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Das etwas andere Handy

Im Test: Dell Streak mit Android 2.2

03.01.2011
Das 5-Zoll-Internet-Tablet von Dell hat die Größe einer Tafel Schokolade und wirkt in etwa gleich verführerisch. Ob die Qualität und die Menge der Zutaten stimmen, lesen Sie in diesem Artikel.

Mit seiner Größe von rund 15 x 8 cm und einem Gewicht von 220g passt das Streak [1] am besten in eine Handtasche oder eine Jacken-Innentasche. Dell bezeichnet das auch unter dem Namen "Mini 5" bekannte Android-Gerät deshalb als Internet Tablet, nicht als Smartphone. Dennoch lassen sich mit dem Streak ganz normal Anrufe ausführen und entgegennehmen. Auch Videotelefonie ist dank der integrierten Front-Kamera möglich.

Dell lieferte das Gerät ursprünglich mit Android 1.6 aus, seit Dezember 2010 arbeitet das Android-Tablet aber nun mit Android 2.2 alias "Froyo". Dadurch hat das Streak unter anderem einen komplett neuen Home-Bildschirm erhalten und Texte lassen sich nun auch über die Swype-Tastatur schreiben. Das Dell Streak kostet aktuell im Online-Shop von Dell 550 Euro (Stand: Januar 2011) und ist in den Farben Rot und Schwarz erhältlich.

Abbildung 1: Der angepasste Home-Screen des Dell Streak ist ein gewöhnliches Android-Widget, lässt sich somit auch entfernen.

Die Hardware

Das Dell Streak überzeugt durch eine gute Verarbeitung und ein sehr helles TFT-Display mit 800 x 480 Bildpunkten. Der berührungsempfindliche Touchscreen unterstützt Multitouch-Gesten, füllt allerdings mit seiner 5-Zoll-Diagonale nicht die komplette Front aus, sodass rundherum ein rund 3mm dicker Rahmen bleibt.

Im Innern des Streak werkelt der nicht mehr ganz so taufrische Snapdragon-Chipsatz QSD8250 von Qualcomm mit 512 MByte Hauptspeicher. Die ARMv7-CPU arbeitet mit einer maximalen Taktfrequenz von 1 GHz, im Leerlauf beträgt die CPU-Geschwindigkeit 245 MHz. Der interne Telefonspeicher beträgt 2 GByte. Davon stehen den Anwendungen bei einer frischen Installation rund 1,4 GByte zur Verfügung. Im Lieferumfang befindet sich zudem eine 16 GByte große Micro-SD-Karte.

Das Streak besitzt als erstes weitverbreitetes Consumer-Gerät an der Geräteunterseite den neuen PDMI-Anschluss [2]. Er dient der Datenübertragung per USB und auch der Aufladevorgang erfolgt über das Portable Digital Media Interface. Ein passendes USB-Kabel liegt dem Android-Gerät bei, Dell bietet zudem im Online-Shop auch eine passende Dockingstation mit HDMI-Ausgang an.

An der Geräteoberseite befinden sich der 3,5mm-Audioausgang sowie Tasten zur Lautstärkeregelung, zum Ein- und Ausschalten des Tablets und für die Kamera. Daneben bringt das Streak die von Android gewohnten Tasten für den Home-Screen, die Einstellungen und den Zurück-Button mit. Sie sind als Sensortasten auf der Oberseite platziert. Eine separate Suchtaste fehlt hingegen.

Die Akkulaufzeit liegt je nach Nutzung zwischen einem Tag (telefonieren und surfen) oder bis zu drei Tagen (sporadisches Surfen per WLAN). Die Sprachqualität fanden wir sehr gut, auch wenn sich das Streak aufgrund des relativ hohen Gewichts nicht für Vieltelefonierer eignet.

Abbildung 2: Die Swype-Tastatur ist anfänglich etwas gewöhnungsbedürftig, erlaubt aber nach kurzer Zeit ein sehr flüssiges Schreiben.

Multimedia

Obwohl die integrierte 5-Megapixel-Kamera des Streak seit dem Update auf Android 2.2 auch Videos in 720p aufzeichnet, gehört der Multimedia-Support weiterhin nicht zu den Stärken des Android-Tablets. So kommt es bei der Wiedergabe der selbst aufgenommenen Videos ab und zu zu Aussetzern und in H264 kodierte Filme mit einer Auflösung von 720p lassen sich nicht ruckelfrei abspielen, obwohl Dell diesen Codec unterstützt. Möchten Sie somit das Streak als Videoplayer benutzen, dann kommen Sie in vielen Fällen nicht darum herum, die Filme in ein anderes Format oder eine kleinere Auflösung zu konvertieren. Auch bei der Musikwiedergabe trübt ein sehr leises Rauschen den Genuss, das man allerdings nur bei sehr leiser Musik oder bei Pausen hört. Dennoch werfen diese Kritikpunkte einen deutlichen Schatten auf den insgesamt guten Eindruck des Dell Streak.

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Kommentare
Fehler im Text: kein proprietärer Anschluss
Lundi (unangemeldet), Dienstag, 04. Januar 2011 18:44:13
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Der Anschluss ist nicht prop. , es ist ein PDMI Anschluss :

https://secure.wikimedia.org/wikipedia/en/wiki/PDMI

Dieser einhaltet ziemlich coole Features, steht bei Wikipedia ...


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Re: Fehler im Text: kein proprietärer Anschluss
Marcel Hilzinger, Dienstag, 04. Januar 2011 20:09:52
Ein/Ausklappen

Vielen Dank für den Hinweis. Ich habe den Absatz entsprechend geändert.


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