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Der neue Desktop

Der alte und neue Desktop von Ubuntu

Starthilfe

Startet ein Programm, ändert das zugehörige Icon auf dem Starter seine Farbe. Laufende Anwendungen identifizieren Sie anhand des kleinen Dreiecks links neben dem Icon (Abbildung 5). Rechts erscheint ein zweites Dreieck, wenn die Anwendung gerade den Fokus hat. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf ein vorhandenes Icon, erscheint in der Regel dessen Name und darunter die Option Im Starter behalten. Entfernen Sie das Häkchen, fliegt das Icon aus dem Starter. Alternativ schieben Sie es mit gedrückter Maustaste nach rechts aus dem Starter heraus und lassen es in den Mülleimer fallen.

Neue Icons platzieren Sie hier, indem Sie zunächst die zugehörige Anwendung aufrufen. Dann klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das temporäre Icon im Starter und wählen Im Starter behalten. Bei einigen Anwendungen finden Sie dort noch zusätzliche Einträge. So bietet das Screenshot-Werkzeug als Option an, ein Bild des Desktops oder des aktuellen Fensters aufzunehmen. Laufende Anwendung lassen sich über das Menü zudem Beenden. Klicken Sie mit der mittleren Maustaste auf eines der Starticons (etwa auf das von Firefox), öffnet Unity eine weitere Instanz des Programms in einem neuen Fenster. Läuft die Anwendung noch nicht, wird sie so gestartet.

Die Reihenfolge der Icons bestimmen Sie ganz einfach selbst. Alle Icons verschieben Sie per Drag & Drop an andere Positionen auf dem Starter. Sie ziehen sie einfach seitlich aus dem Starter und lassen Sie woanders fallen. Lediglich die drei untersten Icons sind fixiert.

Um den Starter zu verkleinern, müssen Sie den CompizConfig Einstellungs-Manager installieren, der einige Einstellungen für Unity ändert. Suchen Sie im Softwarecenter nach ccsm und installieren Sie die Anwendung Einstellungen für erweiterte Arbeitsoberfläche (ccsm). Anschließend rufen Sie die Software über das Dash und die Eingabe von ccsm auf (Abbildung 6). Hintergrund: Über die Software ändern Sie sämtliche Einstellungen für Unitys Fenstermanager Compiz, der im Hintergrund läuft und unter anderem für die zahlreichen 3-D-Effekte sorgt. Wählen Sie links den Eintrag Arbeitsfläche, dann rechts Ubuntu Unity Plugin, öffnet sich ein Konfigurationsfenster mit den Reitern Behaviour (Verhalten) und Experimental.

Abbildung 6: Einige Unity-Einstellungen für den Starter und die Exposé-Ansicht ändern Sie über den Einstellungsmanager für Compiz.

Über Hide Launcher legen Sie fest, wie sich der Starter versteckt – automatisch (Autohide), gar nicht (Never) oder nur dann, wenn ihn ein aktives Fenster berührt (Dodge Active Window). In der Standardeinstellung (Dodge Window) macht er sich rar, sobald ihn irgendein Fenster berührt. Sie ändern hier auch die Tastenbelegungen der wichtigsten Unity-Kürzel – dazu später mehr. Im Reiter Experimental legen Sie über den Schieberegler Launcher Icon Size die Größe der Icons fest. Über die Aufklappmenüs beeinflussen Sie, wie die grafische Animation der Icons aussieht, wenn Sie zum Beispiel eine Anwendung starten oder wenn eine laufende Anwendung um Aufmerksamkeit bittet. Auch die so genannte Exposé-Ansicht verändern Sie hier. Die erhalten Sie, wenn Sie [Super]+[W] drücken. Sie zeigt alle offenen Fenster in einer praktischen Übersicht an (Abbildung 7). Über den Eintrag Arbeitsfläche | Expo modifizieren Sie die Compiz-Einstellungen für das Exposé.

Abbildung 7: Über "Super+W" gelangen Sie in die Exposé-Ansicht, die sämtliche offenen Fenster eines Desktops präsentiert. Über einen Mausklick landen Sie im Fenster Ihrer Wahl.

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Kommentare
GlobalMenu
Marcus (unangemeldet), Freitag, 13. Mai 2011 21:18:03
Ein/Ausklappen

"Wollen Sie zum Beispiel die Einstellungen eines Programms aufrufen, schauen Sie zuerst in dem verkleinerten Fenster nach dem Menü und ziehen vielleicht sogar die Maus dorthin. Dann fällt Ihnen ein, dass das Menü sich ja im Panel befindet – dort ist es aber (noch) nicht zu sehen. Erst wenn Sie den Mauszeiger über das Panel schubsen, erscheinen die Menüpunkte."

Ich persönlich finde den Mouse Over Effekt extrem störend, da man vorher nicht sieht wohin man mit der Maus fahren muss, um einen bestimmten Menüpunkt zu öffnen. Das erhöht die Mauswege unnötig.

Zu diesem Thema habe ich schon vor einiger Zeit eine Frage im Launchpad gestellt, die leider bisher immer noch unbeantwortet ist:

https://answers.launchpad.net/unity/+question/151899

"Apple-Nutzer kennen das nicht anders, eingefleischte Linux- und Windows-Nutzer müssen sich wohl erst daran gewöhnen."

Bei Apple bleibt das Menü statisch und wird nicht erst durch ein Mouse Over sichtbar.

Viele Grüsse
Marcus


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Infos zum Autor

Kristian Kißling

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Wenn Kristian Kißling nicht gerade für die LinuxCommunity schreibt, arbeitet er als Redakteur bei der Zeitschrift EasyLinux und als Chefredakteur für den Ubuntu User. Am liebsten beschäftigt er sich mit Multimedia- und Unterhaltungssoftware im weiteren Sinne und mit neuer Open-Source-Software, die überraschende Fähigkeiten zeigt.

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Marcel Hilzinger

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Marcel Hilzinger arbeitet als Redakteur für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux. Am liebsten schreibt er Artikel zu netten Gadgets oder Multimedia-Software. In seiner Freizeit spielt er gerne Kicker.

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