Das KDE-Projekt bringt im Monatsrhythmus neue Unterversionen sowie alle sechs Monate eine neue Hauptversion. Das Release der Version 4.5 war eigentlich schon für heute geplant. Um die zahlreichen Fehlerberichte, die nach der Veröffentlichung des Release Candidate 3 noch eingingen, in aller Ruhe beheben und auch den Distributoren genug Zeit für das Paketebauen zu lassen, hat das Release-Team sich nun dazu entschlossen, KDE SC 4.5 erst in einer Woche zu veröffentlichen. Die LinuxCommunity hat sich den Release Candidate 3 mit dem Codenamen "Canny" angeschaut und stellt darauf basierend die neuen Features der KDE SC 4.5 vor.
Neuer Systemabschnitt
Die vermutlich am schnellsten sichtbare Änderung betrifft den Systemabschnitt des KDE-Panels. Da einheitliche Symbole professioneller als ein kunterbuntes Durcheinander wirken, hat sich nach Ubuntu auch das KDE-Projekt dazu entschlossen, dem Systemabschnitt einen einheitlichen Look & Feel zu verpassen und die Anwendungssymbole in Graustufen darzustellen. Dadurch und durch die gleichzeitige Umstellung auf D-Bus lassen sich Gnome-Programme quasi nahtlos in den KDE-Systemabschnitt integrieren und umgekehrt.
Gleichzeitig haben sich auch ein paar Details im Systemabschnitt geändert. Dazu gehört ein überarbeitetes und in zahlreichen Belangen verbessertes Benachrichtungssystem (weniger aufdringlich, trotzdem detailliert) und eine neue Art, die nicht aktiven Symbole zu verbergen. In guter alter KDE-Manier hält auch Version 4.5 am Links- und Rechtsklickmenü fest: während also zum Beispiel bei Ubuntus Gnome-Version sämtliche Symbole nur auf eine Art und Weise reagieren, zeigen die Symbole im KDE-4.5-Systemabschnitt ein anderes Menü an, je nachdem ob man mit der rechten oder linken Maustaste daraufklickt.
Die Größe des Panels haben die Entwickler ebenfalls angepasst. In der Grundeinstellung ist das Panel der KDE SC 4.5 deutlich schlanker als in früheren Versionen. Damit einher gehen allerdings auch ein paar Rückschritte: so muss man das neue Panel relativ hoch machen, damit im Systemabschnitt die Symbole untereinander erscheinen. In früheren Versionen war das besser gelöst. Auch wirkt die Uhr neben den schönen neuen Symbolen ein wenig veraltet. Sehr gut weiß hingegen der separate Setup-Dialog des Systemabschnitts zu gefallen. Hier kann man sehr detailliert einstellen, welche Symbole ständig im Systemabschnitt verweilen sollen und welche KDE bei Untätigkeit ausschalten soll.



