sw1.png

Das Spiel zum Wochenende: Summoning Wars

Hau drauf

Das Action-Rollenspiel Diablo wurde vor allem durch das einfache Kampfsystem und die zahlreichen, teilweise verrückten Gegenstände zu einem Klassiker. Summoning Wars klaut dieses erfolgreiche Konzept und garniert es mit einer interessanten Hintergrundgeschichte.

Wie im kommerziellen Vorbild dirigiert man seinen Helden mit der Maus durch abwechslungsreiche Landschaften und düstere Dungeons. Diese zeigen sich genretypisch aus einer leicht schrägen Vogelperspektive. Monster und andere Gegner greift man mit gezielten Mausklicks an. Sobald diese das Zeitliche segnen, sammelt man alle fallen gelassenen oder herumliegenden Gegenstände ein, die man wiederum verkauft, eintauscht oder kurzerhand selbst nutzt.

Abbildung 1: Ein Klick auf die Schnecken und schon sind sie Geschichte.

Setzkasten

Wie im richtigen Leben besitzen die Taschen des Helden nur ein begrenztes Fassungsvermögen. Analog kann er immer nur eine Rüstung tragen und nicht beliebig viele Waffen gleichzeitig schwingen. Man sollte sich folglich gut überlegen, welche Gegenstände man aufhebt und welches Mordinstrument man vor einem Kampf dem Helden in die Hand drückt.

Wie in jedem guten Rollenspiel spielt auch in Summoning Wars die Aufrüstung des eigenen Charakters eine zentrale Rolle. Mit dem mickrigen Schwert, das man zu Beginn in Händen hält, lassen sich gerade einmal eklige Schnecken und Käfer erledigen. Vor zu schnellem Verlust der kostbaren Lebensenergie schützt eine gut zusammengestellte beziehungsweise geklaute Rüstung. Im Laufe der Zeit gewinnt der eigene Charakter an Erfahrung, die man in Form von Punkten auf verschiedene Fertigkeiten verteilt und ihn so sukzessive mächtiger macht. Der Held in Summoning Wars kann zwar sterben, sich aber umgehend wiederbeleben. Das beugt zwar Frustmomenten vor, im Gegenzug speichert das Rollenspiel den aktuellen Spielstand allerdings immer nur beim Beenden des kompletten Spiels.

Im Gegensatz zum Vorbild Diablo besitzt Summoning Wars eine ausgeklügelte Hintergrundgeschichte, die sich für Rollenspieleinsteiger aber gerade zu Beginn etwas wirr gibt. Dafür darf man die Abenteuer wahlweise alleine oder im Mehrspielermodus mit bis zu acht weiteren Personen über das Netzwerk erleben. Sämtliche Dialoge erscheinen komplett auf Deutsch, nur die Menüs streuen immer mal wieder englische Begriffe ein.

Bauarbeiten

Das Rollenspiel steht derzeit für Linux ausschließlich im Quellcode bereit, man muss es folglich erst umständlich per Hand erstellen. Dazu zückt man zunächst den hauseigenen Paketmanager und installiert die folgenden Softwarekomponenten einschließlich der zugehörigen Entwicklerpakete:

  • Ogre3d (ab Version 1.4)
  • OIS
  • CEGUI (ab Version 0.5)
  • freealut
  • openal
  • Lua 5.1
  • Oggvorbis
  • vorbisfile

Unter Ubuntu erledigt man diese Aufgabe an der Kommandozeile per:

sudo apt-get install libogre-dev libois-dev libcegui-mk2-dev libceguiogre-dev libalut-dev liblua5.1-0-dev libvorbis-dev libvorbisfile3 g++

Zusätzlich benötigt man RakNet in der älteren Version 2.0. Das entsprechende Softwarepaket steht unter [2] zum Download bereit. Nach dem Entpacken des Archivs ruft man in seinem Verzeichnis die beiden Befehle:

make
sudo make install

auf. Nachdem damit die letzte Voraussetzung erfüllt ist, schnappt man sich das Quellcodepaket im Download-Bereich auf der Summoning Wars Homepage [1], entpackt es und ruft nacheinander die Befehle

./configure
make

auf. Lief der gesamte Vorgang ohne Fehlermeldung durch, startet das Rollenspiel durch die Eingabe von

./sumwars

Eine Installation im System (über make install) ist von den Entwicklern derzeit nicht vorgesehen.

Ähnliche Artikel

  • Das Spiel zum Wochenende: Flare
    In nur anderthalb Jahren hat Clint Bellanger fast im Alleingang einen interessanten Diablo-Klon aus dem Boden gestampft. Auch wenn das Action-Rollenspiel noch nicht fertig ist, macht es bereits jetzt schon eine gute Figur – und die Monsterkloppe Laune.
  • Das Spiel zum Wochenende: Hale
    Während man heutzutage in Diablo einen einsamen Helden durch die Hölle klickt, zog man im vorigen Jahrhundert noch in einem Team durch die Landschaft, jonglierte in Tabellen Erfahrungspunkte und führte rundenbasierte Kämpfe. Genau diese Altlasten reanimiert ein nettes kleines Rollenspiel.
  • Das Spiel zum Wochenende: The Bard's Tale
    inXile Entertainment gibt dem Spieler einen ziemlich unverschämten Helden an die Hand. Während Windows- und Konsolen-Spieler mit ihm schon länger Monster verkloppen durften, gibt es das Action-Rollenspiel erst seit Kurzem auch für Linux.
  • Das Spiel zum Wochenende: Victor Vran
    Vom Entwickler Haemimont Games stammt ein unkompliziertes Actionrollenspiel für Einsteiger und Fortgeschrittene. Der düstere Diablo-Klon begeistert mit einer stimmungsvollen Vertonung und einer Prise schwarzem Humor. Das Ganze gibt es derzeit auch noch zum Sonderpreis.
  • Das Spiel zum Wochenende: Dungeon Fray
    Normalerweise brauchen Rollenspieler eine Menge Geduld. Es dauert, bis alle Schätze eingesammelt und der eigene Held an Erfahrung gewonnen hat. Doch das muss nicht sein: Der Programmierer Nitesh Gupta überrascht mit einem schnellen wie spaßigen Rollenspiel für die Mittagspause.
Kommentare

Stellenmarkt

Aktuelle Fragen

Broadcom Adapter 802.11n nachinstallieren
Thomas Mengel, 31.10.2017 20:06, 2 Antworten
Hallo, kann man nachträglich auf einer Liveversion, MX Linux auf einem USB-Stick, nachträglich...
RUN fsck Manually / Stromausfall
Arno Krug, 29.10.2017 12:51, 1 Antworten
Hallo, nach Absturz des Rechners aufgrund fehlendem Stroms startet Linux nicht mehr wie gewohn...
source.list öffnet sich nicht
sebastian reimann, 27.10.2017 09:32, 2 Antworten
hallo Zusammen Ich habe das problem Das ich meine source.list nicht öffnen kann weiß vlt jemman...
Lieber Linux oder Windows- Betriebssystem?
Sina Kaul, 13.10.2017 16:17, 6 Antworten
Hallo, bis jetzt hatte ich immer nur mit
IT-Kurse
Alice Trader, 26.09.2017 11:35, 2 Antworten
Hallo liebe Community, ich brauche Hilfe und bin sehr verzweifelt. Ih bin noch sehr neu in eure...