Hühnerfrikassee

Chicken Invaders: Revenge of the Yolk erzählt den bereits dritten Invasionsversuch der intergalaktischen Super-Hühner. Während der erste Teil nur für Windows erhältlich war, durften Linux-Benutzer bereits die zweite Angriffswelle abwehren.

Aufgewärmtes

Die Spiele selbst sind eine aufgebohrte Mischung aus Space Invaders und den klassischen Shoot-em-ups aus den 80er Jahren, garniert mit einer mehr oder weniger komischen Hintergrundgeschichte. Am Steuer eines Raumschiffs feuert man einfach auf alles, was sich bewegt und weicht dabei möglichst den Eiergeschossen der Gegner aus. Wer die immer mal wieder achtlos herumliegenden Geschenkpakete einsammelt, erhält nützliche Rüstungsgenstände für seinen fliegenden Untersatz. Genügend gebratene Hähnchenschenkel bringen zudem dicke Raketen ein.

Der Todesstall (hier links im Bild) vernichtet mit seinen Laserstrahlen alles, was ihm in die Quere kommt.

Die einfallenden Hühnerhorden greifen in Wellen an, bilden dabei unterschiedliche Angriffsformationen und lassen sich immer wieder neue Tricks einfallen. Am Ende eines jeden Levels steht zudem ein größerer Endgegner, der sich nur mit viel Geduld und einer wohl überlegten Strategie in den Hühnerhimmel schicken lässt. Das eigene Schiff steuert man mit der Maus oder wahlweise den Pfeiltasten, die linke Maus- beziehungsweise Leertaste geben Primärfeuer, die rechte oder [Eingabe] schießt Raketen ab.

Am Ende eines jeden Levels wartet ein Boss-Gegner. Seine verbrauchte Lebensenergie zeigt der Balken am oberen Bildrand.

Kitchen Stories

Zwischen den einzelnen Runden treiben kurze, selbstablaufende Filmchen die Hintergrundgeschichte voran. Der dritte Teil knüpft dabei konsequent an seine beiden Vorgänger an: Das hartnäckige Federvieh bastelt kurz hinter der Sonne an einem Todesstall, der natürlich die Erde mit seiner geballten Feuerkraft endgültig auslöschen soll. Obwohl nach den ersten beiden Abenteuern ausgehungert, tritt der Held in seiner fliegenden Kiste gegen das überdimensionale Ei an – und wird dabei prompt von einem schwarzen Loch ans andere Ende der Galaxie geschleudert.

Dank der Mehrspielermodi darf man auch gemeinsam mit Freunden gegen die hereinfallenden Hühner vorgehen – entweder über ein Netzwerk, das Internet oder mit bis zu vier Spielern an einem Computer. Den erzielten Highscore darf man zudem auf die Chicken Invaders Homepage hochladen und sich so mit anderen Spielern auf der ganzen Welt messen.

Die Hühner fliegen immer neue Angriffsformationen.

Viele Eier

Die insgesamt 12 Level, 6 verschiedenen Waffen, 120 Angriffsformationen, 30 einzigartigen Boni, 13 Medaillen und 7 zu entdeckenden, geheimen Funktionen geben die Entwickler allerdings nicht umsonst raus: 22,50 Euro kostet die Vollversion. Für einen ersten, kostenlosen Ausflug ins All steht eine circa 14 MB große Demoversion bereit. Das heruntergeladene Archiv muss man lediglich auf der Festplatte entpacken und das Programm Game_Launcher starten. Für die bald anstehende Adventszeit halten die InterAction Studios übrigens noch eine spezielle Weihnachtsedition bereit, die es auch vom vorhergehenden zweiten Teil gibt.

Für Abwechslung sorgen Bonuslevels wie dieses hier: In den Kisten verstecken sich Geldmünzen, die das Punktekonto erhöhen.

Fazit

Die Entwickler haben viel Liebe und Aufwand investiert, um das an sich platte und eintönige Spielprinzip „Schieße auf alles, was sich bewegt“ spannend, motivierend und abwechselnd zu gestalten. Der Humor quillt aus fast jedem Pixel, dürfte aber einigen Spielern mitunter zu platt wirken. Auch wenn die Standbilder auf den ersten Blick gut aussehen, bleibt die Grafik dennoch nur auf dem Niveau einer besseren Freeware. Die 22,50 Euro liegen damit auch über dem, was andere Gelegenheitsspiele („Casual Games“) der gleichen Klasse kosten. Anhand der Demoversion kann glücklicherweise jeder selbst entscheiden, ob ihm Chicken Invaders das Geld wert ist.

Bezugsquelle: http://www.interactionstudios.com/games.php

Preis: 22,50 Euro

Lizenz: proprietär

Voraussetzungen: halbwegs aktuelle Linux-Distribution

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