Home / Online-Artikel / Fraktales Feuerwerk

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

Debian leicht gemacht
(161 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.

Jeder rote Punkt entspricht einem Planeten

Fraktales Feuerwerk

Das Actionspiel Polynomial zeigt die künstlerische Seite der Mathematik

11.07.2009 Polynomial ist ein einfacher 3D-Weltraum-Shooter im Geiste von Wing Commander. Gegenüber der Konkurrenz generiert das Linux-Spiel jedoch sämtliche Szenarien aus mathematischen Formeln – und das mit optisch beeindruckenden Ergebnissen.

Direkt nach dem Spielstart findet man sich im Cockpit eines kleinen Raumschiffs wieder, von dem man aus in ein buntes Weltall blickt. Die Anordnung der Sterne bestimmen mathematische Formeln, die sich ansonsten um die Berechnung von Fraktalen kümmern. Wie die Funktionen genau aussehen, behält Entwickler Dmytry Lavrov jedoch für sich. Da Polynomial nur als fertiges Binary vorliegt, kann man auch nicht im Quellcode nachsehen. Immerhin bringt die Vollversion auch einen Editor mit, so dass man sich selbst Fraktalbilder basteln kann.

Jäger und Sammler

Ziel des Spiels ist es, die rot markierten Gegner abzuschießen und alle grünen Dinger einzusammeln. Um die Sache etwas zu erschweren, schießen die roten Punkte zurück. Bei zu ausgiebigem Einsatz der Laserkanone überhitzt das eigene Schiff, bis es schließlich in einer Rauchwolke aufgeht. Um die Lebensenergie zu regenerieren, fliegt man in die Nähe von Sternen – also genau den Kugeln, die von den mathematischen Funktionen strategisch im Raum verteilt wurden. Für jede Aktion vergibt das Spiel Punkte – oder zieht im Fall einer Selbstzerstörung wieder welche ab.

Die Steuerung ist ebenso einfach wie eingängig: Mit der Maus blickt man sich um, die Tasten [W] und [S] beschleunigen beziehungsweise bremsen ab, mit [A] und [D] rollt das Schiff um die eigene Achse und die linke Maustaste feuert Energiebälle ins All.

screenshot_5

Noch ist alles ruhig im weiten All.

Die Pfeile an den Bildschirmrändern zeigen an, in welcher Richtung sich Gegner (rot) und Bonusgegenstände (grün) befinden. Das Radar in der unteren linken Bildschirmecke bietet eine zusätzliche Orientierungshilfe.

Wer die mitgelieferten Sternen-Arenen ausgiebig erkundet hat, darf im eingebauten Editor eigene Level entwerfen – oder ihn einfach zur Erstellung von schönen Grafiken verwenden. Dazu muss man lediglich ein paar Zahlen eintippen, die Sternenformation berechnet das Spiel dann selbständig. Wie die einzelnen Werte das Ergebnis genau beeinflussen, bleibt aber unklar.

screenshot_6

Schon nach wenigen Sekunden wird eifrig geschossen.

Trotz Editor kann die Jagd nach dem Highscore nicht langfristig motivieren, dafür bleibt das Spielprinzip zu simpel. Wing Commander, Elite oder Privateer-Fans vermissen schnell eine Hintergrundgeschichte und fordernde Missionen. Durch die grenzenlose Bewegungsfreiheit verlieren Neulinge in diesem Genre zumindest am Anfang häufig die Orientierung. Deshalb sollten auch all diejenigen das Spiel mit der Kneifzange anfassen, die schnell an so genannter Motion Sickness leiden.

screenshot_15

Hier bahnt sich eine gigantische Explosion an.

Fazit

Polynomial liegt derzeit nur in einer ersten Preview-Fassung vor, die es zudem in gleich zwei verschiedenen Ausführungen gibt: Während die kommerzielle Vollversion mit insgesamt 30 Leveln lockt, umfasst die kostenlose Demoversion lediglich 10 ausgewählte Szenarien und obendrein noch einen kastrierten Editor, der keine Karten speichert. Laut Dmytry Lavrov erhalten Käufer des Previews die finale Version kostenlos. Sie wird weitere Funktionen, wie etwa einen Multiplayer-Modus enthalten und deshalb wahrscheinlich für Neukunden noch einmal im Preis steigen.

Ob einem die 15 Euro für ein extrem simples Ballerspiel mit zugegebenermaßen hübschen Optik wert ist, sollte man am besten anhand der Demoversion selbst entscheiden. Polynomial läuft allerdings aufgrund der Abhängigkeiten nur unter aktuellen Distributionen mit aktivierter 3D-Beschleunigung und gibt sich relativ wählerisch bei der Grafikkarte.

Systemvoraussetzungen: Aktuelle Linux-Distribution und Grafikkarte mit aktivierter 3D-Beschleunigung.

Bezugsquelle: http://dmytry.pandromeda.com/games/buy_polynomial.html

Preis: 15 Euro

Tip a friend    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

2138 Hits
Wertung: 203 Punkte (13 Stimmen)

Schlecht Gut

Tipp der Woche

Bilder vergleichen mit diffimg
Bilder vergleichen mit diffimg
Tim Schürmann, 01.04.2014 12:40, 1 Kommentare

Das kleine Werkzeug diffimg kann zwei (scheinbar) identische Bilder miteinander vergleichen und die Unterschiede optisch hervorheben. Damit lassen sich nicht nur Rätsel a la „Orignial und Fäls...

Aktuelle Fragen

Owncloud mit Linuxmint 15 32 Bit
Santana Muggel, 24.04.2014 16:45, 0 Antworten
Hallo, ich habe nach dem Artikel in Heft 05.2014 versucht, owncloud einzurichten. Bei der Inst...
programm suche
Hans-Joachim Köpke, 13.04.2014 10:43, 8 Antworten
suche noch programme die zu windows gibt, die auch unter linux laufen bzw sich ähneln sozusagen a...
Funknetz (Web-Stick)
Hans-Joachim Köpke, 04.04.2014 07:31, 2 Antworten
Bei Windows7 brauche ich den Stick nur ins USB-Fach schieben dann erkennt Windows7 Automatisch, a...
Ubuntu 13.10 überschreibt immer Windows 8 Bootmanager
Thomas Weiss, 15.03.2014 19:20, 8 Antworten
Hallo Leute, ich hoffe das ich richtig bin. Ich habe einen Dell Insipron 660 Ich möchte gerne Ub...
USB-PTP-Class Kamera wird nicht erkannt (Windows-only)
Wimpy *, 14.03.2014 13:04, 15 Antworten
ich habe meiner Frau eine Digitalkamera, AGFA Optima 103, gekauft und wir sind sehr zufrieden dam...