Wie im kommerziellen Vorbild dirigiert man seinen Helden mit der Maus durch abwechslungsreiche Landschaften und düstere Dungeons. Diese zeigen sich genretypisch aus einer leicht schrägen Vogelperspektive. Monster und andere Gegner greift man mit gezielten Mausklicks an. Sobald diese das Zeitliche segnen, sammelt man alle fallen gelassenen oder herumliegenden Gegenstände ein, die man wiederum verkauft, eintauscht oder kurzerhand selbst nutzt.
Setzkasten
Wie im richtigen Leben besitzen die Taschen des Helden nur ein begrenztes Fassungsvermögen. Analog kann er immer nur eine Rüstung tragen und nicht beliebig viele Waffen gleichzeitig schwingen. Man sollte sich folglich gut überlegen, welche Gegenstände man aufhebt und welches Mordinstrument man vor einem Kampf dem Helden in die Hand drückt.
Wie in jedem guten Rollenspiel spielt auch in Summoning Wars die Aufrüstung des eigenen Charakters eine zentrale Rolle. Mit dem mickrigen Schwert, das man zu Beginn in Händen hält, lassen sich gerade einmal eklige Schnecken und Käfer erledigen. Vor zu schnellem Verlust der kostbaren Lebensenergie schützt eine gut zusammengestellte beziehungsweise geklaute Rüstung. Im Laufe der Zeit gewinnt der eigene Charakter an Erfahrung, die man in Form von Punkten auf verschiedene Fertigkeiten verteilt und ihn so sukzessive mächtiger macht. Der Held in Summoning Wars kann zwar sterben, sich aber umgehend wiederbeleben. Das beugt zwar Frustmomenten vor, im Gegenzug speichert das Rollenspiel den aktuellen Spielstand allerdings immer nur beim Beenden des kompletten Spiels.
Im Gegensatz zum Vorbild Diablo besitzt Summoning Wars eine ausgeklügelte Hintergrundgeschichte, die sich für Rollenspieleinsteiger aber gerade zu Beginn etwas wirr gibt. Dafür darf man die Abenteuer wahlweise alleine oder im Mehrspielermodus mit bis zu acht weiteren Personen über das Netzwerk erleben. Sämtliche Dialoge erscheinen komplett auf Deutsch, nur die Menüs streuen immer mal wieder englische Begriffe ein.
Bauarbeiten
Das Rollenspiel steht derzeit für Linux ausschließlich im Quellcode bereit, man muss es folglich erst umständlich per Hand erstellen. Dazu zückt man zunächst den hauseigenen Paketmanager und installiert die folgenden Softwarekomponenten einschließlich der zugehörigen Entwicklerpakete:
- Ogre3d (ab Version 1.4)
- OIS
- CEGUI (ab Version 0.5)
freealutopenal- Lua 5.1
- Oggvorbis
vorbisfile
Unter Ubuntu erledigt man diese Aufgabe an der Kommandozeile per:
sudo apt-get install libogre-dev libois-dev libcegui-mk2-dev libceguiogre-dev libalut-dev liblua5.1-0-dev libvorbis-dev libvorbisfile3 g++
Zusätzlich benötigt man RakNet in der älteren Version 2.0. Das entsprechende Softwarepaket steht unter [2] zum Download bereit. Nach dem Entpacken des Archivs ruft man in seinem Verzeichnis die beiden Befehle:
make sudo make install
auf. Nachdem damit die letzte Voraussetzung erfüllt ist, schnappt man sich das Quellcodepaket im Download-Bereich auf der Summoning Wars Homepage [1], entpackt es und ruft nacheinander die Befehle
./configure make
auf. Lief der gesamte Vorgang ohne Fehlermeldung durch, startet das Rollenspiel durch die Eingabe von
./sumwars
Eine Installation im System (über make install) ist von den Entwicklern derzeit nicht vorgesehen.



