Festplatte aufteilen

Für die Installation von Ubuntu müssen Sie entweder noch freien Platz auf der Festplatte Ihres Rechners haben oder eine vorhandene Partition (ein Laufwerk) verkleinern oder formatieren. Findet das Installationsprogramm auf der Festplatte andere Betriebssysteme (Linux, Mac oder Windows), schlägt es vor, diese zu verkleinern. Dazu richten Sie über den Schieberegler in der unteren farbigen Skala die gewünschte Größe ein und klicken dann auf Vor. Zur Sicherheit Ihrer Daten sollten Sie vor dem Verkleinern von Partitionen ein Backup durchführen. Unter Windows müssen Sie zudem die Defragmentierung durchführen.

Findet das Installationsprogramm auf der Festplatte keinen freien Platz oder ist die Festplatte leer, schlägt es vor, das gesamte Laufwerk zu löschen (Abbildung 5). Entscheiden Sie sich für diesen Punkt, wenn Sie nur Ubuntu auf Ihrem Rechner haben möchten und keine weiteren Betriebssysteme. Sämtliche Daten auf der Festplatte gehen dann verloren. Manuell wählen Sie diese Möglichkeit per Klick auf Löschen und das gesamte Medium verwenden

Abbildung 5: Findet das Installationsprogramm keine Betriebssysteme, dann schlägt es vor, die komplette Festplatte zu formatieren.

Befinden sich mehrere Festplatten im Rechner, können Sie auswählen, auf welcher Platte Sie Ubuntu installieren möchten. Auch hier gehen sämtliche Daten auf der ausgewählten Festplatte verloren. In den übrigen Fällen müssen Sie die manuell Partitionieren. Wählen Sie dazu den Eintrag Partitionen manuell festlegen (fortgeschritten) und klicken Sie auf Vor.

Egal, für welchen Weg Sie sich entscheiden: Für die Installation von Ubuntu benötigen Sie eine freie Partition mit einer Mindestgröße von drei GByte. Vier bis acht GByte sind dringend empfohlen. Der Artikel beschreibt im Folgenden, wie Sie auf dem freien Platz die für Ubuntu benötigten Partitionen anlegen, falls Ihnen der automatische Vorschlag nicht passt. Details zum Partitionieren lesen Sie im Kasten "Tipps zum Partitionieren".

Tipps zum Partitionieren

Windows richtet standardmäßig pro Festplatte ein Laufwerk ein. Das muss nicht so sein. Mehrere Laufwerke (so genannte Partitionen) anzulegen, hilft Ordnung zu schaffen und erleichtert das regelmäßige Backup. Diesen Vorgang nennt man Partitionieren.

Unter Linux ordnet man jeder Partition einen so genannten Einhängepunkt (mount point) zu. Das Laufwerk C:\ heißt unter Linux Wurzelverzeichnis. Es hat einen Schrägstrich / als Einhängepunkt. Hier liegt das eigentliche System. Für / müssen Sie eine eigene Partition anlegen, da Sie sonst nicht installieren können. Die Größe der Partition hängt von der Festplatte ab. Mindestens 2 GByte sollten es sein, mehr als 10 GByte lohnt sich kaum. Eine weitere Partition müssen Sie für den virtuellen Speicher, den so genannten Swap-Bereich anlegen. Diese Partition sollte mindestens so groß, wie der Arbeitsspeicher Ihres Rechners sein. Mit 1 bis 2 GByte sind Sie auf der sicheren Seite. Der virtuelle Speicher benötigt keinen Einhängepunkt.

Wenn immer möglich, sollten Sie für das Verzeichnis /home ebenfalls eine separate Partition anlegen. Diese entspricht ungefähr dem Verzeichnis Eigene Dateien unter Windows. Linux speichert hier aber nicht nur Dokumente, sondern auch sämtliche persönlichen Einstellungen, Schriften, Symbole, Hintergrundbilder und so weiter. Je größer /home, desto mehr Platz haben Sie für Ihre Daten.

Alternativ legen Sie neben / und /home noch eine zusätzliche Datenpartition an. Dieser können Sie einen beliebigen Einhängepunkt zuordnen, zum Beispiel /daten, /downloads oder /dokumente. Wenn Sie nicht genau wissen, was Sie tun, sollten Sie für die übrigen Verzeichnisse keine eigene Partition anlegen und stattdessen /home so groß wie möglich machen.

Verfügt Ihr Rechner über mehrere Festplatten, müssen Sie zunächst herausfinden, an welchem Kabel diese hängen und in welcher Reihenfolge. Diese Informationen finden Sie ebenfalls im BIOS. Öffnen Sie das Menü Standard BIOS Options (oder ähnlich) und suchen Sie nach den Einträgen für Primary Master, Primary Slave, Secondary Master und Secondary Slave. Bei neuen Mainboards mit SATA-Festplatten heißen diese Einträge eventuell First SATA-Master und First IDE-Master. Hier sind auch Third SATA-Master und Third SATA-Slave üblich. Notieren Sie sich, an welchen Geräten Festplatten angeschlossen sind und an welchen CD/DVD-Laufwerke (siehe Tabelle "Gerätebezeichnungen").

Im Dialog Die Partitionen vorbereiten (Abbildung 6) erstellen Sie neue Partitionen oder löschen bestehende, um neue anzulegen. Ubuntu braucht zwei Partitionen: das Wurzelverzeichnis für das System und die Swap-Partition für den virtuellen Arbeitsspeicher. Haben Sie bereits vor der Installation von Ubuntu die benötigten Partitionen erstellt (zum Beispiel unter Windows), dann klicken Sie doppelt auf die gewünschte Partition und wählen unter Benutzen als den Eintrag Ext4 journaling file system. Markieren Sie zudem die Checkbox Partition formatieren setzen Sie den Einhängepunkt auf / (Abbildung 7). Markieren Sie nun die Partition, die Sie für den Swap-Bereich vorgesehen haben und wiederholen Sie das Setup per Doppelklick. Unter Benutzen als wählen Sie dieses Mal den Eintrag Auslagerungsspeicher (Swap). Was die Einträge in der Spalte Laufwerk bedeuten, erklärt die Tabelle "Gerätebezeichnungen".

Abbildung 6: Bei der manuellen Partitionierung müssen Sie mindestens eine Swap-Partition und das Wurzelverzeichnis anlegen.
Abbildung 7: Die Hauptpartition von Ubuntu richten Sie als Ext4-Dateisystem mit dem Einhängepunkt "/" ein.

Falls Sie lediglich eine freie Partition eingerichtet haben oder noch gar keine, dann müssen Sie zunächst eine Partition löschen, um die zwei neuen Partitionen anzulegen oder gehen Sie folgendermaßen vor:

  • Markieren Sie die Partition, die Sie löschen möchten, und klicken Sie auf Löschen. Ubuntu berechnet dann jeweils die neue Partitionstabelle.
  • Markieren Sie nun die Zeile, bei der in der Spalte Typ der Eintrag Freier Speicherplatz steht und klicken Sie auf Hinzufügen. Je nach vorhandenen Partitionen können Sie unter Typ der neuen Partition den Eintrag Primär oder Logischauswählen.
  • Erstellen Sie nun die zwei benötigten Partitionen (Swap und Wurzelverzeichnis) wie oben beschrieben, wobei Sie die Größe jeweils in MByte angeben müssen. Ubuntu wählt in der Grundeinstellung jeweils den kompletten verfügbaren Platz aus.

Nach erfolgreicher Partitionierung sehen Sie mindestens einen Eintrag vom Typ swap und mindestens einen vom Typ ext4 in der Spalte Verwendung (Abbildung 6). Nach einem Klick auf Vor führt das Installationsprogramm die gewünschten Änderungen durch.

Gerätebezeichnungen

Gerätedatei Erklärung
/dev/sda Erstes Festplatte. Je nach Hardware handelt es sich dabei um den Primary IDE-Master, den Primary SATA-Master, ein SCSI- oder ein externes Laufwerk (USB/Firewire/E-SATA).
/dev/sda1 Erste primäre Partition auf der ersten Festplatte oder erweiterte Partition.
/dev/sda4 Vierte primäre Partition auf der ersten Festplatte oder erweiterte Partition.
/dev/sda5 Erste logische Partition auf der ersten Festplatte
/dev/sda6 Zweite logische Partition auf der ersten Festplatte
/dev/sdb Zweites Laufwerk. Primary IDE-Slave, Secondary SATA-Master oder externe USB-/ Firewire-/ E-SATA-Festplatte.
/dev/sdc Drittes Laufwerk. Secondary IDE-Master, Third SATA-Master oder externe USB-/ Firewire-/ E-SATA-Festplatte.
/dev/scd0 Erstes ATAPI- oder SATA-CD/DVD-Laufwerk
/dev/sr0 Erster ATAPI- oder SATA-CD/DVD-Brenner
/dev/fd0 Erstes Diskettenlaufwerk

Benutzer anlegen

Im Schritt nach der Partitionierung (Abbildung 8) tragen Sie Ihren Namen, den gewünschten Benutzernamen und ein Passwort ein. Das Passwort sollte optimalerweise, Groß- und Kleinbuchstaben sowie Zahlen enthalten. Sie müssen es sich gut merken, da Sie es später für Administrative Aufgaben am System benötigen. Es ist besser, ein kompliziertes Passwort aufzuschreiben, als ein einfaches zu wählen, falls Sie sich Passwörter schwer merken können. Den Namen des Computers füllt der Ubuntu-Installer automatisch aus. Wenn Sie möchten, können Sie diesen ändern. Ganz zu unterst sehen Sie drei Optionen für den Anmeldevorgang. In der Grundeinstellung erscheint nach dem Start des Systems ein Login-Bildschirm und Sie müssen sich mit Ihrem Passwort am System anmelden.

Soll Ubuntu den Login automatisch durchführen, scrollen Sie nach unten und markieren den Eintrag Automatisch anmelden. Ubuntu kann zudem das Home-Verzeichnis verschlüsseln, sodass die Daten bei Diebstahl selbst nach dem Ausbau der Festplatte nicht gelesen werden können. Möchten Sie diese Option nutzen, dann markieren Sie den untersten Eintrag. Ein automatischer Login-Vorgang ist so hingegen nicht möglich, da Sie in jedem Fall zunächst Ihr Benutzerpasswort eingeben müssen.

Abbildung 8: Hier machen Sie Angaben zu Ihrer Person und legen den automatischen Login fest.

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Kommentare
Leichte Installation? Zu 29.04.2010
großvater (unangemeldet), Donnerstag, 14. Oktober 2010 18:34:36
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Ganz so kann ich es nicht sehen.
Bin beim xten Anlauf und fast am aufgeben.
Zu WIN XP Prof soll Linus kommen.
Habe C: Systempartition 20 GB
D: Daten 20 GB
E: Programme 7 GB
F: Linux 21 GB als neue Partition(primär) die bei
Erstellung durch WIN auch formatiert wurde.

10.04.1 auf CD gezogen
Weil alles andere gescheitert Installation mit Wubi versucht.
Ergebnis:
PC-Start bringt Auswahl Windows
Ubuntu
aufruf von Ubuntu endet mit initramfs _

Bei anderen Variaten scheitert es wegen
Kein Root -Dateisystem
Anderer Vorschlag lautet auf dmraid für Löschen vorsehen,alle Fragen bestätigen, aber es kommen keine Fragen. Dann installieren.

Beim Instllationsablauf wird die Frage nach dem LW( Partition)
übersprungen.

Im Test Modus erkennt GParted keine Laufwerke

Wo liegt mein Fehler




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Probleme beim Aktualisieren, bzw. Installieren ...
guennynbg (unangemeldet), Samstag, 19. Juni 2010 15:42:43
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Hallo Leute.
So langsam bin ich der Verzweiflung nahe. Ich benutze Ubuntu nun schon seit der Version 8.04! Bisher war ich auch immer sehr zufrieden.
Nun habe ich also über die "Aktualisierungsverwaltun" ein Update durchgeführt. Nach dem Neustart erhielt ich nur einen schwarzen Bildschirm, und nix ging mehr.
Nachdem ich also auf mein Lap nicht mehr zugreifen konnte - Heft DVD gekauft. Eingeschmissen, und den "Live-Mod" versucht. Das System lädt und lädt und lädt ...., und plötzlich Schluß, ebenfalls schwarzer Bildschirm. Also geht da auch nix.
Also - ein dritter Versuch - anderes Linux-System aufgespielt, und "iso-Datei" runtergeladen, gebrannt, installiert, Neustart - und - wieder schwarzer Bildschirm.
Also jetzt mal die verschiedenen Foren durchgestöbert. Das Ergebnis: das neue Ubuntu 10.04 unterstützt viele (ich bin da keine Ausnahme) Grafikkarten nicht!! Besonders häufig sind hiervon Laps betroffen. Leider fand ich aber auch keinerlei Hinweise, wie jemand - der wie ich - mit den Tiefen von Linux nicht so sehr vertraut ist, etwas anfangen kann. Hier verstand ich meistens nur "Bahnhof".
Hab mir also erst mal wieder mein gewohntes "Kubuntu 9.10" aufgespielt, in der Hoffnung, dass das Problem irgendwann mal beseitigt ist. Jetzt werde ich halt permanent von der Aktualisierungsverwaltung daran erinnert, dass das Update für 10.04 verfügbar ist.
Nomaler Weise kennt man das ja von Windoof, dass unfertige Produkte auf den Markt geschmissen werden - dort ist das ja die Normalität, aber Linux?? Ich muss sagen, ich bin sehr enttäuscht. Das Problem ist ja nun mittlerweile hinlänglich bekannt, und sollte wohl langsam mal behoben sein.
Na, und das Heft und die DVD war ja nun eine Investition für den Gelben Sack!!
LG Günny



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ichthux (unangemeldet), Mittwoch, 04. August 2010 18:00:57
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Hi,
habe das gleiche Problem.
Will auf Mint 9.* umsteigen, komme aber genau so weit wie Du.
Gibt es dafür schon eine Lösung ?
Es sieht mir tatsächlich wie ein Grafikkartenproblem aus.



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Re: Probleme beim Aktualisieren, bzw. Installieren ...
Predpray (unangemeldet), Dienstag, 24. August 2010 15:38:53
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Hallo,

ja es gibt eine Lösung. Alle User die ein Laptop mit dem Intel Grafikchip 855-GM besitzen, sollten die gepatchte Version von dieser Adresse hier nehmen.
( http://glasen-hardt.de/?page_id=697)
habe ich selbst ausprobiert und mein Laptop läuft jetzt auch mit Ubuntu 10.04.1

Viel Erfolg



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