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© cowon-germany.com

Im Test: MP3-Player Cowon J3

Typisch Cowon

Der koreanische Hersteller "Cowon" ist bei Open-Source-Freunden bekannt für seine hochwertigen MP3-Player mit Support für Ogg Vorbis und Flac. In diese Kategorie gehört auch das jüngste Modell J3.

Wer einen guten MP3-Player sucht, kann bei Cowon eigentlich nicht viel falsch machen. Die Geräte sind sehr solide verarbeitet und unterstützen neben den freien Formaten Ogg Vorbis und Flac auch Exoten wie APE oder das Hörbuchformat Audible. Linux erkennt die Player als gewöhnliche USB-Speichergeräte und auch ein Firmware-Update lässt sich problemlos unter Linux durchführen. Das gilt auch für den hier getesteten J3 von Cowon, den uns Cowon Deutschland mit der aktuellen Firmware-Version 2.23 zu Testzwecken zur Verfügung stellte.

Die Hardware

Vom Formfaktor her besitzt der J3 in etwa die Größe eines Smartphones. Auch das Display teilt der Mediaplayer von Cowon mit den besseren Handys, kommt doch im J3 ein berührungsempfindlicher 3,3-Zoll Amoled-Touchscreen zum Einsatz, der auf Eingaben sehr gut und sehr genau reagiert und 480 x 272 Bildpunkte anzeigt. Das Display ist zudem Multitouch-fähig. Das Gehäuse selbst ist aus Kunststoff mit einer kleinen Metallabdeckung an der Gerätevorderseite.

Zur Steuerung besitzt der J3 neben dem Touchscreen vier Hardware-Knöpfe. Über den Einschalt-Button an der linken Seite versetzt man den Player in den Stand-By-Modus oder schaltet ihn ein/aus. Auf der rechten Seite stehen je eine Wippe für die Lautstärkeregelung und das Vor- und Zurückspringen in den Liedern und ein separater Play/Pause-Knopf bereit. Mit diesen Bedienelementen lässt sich der Cowon J3 auch ohne Touchscreen nutzen, zudem muss man nicht immer den Touchscreen einschalten, was für eine längere Akkulaufzeit sorgt.

Abbildung 1: Über die Hardwaretasten lässt sich der Player auch bedienen, ohne den Touchscreen einzuschalten.

Kopfhöreranschluss sowie ein per Plastikabdeckung geschützter Slot für den USB-Anschluss und eine Micro-SD-Karte befinden sich an der Geräteunterseite.

Der Flash-Speicher des J3 könnte für den Preis etwas schneller sein. In den Tests kamen wir nur auf Übertragungsraten zwischen 5 und 10 MByte/s, wir erwarteten aber Raten zwischen 10 und 20 MByte/s.

Die Software

Cowon hat dem J3 eine neue Bedienoberfläche spendiert, die nicht nur auf den Touchscreen optimiert ist, sondern dabei auch den integrierten G-Sensor ausgiebig nutzt. So wechselt der Player zum Beispiel automatisch zur Albumvorschau, wenn Sie ihn in die Horizontale kippen. Ein Dreh zurück ins Hochkanntformat zeigt wieder das aktuelle Stück an.

Abbildung 2: Das Hauptmenü des J3 mit den großen Symbolen.

Das Hauptmenü besteht wie bei aktuellen Smartphone-Betriebssystemen aus mehrern Bildschirmen, auf denen sich Miniprogramme ablegen lassen. In der Grundeinstellung bietet der Player zwei solcher Home-Bildschirme an, die sich beliebig erweitern lassen. Daneben gibt es zwei weitere alternative Menüs, die man aufruft, indem man den Ausschaltknopf auf dem Touchscreen rechts unten nach links schiebt.

Abbildung 3: Die schwarze Version des J3 mit dem Standardmenü und die weiße Variante mit einem der zwei altenativen Menüs (Bild: Cowon).

Neben dem Audio- und Videoplayer bringt der J3 auch ein Radio, einen Wecker, einen Bildbetrachter und ein paar weitere Tools mit. Erwähnenswert sind hier der von Cowon entwickelte Comix-Betrachter und ein Notizblock-Tool, über das sich sehr gut Tagebuch-artige Einträge verfassen lassen (per Online-Tastatur). Da der J3 auch Flash unterstützt, eignet er sich zudem auch für Spiele. Vorinstalliert kommen ein sehr einfaches Autorennen, eine Art Tetris und ein sehr gut gemachtes Spiel für den G-Sensor, das sich Hunter nennt.

Alternativ zum bunten Menü aus Symbolen lässt sich der Player auch über den so genannten Browser bedienen. Hier erfolgt die komplette Navigation im Textmodus, wobei sich die Größe des Textes stufenlos verstellen lässt. Der Cowon J3 eignet sich somit auch für Menschen mit Sehschwäche.

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