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Ein Bisschen Internet

Im Test: Archos A32 Internet Tablet mit Android 2.2.1

30.11.2010
Anfang Herbst stellte Archos eine Reihe Android-basierter Medienplayer mit integriertem WiFi vor. Wir haben uns das zweitkleinste Modell, den Androiden Archos 3.2, näher angeschaut und das aktuelle Update auf Android 2.2 eingespielt.

Seit ein paar Wochen ist die neue Reihe an Internet Tablets von Archos im Internet und im Detailhandel erhältlich. Die Geräte mit einer Displaygröße von 2,4 bis 10,1 Zoll weisen zwei Gemeinsamkeiten auf: günstiger Preis und Android an Bord. Für diesen Test stand uns das Internettablet Archos A32 zur Verfügung, die Android-Basis ist jedoch bei sämtlichen neuen Tablets identisch.

Archos-Android

Auf dem A32 [1] läuft Android in der Version 2.1 mit einigen Änderungen von Archos. So enthält das Gerät in der Grundeinstellung einige zusätzliche Codecs und bringt anstelle des Android Markets den hauseigenen Shop namens AppsLib mit. Die Tablets haben Ende November ein Update auf Android 2.2.1 erhalten, aktuell ist das Update jedoch nur über die Archos-Homepage erreichbar, noch nicht über das integrierte Update-Tool.

Wir testeten das Gerät mit Android 2.2.1 und der Firmware-Version 2.0.54. Neben zahlreichen Verbesserungen, die das neue Android von Haus aus mitbringt, behebt die neue Firmware auch ein Problem mit dem Lagesensor des Archos A32. Zudem holt sich der Videoplayer Zusatzinformationen zu den Filmen aus einer Filmdatenbank im Internet. Den versprochenen Support für Flash 10.1 will Archos nachliefern, nachdem Adobe den Zertifizierungsprozess abgeschlossen hat.

Abbildung 1: Die neue Android-Version 2.2 ist am Homescreen gut zu erkennen.

Abgesehen davon, dass im Archos A32 kein SIM-Karten-Slot steckt, handelt es sich beim Player um ein gewöhnliches Android-Gerät. Dank der zusätzlichen Codecs lassen sich sehr viele Audio- und Videodateien sogleich abspielen, eine Konvertierung ist nicht notwendig. Im Unterschied zum A28, dem kleinsten Player der Archos-Familie, unterstützt das A32 Hardwarebeschleunigtes Videoplayback. Es lassen sich somit Videos auch in 720p betrachten, was auf dem 3,2-Zoll-Display aber über längere Zeit doch recht ermüdend ist.

Abbildung 2: Der A32 von Archos bringt ein komplettes Android-System mit.

Die Performance des kleinen Players ist auch im 3D-Bereich gut. So lässt sich zum Beispiel das Spiel My Paper Plane flüssig spielen, auch andere 3D-Anwendungen wie die vorinstallierte Demoversion von Raging Thunder arbeiten ruckelfrei.

Last but not least funktioniert das Multitasking auch bei Spielen, so kann man zu seinem Lieblingsspiel auch Musik über den Musikplayer hören. Zu den weiteren Merkmalen des A32 gehören eine VGA-Webcam die auch Videos in 640x480 Bildpunkten aufzeichnet.

Welches Modell wählen?

Archos macht dem Nutzer die Wahl des gewünschten Geräts nicht leicht, bietet das Unternehmen mit dem A28, A32 und A43 drei auf den ersten Blick fast gleich aussehende Android-Minitablets an. Die Unterschiede liegen bei der Hardware. Der A28 (4 GByte Speicher, 320 x 240 Pixel, 100 Euro) eignet sich aufgrund des kleinen Displays eigentlich nur als Audioplayer und um ab und zu mal im Internet zu surfen. Mangels Hardwarebeschleunigung kommt er auch als Spielekonsole nicht in Betracht. Der A32 (150 Euro) eignet sich gut zum Spielen und ab und zu auch für ein Video. Er bringt 8 GByte internen Speicher mit, das Display zeigt aber mit 400 x 240 Bildpunkten nicht wirklich viel mehr an als der kleine Bruder. Wer auf der Suche nach einem guten aber kleinen Videoplayer ist, sollte zum Archos A43 greifen. Sein Display löst mit 480 x 854 Pixeln auf, sodass HD-Inhalte hier wirklich gut zur Geltung kommen. Der Archos A43 kostet knapp 200 Euro.

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Kommentare
Super-Handy!
Dorian Dombrowski (unangemeldet), Dienstag, 30. November 2010 23:21:18
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Geil! Endlich ein Handy, mit dem man NICHT telefonieren kann!


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Klang?
Benjamin Quest, Dienstag, 30. November 2010 23:09:24
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Jetzt würde mich persönlich noch interessieren, wie er denn so klingt der Player. Wenn ich mich recht entsinne gehört zum Hilzinger'schem Gadgetpark auch ein Cowon S9. Kann der mittel-kleine Archos klanglich mithalten?
Grüße,
b.


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Re: Klang?
Marcel Hilzinger, Dienstag, 30. November 2010 23:29:22
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Hallo Benjamin,
der Klang ist durchaus in Ordnung, habe diesbezüglich aber jetzt keine gesonderten Tests gemacht. Ich habe aber noch den neuesten Cowon-Player J3 hier und werde morgen eventuell noch den Sound vergleichen.


P.S. Leider gehört zu meinem Gadgetpark kein S9, da ich sogar die Cowon-Testgeräte wie schon an anderer Stelle erwähnt jeweils zur zuständigen PR-Agentur zurückschicke ;-)


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Re: Klang?
Marcel Hilzinger, Mittwoch, 01. Dezember 2010 14:54:39
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So, ich habe mir die zwei Player jetzt mal angehört. Der A32 hat eine höhere Ausgangsleistung, wobei Cowon gerenell die Maximumlautstärke so einrichtet, dass man über die Kopfhörer keinen Gehörschaden bekommen kann. Qualitätsunterschiede lassen sich eigentlich keine erkennen. Tendenziell hat der A32 etwas mehr Bässe und der J3 von Cowon die besseren Höhen, aber das sind Nuancen, die man vielleicht beim dritten oder vierten Mal testhören bemerkt.

Vielleicht noch so viel zum Unterschied Archos und Cowon J3: beim Cowon merkt man, dass es ein Audioplayer ist: die Tasten befinden sich am richtigen Ort, Navigation praktisch und trotzdem schön. Beim Archos fehlen mir persönlich Hardwaretasten für Vor und Zurück. Zudem kommt der Cowon auf eine Akkulaufzeit von über 50 Stunden (Musik) und lässt sich per Micro-SD-Karte erweitern. Das Display des J3 ist deutlich besser und der Player hat einen berührungsempfindliches Display. Viel besser gelöst hat aber Archos das Videoplayback. Hier unterstützt Cowon nur ein paar wenige Formate.

Also wer in erster Linie auf der Suchen nach einem guten MP3-Player ist, dem kann ich für 200 Euro den Cowon J3 empfehlen, wer mit dem Player auch etwas Spielen und Videos anschauen möchte, dann doch eher den Archos 43 zum gleichen Preis.


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