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Hüpfender Rettungsdienst

Das Spiel zum Wochenende: SuperTux

01.05.2010 In SuperTux springt das Linux-Maskottchen durch unwegsames Gelände, um seine entführte Freundin Penny zu retten. Das klassische Jump and Run-Spiel begeistert seit nunmehr zehn Jahren große und kleine Spieler.

Ausgerechnet bei einem gemütlichen Picknick entführt der fiese Drache Nolok die liebreizende Pinguindame Penny. Ihr Freund Tux kann dies selbstverständlich nicht auf sich sitzen lassen und macht sich umgehend auf den Weg zu Noloks Schloss. Die Hintergrundgeschichte ist damit nicht nur vollständig erzählt, sie dürfte älteren Spieler vielleicht auch bekannt vorkommen.

Abbildung 1: In der Version 0.3.3 gibt es ein kleines Intro, während man sich im Vorgänger mit einem drögen Text zufrieden geben muss.

Bleibt alles anders

SuperTux bedient sich unübersehbar beim alten Videospielklassiker Super Mario Bros. So blickt der Spieler genau wie im Vorbild seitlich auf die von rechts nach links scrollenden Landschaften. Mit einem gezielten Tastendruck hüpft der Held über Abgründe oder erklimmt höher gelegene Plattformen.

Abbildung 2: Springt man die Fragezeichen von unten an, platzt ein Bonusgegenstand heraus. Ein Ausrufezeichen liefert hingegen einen Spieltipp (im Bild Version 0.3.3).

Zu Beginn des Spiels ist der kleine Pinguin noch recht wehrlos. Erst im Level verteilte Bonusgegenstände lassen ihn wachsen oder statten ihn mit Feuerbällen aus. In der Regel sind diese nützlichen Objekte in bunten Steinen versteckt, die man mit einem gezielten Sprung von unten zerstören muss.

Happy Birthday!

Auch wenn man es dem Spiel und der niedrigen Versionsnummer nicht ansieht: SuperTux feierte am 11. April bereits seinen zehnten Geburtstag. Insbesondere die Grafiken haben sich im Laufe der Jahre stark verändert. Als Bill Kendrick die erste Version von SuperTux der Öffentlichkeit präsentierte, musste das Spiel noch mit kargen Landschaften und einem nicht animierten Hauptdarsteller auskommen. Erst fünf Jahre später erhielt das Spiel die liebevoll per Hand gezeichneten Grafiken, wie man sie heute kennt. Eine kleine Zeitreise erlaubt die Screenshotsammlung auf der SuperTux-Homepage [2].

Abbildung 3: Dem kleinen, glubschäugigen Schneeball geht man entweder besser aus dem Weg oder setzt ihn mit einem gezielten Sprung auf den Kopf außer Gefecht. Das klappt allerdings nicht mit allen Gegnern (im Bild Version 0.3.3).

Die lange Entwicklungszeit hat auch einen kleinen Versionsmischmasch hinterlassen. So trägt die aktuelle stabile Version die Nummer 0.1.3, auch kurz Milestone 1 genannt. Sie umfasst 26 Level und 9 verschiedene Gegnertypen, sowie einen Editor, mit dem jeder Spieler mit wenigen Mausklicks neue Level basteln kann.

Abbildung 4: In der Version 0.3.3 gibt es jetzt auch einen Waldlevel mit neuen, kniffligen Gegnern.

Allerdings ist auch diese Version noch nicht fertig. So spielt sie ausschließlich in einer kühl blauen Eiswelt. Erst in der nächsten Version, dem Milestone 2, erforscht Tux auch ein Waldgebiet. Wer dort bereits jetzt einen Streifzug unternehmen möchte, installiert die Entwicklerversion 0.3.3. Gegenüber ihrem Vorgänger kann sie mit größeren Leveln umgehen, die zudem jetzt in alle Richtungen scrollen. Insbesondere in den Waldgebieten muss der Held hohe Gerüste erklimmen und tiefe Höhlen erforschen. Sein Leben erschweren zudem bewegliche Plattformen. Der Level-Editor wurde allerdings aus dem Spiel entfernt und in ein eigenständiges Programm ausgelagert.

Abbildung 5: Ab Version 0.3.3 sind auch Level möglich, bei denen es hoch hinaus geht.

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Infos zum Autor

Tim Schürmann

Tim Schürmann

Tim Schürmann ist Diplom-Informatiker und derzeit als freier Autor unterwegs. Mehr Informationen finden Sie auf seiner Homepage unter http://www.tim-schuermann.de.


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