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Guter Allrounder

Im Test: Compaq Presario CQ56 mit SLED 11, OpenSuse und Ubuntu

25.11.2010
Die Weihnachtszeit nähert sich langsam und der eine oder andere wird sich bestimmt zum Fest ein neues Notebook kaufen. Wer auf der Suche nach einem sehr günstigen Allzweckgerät ist, sollte diesen Artikel lesen.

Beim CQ56 [1] handelt es sich auf den ersten Blick um ein gewöhnliches 15-Zoll-Notebook auf AMD-Basis. Die Besonderheit des Notebooks liegt aber beim Preis und bei der Ausstattung: Das Compaq-Notebook kostet in der günstigsten Ausführung nur 300 Euro [2] und ist wahlweise mit Windows oder Linux beziehungsweise mit einem Prozessor von Intel oder AMD erhältlich. Wir testeten die Linux-Version des Notebooks (CQ56-103EG) mit einem Sempron V140 Prozessor von AMD, 2 GByte Hauptspeicher, Lightscribe-fähigem DVD-Brenner und einer 250 GByte großen Festplatte. Das Notebook kommt in dieser 300-Euro-Version mit vorinstalliertem Suse Linux Enterprise Desktop 11.

Perfektes Linux-Setup

Während wir in den Tests auch schon ein paar Rechner mit klar verpatztem SLED-Desktop hatten, scheint Novell dem OEM-Geschäft mit dem Suse Linux Enterprise Desktop 11 etwas mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Das Compaq-Notebook zeigt nach dem Start einen Assistenten an, der den Benutzer in wenigen Schritten durch die Einrichtung des Notebooks führt und die Quellen für Updates einspielt. Interessanterweise benötigt man für die Updates keinen Registrationsschlüssel, es liegt dem Gerät auch kein solcher bei. Das verringert aber den Wert des Notebooks keineswegs und vereinfacht zudem den ersten Start.

Der vorinstallierte SLED 11 basiert zwar auf dem aktuellen SP1-Kernel 2.6.32 und setzt auf Ext3 als Standarddateisystem, die restlichen Komponenten beruhen aber noch auf dem ursprünglichen Suse Linux Enterprise Desktop 11. Gnome steht somit bei Version 2.24 und KDE ist in den Repos mit 4.1.3 vertreten.

Obwohl also nicht mehr ganz taufrisch macht der Gnome-Desktop einen sauberen und schnellen Eindruck. Dank vorinstallierter ATI-Treiber werkelt der X-Server gleich nach dem Start mit Compiz, sodass der Benutzer in den Genuss wabbelnder Fenster und eines drehenden Desktop-Würfels kommt (Abbildung 1). Auch für die zusätzlichen Multimediatasten hat sich Novell Zeit genommen: ein Druck auf den Button mit dem Briefumschlag startet Evolution, die Musiktaste Banshee, der Globus Firefox und die Rechner-Taste den Gnome-Taschenrechner (Abbildung 2).

Abbildung 1: Dank des vorinstallierten Grafiktreibers funktioniert auch der 3D-Desktop aus dem Stegreif.
Abbildung 2: Sämtliche Sondertasten des Compaq-Notebooks funktionieren nur unter dem vorinstallierten SLED 11.

Das vorinstallierte Linux unterstützt über den Moonshine-Player von Novell zudem auch Filme und Musikstücke im Windows-Media-Format, dennoch kommt man für die meisten Filme um zusätzliche Codecs und einen separaten Player nicht herum. Abhilfe schafft hier das Packman-Repo für SLES11 mit Service Pack 1 [3].

Auch beim Powermanagement gibt sich das Compaq-Notebook keine Blöße: Suspend und Aufwachen aus dem Ruhezustand funktionieren perfekt: Schließen Sie den Laptop-Deckel, so schläft das System auf, machen Sie den Deckel wieder auf, erwacht es aus dem Suspend-to-RAM. Die Einschalttaste müssen Sie dazu nicht separat drücken. Auch der Geräuschpegel weiß zu gefallen, wobei das Notebook im Leerlauf bereits zu hören ist. Der Lüfter macht aber keine nervenden Auf-und-ab-Geräusche sondern läuft über längere Zeit mit konstanter Drehzahl.

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Kommentare
Ubuntu
Wolfgang Starke (unangemeldet), Dienstag, 13. Dezember 2011 11:30:01
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Sehr geehrter Herr Hilzinger, ich verwende das Compaq Presario CQ56 mit Ubuntu, habe aber das Problem, dass Ubuntu immer wieder einfriert, Bild da, aber keine Reaktion auf Tastatur oder Maus.. Dann hilft nur nuch ein kompletter Neustart. Kann dies ein Hardware Problem sein, oder eher Ubuntubedingt ?
Besten Dank


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SuSe Linux SLED11 nur für 90 Tage gratis?
Manuela L., Bochum (unangemeldet), Donnerstag, 30. Dezember 2010 06:33:04
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Hallo,

beinhaltet das "SuSe Linux SLED11" bereits eine KOSTENFREIE Updatemöglichkeit oder handelt es sich nur um eine abgespeckte Version und der Nutzer muss für Updates zahlen?

Angeblich werden Updates und Support nur für 90 Tage nach der Ersteinrichtung des Betriebssystems gratis von Novell geboten. Wer danach aktuelle Updates möchte muss zahlen.

Ist das richtig?

Danke.


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HP Compaq Presario CQ56-103EG für Ubuntu 10.10 geeignet?
Dr. Krassnitzer (unangemeldet), Mittwoch, 08. Dezember 2010 12:20:50
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Sehr geehrter Herr Hilzinger,

herzlichen Dank für Ihren sehr informativen Test.

Ich möchte zunächst an dieser Stelle vorausschicken, dass ich PC-Laie bin und insbesondere bislang keine Erfahrung mit Linux habe. Per Zufall bekam ich in diesen Tagen das Betriebssystem Ubuntu 10.10 in die Hand und trage mich nun mit dem Gedanken, das hier getestete Billig-Notebook HP Compaq Presario CQ56-103EG zu erwerben, wenn es denn bei amazon.de hoffentlich in den nächsten Tagen wieder verfügbar sein wird (dann allerdings unter der Bezeichnung HP Compaq Presario CQ56-103SG, was lediglich darauf hinweist, dass das Gerät der Schiff aus China nach Europa gelangt ist, wie mir die Fa. HP glaubhaft versicherte).

Es wäre für meine Bedürfnisse (nur Texte schreiben, Internetrecherchen ausführen sowie E-Mails senden und empfangen, nichts anderes) mehr als ausreichend, wenngleich leider mit glänzendem Display ausgestattet.

Hierzu bitte diese Fragen:

1. Wird die Ubuntu 10.10-CD auf diesem Neugerät mit höchster Wahrscheinlichkeit völlig problemlos von alleine starten und sich ebenso selbständig installieren bzw. dann der Betrieb einwandfrei gewährleistet sein? Als PC-Laie bin ich für Experimente nicht mit ausreichend Humankapital/Geduld gesegnet und zudem nicht willig, meine Zeit mit Betriebssystemen oder Notebooks zu verschwenden - dann würde ich lieber das gleiche Gerät für 349,-- EUR mit Windows 7 erwerben wollen, obwohl meine Sympathie zweifelsfrei Ubuntu gilt! Wäre alternativ das bereits vorinstallierte Linux-System für meine eingeschränkten Bedürfnisse bereits ausreichend, sodass ich mir Ubuntu 10.10 eigentlich sparen könnte?

2. Wird mein älteres Drucker-Fax "Brother FAX 1835C" und mein Handy Sony Ericcson C702 (dient als externer Datenspeicher) mit Ubuntu 10.10 wohl kompatibel sein?

3. Ist es richtig, dass für Linux/Ubuntu definitiv kein Virenschutz und keine Firewall vonnöten sind, da das System als sicher gilt? Wieso können Viren unter Windows in den PC hinein, unter Linux/Ubuntu aber nicht - dies erschließt sich mir nicht!

4. Kann die Tastatur einem Vielschreiber empfohlen werden?

5. Und schließlich bitte noch zum für mich sehr wichtigen Thema des Lüftergeräuschs: dieser sollte beim Schreiben von Texten oder bei Recherchen im Internet am besten ganz aus oder so gut wie nicht zu hören sein - ist dies hier definitiv der Fall?

Vielen herzlichen Dank für Ihre freundliche Hilfe und frohe Weihnachten!

Es grüßt Sie nach München

Dr. Krassnitzer


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Re: HP Compaq Presario CQ56-103EG für Ubuntu 10.10 geeignet?
Marcel Hilzinger, Donnerstag, 09. Dezember 2010 18:58:39
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1) Die Installation von Ubuntu bereitet keinerlei Probleme. Für das WLAN benötigt man zusätzliche Treiber, Ubuntu erkennt das aber und schlägt die Installation vor.

2) Zum Drucker: wenn er generell mit Linux zusammenarbeitet, dann auch mit Ubuntu. Der Faxversand wird mit ziemlicher Sicherheit nicht funktionieren.

2) Zum Handy: wenn es als USB-Massenspeichergerät funktioniert, dann auch unter Ubuntu.

3) Virenschutz benötigt man unter Ubuntu keinen, eine Firewall auch nur in bestimmten Situationen

4) Ja, die Tastatur ist angenehm, aber das ist natürlich _sehr_ subjektiv.

5) Der Lüfter ist auf niedriger Stufe immer an. Ich störe mich auch an lauten Lüftergeräuschen, das CQ56 gehört aber nicht in diese Kategorie. Unter Last wird der Lüfter lauter, aber das merkt man nur bei CPU/GPU-intensiven Aufgaben.



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Re: HP Compaq Presario CQ56-103EG für Ubuntu 10.10 geeignet?
Dr. Krassnitzer (unangemeldet), Freitag, 10. Dezember 2010 13:12:47
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Herr Hilzinger, Sie haben mir sehr geholfen, ich danke sehr für Ihre Mühe und wünsche Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest!


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Re: HP Compaq Presario CQ56-103EG für Ubuntu 10.10 geeignet?
Dr. Krassnitzer (unangemeldet), Mittwoch, 15. Dezember 2010 21:47:02
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Sehr geehrter Herr Hilzinger,

bitte gestatten Sie mir noch einen Nachtrag:

Auf Seite 4 Ihres Notebooktests schreiben Sie "Dass sich die Vorkonfiguration des CQ56 gelohnt hat, merkt man spätestens dann, wenn man selbst eine Linux-Distribution auf dem Rechner installieren möchte."

Dies verstehe ich als PC-Laie nicht. Ist es bei diesem Gerät nicht so, dass ich nur eine Ubuntu-CD einlegen muss und ich dann automatisch durch die gesamte Installation geführt werde oder müsste ich vorab irgendwelche, wie Sie schreiben, "Vorkonfigurationen" erledigen? Dann wäre dieses Gerät für mich gänzlich ungeeignet, da meine bescheidenen PC-Anwenderkenntnisse für ein solches Vorhaben sicherlich nicht ausreichen.

Und bitte noch dies: ich habe mir beide aktuellen Ubuntu-Varianten schicken lassen, Version 10.4.1 LTS, als angeblich über Jahre hinweg unterstützte Version, und die Variante 10.10. Welche Version würden Sie einem Anfänger zur Erstinstallation für dieses Gerät empfehlen?

Freundlicher Gruß, herzlicher Dank und frohe Weihnachtswünsche!


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