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Im Test: Windows Phone 7 aus Linux-Sicht

Zune

Wie eingangs erwähnt, lassen sich WP7-Telefone nicht einmal als USB-Massenspeicher einbinden. Der Zugriff erfolgt einzig und allein über die Windows-Software Zune. Für Mac-Nutzer gibt es eine Beta-Version eines Phone-Connectors [4], über den sich Fotos und Musik aus iPhoto/iTunes abgleichen lassen. Ein Firmware-Upgrade zum Beispiel ist aber nur über Zune möglich.

Abbildung 3: Ohne Zune geht bei Windows Phone 7 gar nichts.

Die Software ist sehr hübsch gestaltet und bietet Zugriff auf praktisch alle Funktionen des Smartphones, egal ob Kontakte, Apps, Musik, Videos oder Terminplanung. Der Microsoft Marketplace und weitere Microsoft-Dienste integrieren sich nahtlos in Zune, die Bedienung und Nutzung der Software ist einfach und bereitet zugegebenermaßen Spaß. Obwohl Android über eine praktisch perfekte Integration in die Cloud-Dienste von Google und anderen Anbietern verfügt, wünschen sich viele Nutzer auch eine lokale Anbindung an den PC. Diesem Wunsch trägt Zune genau so wie iTunes Rechnung. Allerdings darf man dabei nicht vergessen, dass viele Dienste von Zune ebenfalls eine aktive Internetverbindung benötigen. Trotzdem ist ein Abgleich von Kontakten, Musik und Bildern jederzeit und problemlos offline möglich. Hier bietet WP7 mit Zune einen Mehrwert gegenüber dem einfachen Dateisystemzugriff von Android.

Abbildung 4: In Zune kauft man Musik, Videos oder Anwendungen und überspielt diese dann auf das Smartphone.

Bezahlt wird in Zune nicht mit Euro sondern mit Punkten. Dadurch muss man stets umrechnen, was wie viel kostet. Das Feature vereinfacht aber den Kauf, da man nicht bei jedem Einkauf erneut Kreditkarteninfos eingeben muss, sofern noch genügend Punkte auf dem Konto sind.

Fazit

Die Kacheln von Windows Phone 7 stehen an vielen Stellen symbolisch für das feste Gitter, das sich um das System spannt. Microsoft hat hier an praktisch allen Stellen Apple in puncto Geschlossenheit und Kontrolle übertroffen. Wer Windows privat nutzt, kommt mit einem WP7-Phone und der zugehörigen Software Zune in den gleichen komfortablen Genuss wie mit dem iPhone/iTunes-Gespann: die Funktionen, die zur Verfügung stehen, arbeiten gut und zufriedenstellend, der Hersteller behält die volle Kontrolle. Linux-Nutzer sollten sich kein WP7-Gerät zulegen. Ob sich WP7 im gut besetzten Smartphonemarkt durchsetzen kann, hängt neben den Marketingressourcen von Microsoft auch von den App-Entwicklern ab. Aktuell haben hier Apple und Google klar die besseren Karten.

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Kommentare
Sinnloser Versuch
Zettmaster (unangemeldet), Sonntag, 06. Februar 2011 23:15:04
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Irgendwie kommt Microsoft nicht klar damit, das andere Firmen bessere, kostenfreie, offene und innovativere Produkte anbieten. Nun schnell noch mitmischen wollen. Schon klar wenn man bedenkt das Googles Android 3 auch gefährlich nah an bestehenden Desktop Installationen schrammen könnte. Die mündigen Bürger könnten theoretisch, weil vom Smartphone bekannt, auch Android als Desktop Betriebssystem einsetzen. Für Microsoft wäre es das Ende wenn sich ein offenes Betriebssystem mit freien Codecs und Schriften etc. als Selbstverständlichkeit und Quasi Standard auf über 30% Marktanteil verbreiten würde. Softwarefirmen müssten Produkte nicht nur auf Microsoft anbieten um zu überleben. So wird sich, meiner Meinung nach, keiner der iPhone OS oder Android kennt Windows Phone7 zulegen. Ich habe nichts gegen Wettbewerb, aber wer Microsoft kennt wird bald Angst haben müssen das wieder alle Wettbewerber, wie beim Desktop, nur eine Suppe löffeln können, die nicht jedem schmeckt und auch noch was kostet.


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Also jetzt ist Klar:
Arne (unangemeldet), Sonntag, 06. Februar 2011 07:47:49
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M$ hat auf all Ebene verloren.
Fuer Mich jedenfalls.

Gruess,
Arne



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kein Multitasking
AL (unangemeldet), Freitag, 04. Februar 2011 08:50:23
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kein Multitasking: Das sagt schon alles


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Re: kein Multitasking
AL (unangemeldet), Freitag, 04. Februar 2011 08:55:08
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Allerdings werde ich das Gefühl nicht los, dass das wieder so etwas ist, wo MS gerne mitmischen will und so irgendetwas auf den Markt drängt, nur um etwas vorzeigen zu können.

Die wollen ja überhall ihre Hände mit drin habbben. Sogar im Zirkus.
Anders ist das clownhafte Auftreten des Zirkusäffchens S. Ballmer nicht zu deuten.



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Kaum zu glauben
Schugy (unangemeldet), Donnerstag, 03. Februar 2011 20:35:20
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Sehr gut, dass Ihr auch mal ueber den Tellerand schaut und die Verwendbarkeit mit Linux ausotet - auch wenn das Ergebnis nach dem Beginn des Vorhabens quasi sofort feststeht.

Da der Dateizugriff wie bei Android generell ein Muss ist, sollte Android um ein freies, wohldefiniertes Synchronisationsprotokoll erweitert werden (lokal, keine privaten Daten ungewollt ins Web), aber der Dateizugriff nicht ersetzt werden,

Dass in Windows Phone 7 allerdings ein Taskwechsel bei einer zur Zeit laufenden Anwendung (mehr geht ja nicht), 1GHz CPU und 512 MB RAM lange dauern soll, ist kaum zu glauben.

ARM-Programme sollen weniger Speicher als z.B. x86-Programme benoetigen, so dass ich einen blitzschnellen Wechsel erwarten wuerde.

Allgemein unterstuetzt schon mein olles HB620T von LG (kein Smart-Phone) fuer die Grundfunktionen Multitasking, auch wenn die Java-VM immer nur ein J2ME-Programm zur Zeit ausfuehrt und der Wechsel zwischen Jimm und Opera Mini oder Google Maps einige Sekunden dauert.

Wer will sich da noch in die Zeit von Windows 3.1 versetzen lassen?


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Re: Kaum zu glauben
Frank (unangemeldet), Mittwoch, 09. Februar 2011 09:45:01
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Hmmm, ich teile die gebgrenzte Begeisterung für WP7.
Aber warum tun hier alle so, als wäre Android besser?
OK, es ist Open Source. Aber da war's auch schon. Die Daten liegen alle bei Google auf dem Server, jede Firma kocht ihr eigenes Süppchen in Punkto Oberfläche und Design, und verzichtet dadurch auch schon mal aus Kostengründen darauf, die Updates von Google einzuspielen, weil sie das an ihre Veränderungen anpassen müssten.

Und Android als Desktop System??? Nein danke!!!
Dann kann ich Google gleich alles melden und meine Datenhosen
runterlassen...

Fazit für mich: Die Riesen schenken sich untereinander nichts.
Ob Apple, Windows oder Google, man muss sich höllisch in acht nehmen.....


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Android ist deutlich besser als WP7
max. (unangemeldet), Mittwoch, 09. Februar 2011 11:50:24
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Android _ist_ definitiv besser. Man kann es als USB-Massenspeicher anschließen, eigene Firmware installieren und eigentlich alles damit machen, was man auch mit einem normalen Linux-System machen kann. Windows Phone 7 hat vielleicht die etwas schickere Oberfläche, aber das war's dann auch schon...


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Re: Android ist deutlich besser als WP7
Grummty (unangemeldet), Montag, 14. Februar 2011 14:06:16
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Nun ja, ob Android besser ist als WP7 mag dahingestellt sein. Für den Nutzer, der das Phone einfach nur benutzen will ohne viel zu basteln und zu schrauben, für den ist WP7 doch genau das Richtige. Es kommt doch immer darauf an was man mit dem Teil will. Im übrigen lässt sich auch das Iphone nicht über USB als Massenspeicher verwenden und ist nur über Itunes zu verwalten. Es scheint in gewissen Kreisen schick zu sein über Microsoft herzuziehen; aber mit WP7 ist denen mal was wirklich Gutes gelungen; sicherlich noch ausbaufähig, aber immerhin.


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Infos zum Autor

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger arbeitet als Redakteur für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux. Am liebsten schreibt er Artikel zu netten Gadgets oder Multimedia-Software. In seiner Freizeit spielt er gerne Kicker.

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