Programmauswahl

Der gewohnte Weg, ein Programm zu starten führt über das Hauptmenü in der unteren linken Bildschirmecke. Navigieren Sie hier durch das Menü oder geben Sie den Namen des gesuchten Programms in das Eingabefeld ein. Es gibt jedoch unter Linux eine weitaus bequemere und schnellere Alternative. Über das Tastenkürzel [Alt]+[F2] rufen Sie den KDE-Schnellstarter auf. Tippen Sie hier einen Datei- oder Programmnamen ein, dann zeigt Ihnen das Tool nach den ersten Buchstaben bereits eine Liste der möglichen Treffer an (Abbildung 4). Hier müssen Sie nur noch die Eingabetaste drücken, um den ersten Eintrag auszuwählen. Zu den übrigen Resultaten navigieren Sie per Pfeiltaste. Der Schnellstarter zeigt nicht nur Programme an, auch die zuletzt benutzten Dateien oder Internet-Adressen findet das Tool im Nu, er eignet sich zudem als Taschenrechner. Geben Sie einfach mal 5*4= ein und drücken Sie [Eingabe].

Abbildung 4: Der Schnellstarter findet Programme und Dateien quasi automatisch.

Geschmackssache

Gehören Sie zu den Nutzern, die ihren Schreibtisch gerne individuell gestalten, dann klicken Sie mit der rechten Maustaste auf einen freien Bereich des Desktop und wählen Einstellungen für "Aktivität Arbeitsfläche". Hier können Sie das Aussehen des Desktops festlegen. Dazu wählen Sie eines der vorhandenen Hintergrundbilder aus oder laden weitere aus dem Internet herunter (Neue Hintergrundbilder herunterladen...). Über den Eintrag Aktivität lässt sich der Schreibtisch in eine gewohnte Ordneransicht oder eine Zeitungsübersicht verwandeln. Diese eignet sich unter anderem, wenn Sie KDE auf einem sehr kleinen Display nutzen möchten.

Die komplette Kontrolle über den KDE-Desktop erhalten Sie über das KDE-4-Kontrollzentrum. Sie starten es über [Alt]+[F2] und den Befehl systemsettings oder per Mausklick auf den gleichnamigen Eintrag unter den Favoriten. Die Systemeinstellungen sind in die Reiter Allgemein und Erweitert unterteilt. Um zum Beispiel die Desktopeffekte einzurichten, klicken Sie auf dem Reiter Allgemein auf Arbeitsfläche, für das Soundsetup wählen Sie Multimedia.

Auf dem Reiter Erweitert schalten Sie unter anderem die in KDE integrierte Desktopsuche ein. Aus Performance-Gründen ist diese nach einer Standardinstallation deaktiviert. Möchten Sie aber auf dieses praktische Feature nicht verzichten, klicken Sie auf Desktopsuche und setzen bei den Diensten Strigi und Nepomuk und Strigi jeweils eine Checkbox. Ebenfalls unter den erweiterten Einstellungen legen Sie fest, wie KDE vorgehen soll, wenn Sie zum Beispiel einen USB-Sticks an den Rechner anschließen oder eine DVD ins Laufwerk einlegen. Klicken Sie dazu auf Geräte-Aktionen.

Ebenfalls leicht ändern lässt sich das KDE-Menü von OpenSuse. Bevorzugen Sie anstelle des neuen, kompakten Menüs ein klassisches im Stil von KDE 3 oder Windows, dann klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das OpenSuse-Symbol und wählen hier den Eintrag Zum klassischen Menüstil wechseln.

Ähnliche Artikel

  • Schau und fühle
    KDE 4 kann die Vorgängerversion noch nicht in allen Belangen komplett ersetzen. In einem Bereich hat die alte Desktop-Umgebung aber klar das Nachsehen: Beim Look & Feel.
  • Miniprogramme sinnvoll nutzen
    KDE setzt auf Plasmoiden, um die Arbeit mit der Oberfläche komfortabel zu gestalten. Das sind kleine Hilfsprogramme, die Sie auf dem Desktop verankern und damit ständig zur Verfügung haben. Wir stellen eine Auswahl nützlicher Plasmoiden vor.
  • Deutlich leichter
    KDE 4 gilt inzwischen auch bei Kritikern des neuen Desktops als stabil. Die Entwickler haben deshalb in Version 4.4 eine Handvoll neuer Fähigkeiten eingebaut und an zahlreichen Details gefeilt, um KDE 4 noch besser zu machen.
  • Kunterbuntes Spielzeug
    Wird es heute schönes Wetter? Wann geht der nächste Flug nach New York? Was ist ein Filou? Wie spät ist es? Antworten auf diese Fragen geben Ihnen die Google Gadgets.
  • Besser arbeiten mit KDE
    In den KDE-Tipps finden Sie diesmal nützliche Hinweise zum Dateimanager Dolphin und zur Kontrollleiste. Außerdem erklären wir die Handhabung von Dateien und Ordnern im Packprogramm Ark und zeigen verborgene Wege zum Entfernen von Miniprogrammen.
Kommentare

Infos zur Publikation

Das EasyLinux Starter Kit richtet sich an Linux-Anfänger und Umsteiger aus der Windows-Welt. Es enthält eine komplette Distribution in der 32- und 64-Bit-Version auf DVD und ein 32-seitiges Begleitheft zur Installation und den ersten Schritten. Im Preis von EUR 12,80 sind auch 30 Tage Installationssupport enthalten.

Details zum aktuellen Starter Kit sowie eine Bestellmöglichkeit finden Sie im LNM-Shop.

Stellenmarkt

Aktuelle Fragen

Internet abschalten
Karl-Heinz Hauser, 20.02.2018 20:10, 0 Antworten
In der Symbolleiste kann man das Kabelnetzwerk ein und ausschalten. Wie sicher ist die Abschaltu...
JQuery-Script läuft nicht mit Linux-Browsern
Stefan Jahn, 16.02.2018 12:49, 2 Antworten
Hallo zusammen, ...folgender goldener Code (ein jQuery-Script als Ergebnis verschiedener Exper...
XSane-Fotokopie druckt nicht mehr
Wimpy *, 30.01.2018 13:29, 2 Antworten
openSuse 42.3 KDE 5.8.7 Seit einem Software-Update druckt XSane keine Fotokopie mehr aus. Fehler...
TOR-Browser stürzt wegen Wikipedia ab
Wimpy *, 27.01.2018 14:57, 0 Antworten
Tor-Browser 7.5 based on Mozilla Firefox 52.8.0 64-Bit. Bei Aufruf von http: oder https://de.wi...
Wifikarte verhindert Bootvorgang
Maik Kühn, 21.01.2018 22:23, 1 Antworten
iwlwifi-7265D -26 failed to load iwlwifi-7265D -25 failed to load iwlwifi-7265D -24 failed to l...