Das Miet-Tablet
Im Test: Base Tab von E-Plus
Die Abstriche
Das Herzstück des Base Tabs von ZTE mit Android 2.2 "Froyo" bildet ein 600 MHz schneller ARM-Prozessor, der schon etwas älter ist. Das merkt man als Vielsurfer bereits beim Browsen, als Laie spätestens beim Spielen von Angry Birds: Die Leistung der CPU reicht gerade noch, um die Vögel fliegen zu lassen, aber wirklich genießen kann man das Spiel nicht. Für einfache 3D-Games reicht es aber immerhin. In Zahlen bedeutet das 1203 Punkte beim AnTuTu-Benchmark und gerade mal 58 Punkte beim auf Browsen optimierten Vellamo-Benchmark von Qualcomm. Bei dieser Leistung fällt es nicht mehr negativ ins Gewicht, dass das Base Tab keinen Flash Player unterstützt. Dieser würde das Tablet eh nur unnötig ausbremsen.
Das zweite große Manko des Tablets stellt der interne Speicher dar. Er ist mit 200 MByte reichlich knapp bemessen, was Sie spätestens nach Installation der zehnten App mit einer entsprechenden Android-Warnmeldung bemerken werden. Zum Glück lassen sich viele Apps auf die Speicherkarte verschieben, die mit 16 GByte hingegen großzügig ausfällt.
Weitere Abstriche müssen Sie bei der Display-Qualität in Kauf nehmen. Der Bildschirm löst im Unterschied zu den hochwertigen 7-Zoll-Tablets von Samsung und HTC nur mit 800x480 Pixeln auf und ist nicht besonders farbkräftig bzw. kontrastreich. Das gleiche gilt für die verbaute 3-Megapixel-Kamera: Ihre Bilder entsprechen in etwa der Qualität eines drei Jahre alten Photohandys. Eine Frontkamera besitzt das Base Tab trotz anders lautender Berichte nicht: Für Videotelefonie ist das Tab aufgrund der schwachen Spezifikationen eh nicht geeignet. Last but not least sind die drei Android-Buttons für Home, Zurück und das Kontextmenü nicht beleuchtet, was die Bedienung im Dunkeln erschwert.



