Interview mit dem Autor von Geek Hero

Geek-Gespräch

Geek-Gespräch

02.05.2009
Die neue Comic-Serie auf der LinuxCommunity stammt vom Italiener Salvatore Iovene. Lesen Sie hier ein kurzes Interview mit dem Open-Source-Zeichner und -Programmierer.

LC:Salvatore, kannst du dich kurz mit ein paar Sätzen selbst vorstellen?
Salvatore: Ich bin Salvatore Iovene, meine Freunde nennen mich Salva. Ich bin seit 2000 Linux-Nutzer und arbeite beruflich als C-Programmierer.

LC:Du lebst in Finnland. Salvatore hört sich aber nicht nach einem finnischen Namen an. Bist du vielleicht mit einer Finnin verheiratet?
Salvatore: Beinahe! Ich bin mit einer wunderbaren jungen Finnin verlobt, sie heißt Tanja. Ursprünglich komme ich aus Italien, bin aber 2005 nach Finnland gezogen.

LC:Wann hast du mit Geek Hero angefangen und wie kam die ursprüngliche Idee?
Salvatore: Ungefähr im Februar 2008. Der einzige Comic, den ich damals las, war XKCD und Geek Hero startete auch als Strichmännchen-Comic! Ich wollte der Welt zeigen, was Geeks sind und warum sie es verdient haben, beliebter und berühmter zu werden, als sie es sind. Dieses Ziel habe ich immer noch, obwohl sich der Comic schnell zu einem Programmierabenteuer im Dillbert-Stil entwickelt hat. Natürlich ohne sprechende Katzen und Hunde.

LC: Welche Tools nutzt du, um die Comics zu zeichnen?
Salvatore: Inkscape, Inkscape und noch einmal Inkscape. Ich mag Inkscape so sehr, dass es eigentlich eine Schande ist, dass ich noch keine einzige Zeile Code zum Projekt beigesteuert habe, obwohl ich eigentlich die Kerntechnologien (C, glib, Gtk) gut kenne. Aber ich plane schon lange, das Projekt mit einer Spende zu unterstützen, wenn ich denn endlich mal Geld habe :-) Ich habe auch viel experimentiert mit Geek Hero. Für ein paar Folgen habe ich zum Beispiel mit Blender 3D-Bilder gemacht, aber das war kein großartiger Erfolg.

LC: Lass uns über Randall sprechen, deinen Haupthelden. Liegen sein Job und deine Arbeit weit auseinander?
Salvatore: Überhaupt nicht. Wie Randall arbeite auch ich für ein großes Unternehmen und programmiere in C. Wie er verehre ich vim und git, und benutze Bugzilla. Im Gegensatz zu ihm arbeite ich aber nicht am Kernel und obwohl ich in einer 100 Prozent OSS-Umgebung arbeite, ist der Code, den ich schreibe (noch) nicht open source.

LC: Wie sieht es mit Bob und Ross aus? Hattest du schlechte Erfahrungen mit Projekt-Managern in der Vergangenheit?
Salvatore: Nie. Das ist jetzt keine rechtliche Absicherung, falls mein Boss dieses Interview lesen sollte, aber um die Wahrheit zu sagen: Ich hatte immer sehr tolle Chefs und Projekt-Manager. Mein aktueller PM ist der Kopf hinter einem sehr populären Open-Source-Projekt.

LC: Wird es neben dem CEO Annie noch weitere Frauen in den Comics geben?
Salvatore: Ja. Es gibt ja bereits Aashna, eine ganz reizende Testerin aus Indien, die ein Date mit Randall hatte, ihm dann aber den Laufpass gab, weil er zwei Stunden lang über Design Pattern sprach. Aber ich plane auch etwas romantischere Witze in Geek Hero.

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