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Im Test: 7-Zoll Android-Tablet "Camangi Webstation"

Die Camangi Webstation

Android-Handys gibt es inzwischen wie Sand am Meer, doch Tablets mit dem vorinstallierten Linux-System sind noch eher spärlich gesät. Wir haben uns die Webstation 171 von Camangi angesehen.

Das iPad braucht freie Alternativen. Eine mögliche ist die Camangi Webstation 171, die für rund 300 Euro einen 7-Zoll-Touchscreen mit 480 * 800 Bildpunkten, WLAN, GPS, und einen integrierten Bewegungssensor mitbringt. Die Webstation unterstützt auch Breitbandverbindungen über UMTS oder HSDPA, allerdings nur über externe USB-Dongles. Ein integriertes Bluetooth-Modul fehlt dem Tablet ebenso wie eine Webcam. Dafür bringt es einen Micro-SD-Kartenslot mit und eine 8-GByte-Karte befindet sich in der Box. In Deutschland wird die Webstation 171 von der Firma EO-Link vertrieben [1], die uns auch das Testgerät zur Verfügung gestellt hat.

Preisleistung

Wer auf der Suche nach einem einfachen Tablet ist, um damit per WLAN zu surfen, E-Books zu lesen, über das Internet Musik zu hören oder ab und zu eine E-Mail zu verschicken, wird an der Webstation Gefallen finden. Zum aktuellen Internetpreis von 275 Euro erhält man mit der Webstation 171 rund vier bis fünf Stunden Akkulaufzeit (beim Musikhören ohne Display auch über sechs Stunden), ein recht gutes, wenn auch nur druckempfindliches Display und ein zwar veraltetes aber absolut flüssig arbeitendes Android-1.5-System. Im Standby-Modus hält die Batterie der Webstation locker zwei bis drei Tage durch.

Für das mobile Surfen über Breitband eignet sich das Tablet nur bedingt, da dann stets ein extra Dongle eingesteckt werden muss, der zudem das Drehen des Geräts und das Tippen auf dem druckempfindlichen Touchscreen nicht unbedingt erleichtert. Je nach Gefühl in den Fingern empfiehlt es sich zudem, den integrierten Stift für die Bedienung zu benutzen, da man damit etwa bei URLs genauer zielen kann.

Die Webstation ist auf die meisten USB-Dogles vorbereitet und das Setup ist sehr einfach. Die Qualität der eingebauten Lautsprecher ist für die Größe gut und bringt in etwa einen Sound, wie man ihn von Notebooks her kennt. Der integrierte Kopfhörerausgang ist für den Anschluss an die HiFi-Anlage etwas zu leise und lässt bei sehr leiser Musik ein deutliches Grundrauschen hören. Einem qualitativ hochwertigen MP3-Player kann die Webstation somit nicht das Wasser reichen.

Setup

Camangi setzt bei der Webstation auf eine leicht angepasste Android-Version – quasi die typische Android-Oberfläche mit einigen kleinen Änderungen. Seit dem neuesten Update vom Juli 2010 [2] lässt sich der Home-Bildschirm auch auf "Classic Home" umstellen. Man sieht dann die originale Android-Oberfläche. Da es sich bei der Webstation um kein von Google anerkanntes Android-Gerät handelt, bietet die Webstation keinen Zugriff auf den Google-Market. Serienmäßig basiert die Webstation auf Android 1.5 (Codename "Cupcake"), wobei es bereits drei Updates für das System gibt (in erster Linie Detailverbesserungen und zusätzliche UMTS-Treiber). Laut einigen Quellen soll die Webstation ein Update auf Android 2.1 oder sogar 2.2 erhalten, zurzeit (Anfang August) wird das Gerät aber noch mit Android 1.5 ausgeliefert.

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