Home / Online-Artikel / Ein Blick auf die aktuelle Tablet UI von MeeGo

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

Polnisches Rotkäppchen
(195 Punkte bei 6 Stimmen)
Debian 7.1 ist erschienen
(179 Punkte bei 5 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.

Status Quo bei MeeGo

Ein Blick auf die aktuelle Tablet UI von MeeGo

Kritikpunkte

MeeGo für Tablets ist aktuell noch nicht in einem Zustand, dass man es wirklich kritisieren könnte. Zu viele Dinge funktionieren noch überhaupt nicht oder nur schlecht. So fehlt zum Beispiel in der aktuellen Version eine Schlaf-Funktion, auch die automatische Helligkeitsregelung des Displays arbeitet auf dem ExoPC mehr schlecht als recht. Immerhin kann man die Helligkeit nun per GUI einstellen und der Wert bleibt auch erhalten. In den Schlafmodus lässt sich die aktuelle MeeGo-Version aber nur über die Konsole per

echo mem > /sys/power/state

versetzen. Der Einschaltknopf auf der Rückseite fängt dann an zu blinken und weckt das System durch einen kurzen Druck wieder auf Betätigt man den Einschaltknopf im laufenden System schaltet sich der Rechner aus. Auch die Reaktionsfähigkeit des Systems ist noch weit von Apple oder Android entfernt (vor allem im Browser). Machmal reagieren System und Anwendungen ganz passabel, dann ruckelt wieder alles. Inwieweit das mit der Hardware des ExoPCs zusammenhängt, lässt sich schwer beurteilen. Das auf der gleichen Hardware installierte WeTab OS verhielt sich allerdings deutlich flotter.

Auch mit externen Speichermedien kann das System noch nicht umgehen. Diese lassen sich zwar als root (Passwort: meego) via Terminal einhängen und nutzen, ein entsprechendes grafisches Tool fehlt jedoch noch.

Neben diesen noch behebbaren Fehlern gibt es ein paar grundlegende Dinge, die sich vermutlich bis zum Release nicht mehr ändern werden. Dazu gehört der fehlende Zurück-Button. Man kommt zwar immer wieder zum Hauptbildschirm zurück, aber manchmal wünscht man sich dennoch einen Zurück-Button. Das Zurück-Feature ist aber einzig den Anwendungen überlassen, systemweit existiert es nicht.

Abbildung 8: Die Systemeinstellungen kommen relativ spartanisch daher.

Auch mangelt es einigen Anwendungen an der nötigen Benutzerfreundlichkeit: Bestes Beispiel dafür ist die Notizblock-Anwendung. Nach dem Start müssen Sie zunächst ein neues Notizbuch erstellen. Anschließend zeigt die Anwendung wieder den Startbildschirm an und weist darauf hin, dass man jetzt einen neue Notiz erstellen kann. Um eine neue Notiz zu erstellen, müssen Sie dieser aber zunächst einen Namen geben, erst danach kann der Benutzer tun, was er eigentlich gleich nach dem Start möchte: seine Notiz eintippen. Die Bedienung der Anwendung richtet sich somit nach dem logischen Denkmuster des Programmierers. Der Nutzer möchte lediglich ein hübsches Frontend, um einen Text einzutippen.

Abbildung 9: Das Notizbuch ist ein Paradebeispiel für eine schlechte App. Die Onscreen-Tastatur von MeeGo ist hingegen sehr angenehm.

Die meisten Anwendungen brauchen zudem beim Start viel zu lange. Ein Sanduhrsymbol ist schlicht nicht mehr Zeitgemäß, hier muss etwas grundlegend verbessert werden.

Maemo statt MeeGo beim Nokia N9

Laut diversen Quellen im Internet stellt Nokia am 21. Juni sein erstes (und letztes?) MeeGo-Smartphone vor. Dabei handelt es sich allerdings nicht um ein echtes MeeGo-Handy auf Basis der aktuellen MeeGo-Version 1.2, sondern um einen Nachfolger des Maemo-Geräts N900. Nokia arbeitete auch nach dem Zusammenschluss mit Intel unter dem Codenamen "Harmattan" an Maemo 6 weiter und hat dabei zwar einige Dinge aus MeeGo zurückportiert, die Grundlage für das vermutlich N9 getaufte Gerät bildet aber Maemo, nicht MeeGo. Bis das erste echte MeeGo-Handy auf dem Markt erscheint, drüfte somit noch etwas Zeit verstreichen, da zurzeit zum Beispiel noch kritische Komponenten wie die Dialer-App auf Qt/QML umgestellt werden.

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

Hits
Wertung: 168 Punkte (10 Stimmen)

Schlecht Gut

Infos zum Autor

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger arbeitet als Redakteur für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux. Am liebsten schreibt er Artikel zu netten Gadgets oder Multimedia-Software. In seiner Freizeit spielt er gerne Kicker.

Zum Blog von Marcel Hilzinger →


Tipp der Woche

whowatch
Nutzer und Prozesse mit whowatch überwachen
Tim Schürmann, 18.06.2013 12:49, 0 Kommentare

Wenn Administratoren herausfinden wollen oder müssen, was die Benutzer auf einem System gerade so treiben, dann hilft ihnen whowatch. Das kleine Kommandozeilenprogramm zeigt in Ec...

Aktuelle Fragen

SUSE 12.3 64Bit: Miro funzt nicht
Wimpy *, 14.06.2013 13:05, 4 Antworten
Seit Installation von openSUSE 12.3 64Bit startet Miro nicht. (Version 5.0.4-1.24-x86_64 von Pa...
Kontakt via QR code hinzufügen
Herman Sproesser, 17.05.2013 17:46, 4 Antworten
Hi hab in der aktuellen ausgabe 06.2013 den artikel über QR Codes gelesen. Ich hab nartürlich...
Dateimanager Dolphin, wo legt er die Datei Kommentare ab?
Uwe Heine, 16.05.2013 15:19, 1 Antworten
Suse Linux 12.1 - KDE 4.7.2 / Dolphin 1.7. Ich habe bei vielen Dateien über Dolphin Kommentare...
wie baut man Kernel Module so, dass sie mit jedem Kernel laden?
GoaSkin , 22.04.2013 10:22, 1 Antworten
Hallo, baut man anhand eines Kernel-Sources Module, nutzt Linux im Normalfall eine strikte V...
Problem beim Installieren von SuSe 12.3
Georg Prokert, 14.04.2013 00:04, 16 Antworten
Hallo, auf meinem neuem Laptop (Acer Aspire V3-771, Intel Core i5-3230 M, Intel HD Graphics 4...