er wiederum nur Datenmüll. Eine Entschlüsselung dieses Mülls ist nachträglich nicht mehr möglich.

Die Frage ist nur, ob der Besitzer des Computers das Passwort absetzen kann, bevor dieser jemand die Festplatten in die Finger bekommt.


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Re: ein netter gimmick, mehr nicht
Rene (unangemeldet), Mittwoch, 05. März 2014 07:40:30
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Gängiges Szenario:
Du bist Filesharer, PC wird beschlagnahmt, die Polizei wird dich auf jeden Fall nach dem Passwort fragen (du musst es ja nicht heraussgeben) aber in dem Fall: Ja, gib es ihnen. Genau das. ^^


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Re: ein netter gimmick, mehr nicht
Jörgen (unangemeldet), Dienstag, 29. April 2014 10:34:32
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Dann werden die Forensiker die nun zerstörte Arbeitskopie analysieren, feststellen was passiert ist, die nächste nehmen und wieder nach dem - richtigen - Passwort fragen.
Die sind ja nicht dumm.
Allerdings kenne ich die Gesetze nicht.
Die Nennung eines falschen Passwortes ist ja auch eine Lüge bzw. falsche Aussage.
Ob die Strafe dann steigt?

Ein Live-System wäre da wohl eher geeignet.
Strom weg - RAM leer. Ergo: Daten zerstört.

Oder keine offensichtlich rechtswidrigen Dinge tun - aber das ist ein anderes Thema.


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Re: ein netter gimmick, mehr nicht
Jan (unangemeldet), Freitag, 11. Juli 2014 08:57:59
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Niemand ist verpflichtet sich selbst zu belasten, was bei der Herausgabe des Passwortes ja gesehen könnte.. Werden die Daten unleserlich gemacht, sind die Beweise weg und damit das Ermittlungsverfahren hinfällig. Die Daten sind nach wie vor da, also auch nicht vernichtet



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