Seit ein paar Wochen ist die neue Reihe an Internet Tablets von Archos im Internet und im Detailhandel erhältlich. Die Geräte mit einer Displaygröße von 2,4 bis 10,1 Zoll weisen zwei Gemeinsamkeiten auf: günstiger Preis und Android an Bord. Für diesen Test stand uns das Internettablet Archos A32 zur Verfügung, die Android-Basis ist jedoch bei sämtlichen neuen Tablets identisch.
Archos-Android
Auf dem A32 [1] läuft Android in der Version 2.1 mit einigen Änderungen von Archos. So enthält das Gerät in der Grundeinstellung einige zusätzliche Codecs und bringt anstelle des Android Markets den hauseigenen Shop namens AppsLib mit. Die Tablets haben Ende November ein Update auf Android 2.2.1 erhalten, aktuell ist das Update jedoch nur über die Archos-Homepage erreichbar, noch nicht über das integrierte Update-Tool.
Wir testeten das Gerät mit Android 2.2.1 und der Firmware-Version 2.0.54. Neben zahlreichen Verbesserungen, die das neue Android von Haus aus mitbringt, behebt die neue Firmware auch ein Problem mit dem Lagesensor des Archos A32. Zudem holt sich der Videoplayer Zusatzinformationen zu den Filmen aus einer Filmdatenbank im Internet. Den versprochenen Support für Flash 10.1 will Archos nachliefern, nachdem Adobe den Zertifizierungsprozess abgeschlossen hat.
Abgesehen davon, dass im Archos A32 kein SIM-Karten-Slot steckt, handelt es sich beim Player um ein gewöhnliches Android-Gerät. Dank der zusätzlichen Codecs lassen sich sehr viele Audio- und Videodateien sogleich abspielen, eine Konvertierung ist nicht notwendig. Im Unterschied zum A28, dem kleinsten Player der Archos-Familie, unterstützt das A32 Hardwarebeschleunigtes Videoplayback. Es lassen sich somit Videos auch in 720p betrachten, was auf dem 3,2-Zoll-Display aber über längere Zeit doch recht ermüdend ist.
Die Performance des kleinen Players ist auch im 3D-Bereich gut. So lässt sich zum Beispiel das Spiel My Paper Plane flüssig spielen, auch andere 3D-Anwendungen wie die vorinstallierte Demoversion von Raging Thunder arbeiten ruckelfrei.
Last but not least funktioniert das Multitasking auch bei Spielen, so kann man zu seinem Lieblingsspiel auch Musik über den Musikplayer hören. Zu den weiteren Merkmalen des A32 gehören eine VGA-Webcam die auch Videos in 640x480 Bildpunkten aufzeichnet.
Welches Modell wählen?
Archos macht dem Nutzer die Wahl des gewünschten Geräts nicht leicht, bietet das Unternehmen mit dem A28, A32 und A43 drei auf den ersten Blick fast gleich aussehende Android-Minitablets an. Die Unterschiede liegen bei der Hardware. Der A28 (4 GByte Speicher, 320 x 240 Pixel, 100 Euro) eignet sich aufgrund des kleinen Displays eigentlich nur als Audioplayer und um ab und zu mal im Internet zu surfen. Mangels Hardwarebeschleunigung kommt er auch als Spielekonsole nicht in Betracht. Der A32 (150 Euro) eignet sich gut zum Spielen und ab und zu auch für ein Video. Er bringt 8 GByte internen Speicher mit, das Display zeigt aber mit 400 x 240 Bildpunkten nicht wirklich viel mehr an als der kleine Bruder. Wer auf der Suche nach einem guten aber kleinen Videoplayer ist, sollte zum Archos A43 greifen. Sein Display löst mit 480 x 854 Pixeln auf, sodass HD-Inhalte hier wirklich gut zur Geltung kommen. Der Archos A43 kostet knapp 200 Euro.



