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Hau drauf

Das Spiel zum Wochenende: Summoning Wars

15.05.2010 Das Action-Rollenspiel Diablo wurde vor allem durch das einfache Kampfsystem und die zahlreichen, teilweise verrückten Gegenstände zu einem Klassiker. Summoning Wars klaut dieses erfolgreiche Konzept und garniert es mit einer interessanten Hintergrundgeschichte.

Wie im kommerziellen Vorbild dirigiert man seinen Helden mit der Maus durch abwechslungsreiche Landschaften und düstere Dungeons. Diese zeigen sich genretypisch aus einer leicht schrägen Vogelperspektive. Monster und andere Gegner greift man mit gezielten Mausklicks an. Sobald diese das Zeitliche segnen, sammelt man alle fallen gelassenen oder herumliegenden Gegenstände ein, die man wiederum verkauft, eintauscht oder kurzerhand selbst nutzt.

Abbildung 1: Ein Klick auf die Schnecken und schon sind sie Geschichte.

Setzkasten

Wie im richtigen Leben besitzen die Taschen des Helden nur ein begrenztes Fassungsvermögen. Analog kann er immer nur eine Rüstung tragen und nicht beliebig viele Waffen gleichzeitig schwingen. Man sollte sich folglich gut überlegen, welche Gegenstände man aufhebt und welches Mordinstrument man vor einem Kampf dem Helden in die Hand drückt.

Abbildung 2: Das Inventar ist noch leer. Lediglich zwei Heiltränke und ein Schwert trägt der Held bei sich.

Wie in jedem guten Rollenspiel spielt auch in Summoning Wars die Aufrüstung des eigenen Charakters eine zentrale Rolle. Mit dem mickrigen Schwert, das man zu Beginn in Händen hält, lassen sich gerade einmal eklige Schnecken und Käfer erledigen. Vor zu schnellem Verlust der kostbaren Lebensenergie schützt eine gut zusammengestellte beziehungsweise geklaute Rüstung. Im Laufe der Zeit gewinnt der eigene Charakter an Erfahrung, die man in Form von Punkten auf verschiedene Fertigkeiten verteilt und ihn so sukzessive mächtiger macht. Der Held in Summoning Wars kann zwar sterben, sich aber umgehend wiederbeleben. Das beugt zwar Frustmomenten vor, im Gegenzug speichert das Rollenspiel den aktuellen Spielstand allerdings immer nur beim Beenden des kompletten Spiels.

Abbildung 3: Im Kampf gesammelte Erfahrungspunkte darf man über die Pluszeichen auf verschiedene Eigenschaften verteilen.

Im Gegensatz zum Vorbild Diablo besitzt Summoning Wars eine ausgeklügelte Hintergrundgeschichte, die sich für Rollenspieleinsteiger aber gerade zu Beginn etwas wirr gibt. Dafür darf man die Abenteuer wahlweise alleine oder im Mehrspielermodus mit bis zu acht weiteren Personen über das Netzwerk erleben. Sämtliche Dialoge erscheinen komplett auf Deutsch, nur die Menüs streuen immer mal wieder englische Begriffe ein.

Abbildung 4: Zwischensequenzen wie diese treiben die Handlung voran.

Bauarbeiten

Das Rollenspiel steht derzeit für Linux ausschließlich im Quellcode bereit, man muss es folglich erst umständlich per Hand erstellen. Dazu zückt man zunächst den hauseigenen Paketmanager und installiert die folgenden Softwarekomponenten einschließlich der zugehörigen Entwicklerpakete:

  • Ogre3d (ab Version 1.4)
  • OIS
  • CEGUI (ab Version 0.5)
  • freealut
  • openal
  • Lua 5.1
  • Oggvorbis
  • vorbisfile

Unter Ubuntu erledigt man diese Aufgabe an der Kommandozeile per:

sudo apt-get install libogre-dev libois-dev libcegui-mk2-dev libceguiogre-dev libalut-dev liblua5.1-0-dev libvorbis-dev libvorbisfile3 g++

Zusätzlich benötigt man RakNet in der älteren Version 2.0. Das entsprechende Softwarepaket steht unter [2] zum Download bereit. Nach dem Entpacken des Archivs ruft man in seinem Verzeichnis die beiden Befehle:

make
sudo make install

auf. Nachdem damit die letzte Voraussetzung erfüllt ist, schnappt man sich das Quellcodepaket im Download-Bereich auf der Summoning Wars Homepage [1], entpackt es und ruft nacheinander die Befehle

./configure
make

auf. Lief der gesamte Vorgang ohne Fehlermeldung durch, startet das Rollenspiel durch die Eingabe von

./sumwars

Eine Installation im System (über make install) ist von den Entwicklern derzeit nicht vorgesehen.

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Infos zum Autor

Tim Schürmann

Tim Schürmann

Tim Schürmann ist Diplom-Informatiker und derzeit als freier Autor unterwegs. Mehr Informationen finden Sie auf seiner Homepage unter http://www.tim-schuermann.de.


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