Blick ins Hirn

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Dokumentation für den Grafikkern des Raspberri Pi veröffentlicht

02.03.2014
Broadcom hat alle notwendigen Informationen freigegeben, mit denen sich ein quelloffener Grafikkartentreiber für den Raspberri Pi entwickeln lässt. Der erste Programmierer, der einen solchen Treiber schreibt, erhält 10.000 Dollar.

Diesen Betrag lobt die Raspberri Pi Foundation aus. Voraussetzung für die Ausschüttung ist allerdings, dass das 3D-Actionspiel Quake III flüssig auf dem Minicomputer läuft. Die genauen Regeln nennt eine eigens dafür eingerichtete Seite.

Der bisherige Grafikkartentreiber des Raspberri-Pi-Herstellers lädt einen speziellen, proprietären Binärtreiber („Blob“). Genau der könnte jetzt überflüssig werden: Bereits am Freitag veröffentlichte Broadcom die komplette Dokumentation für den im Raspberri Pi verwendeten Grafikkern namens VideoCore IV samt des zugehörigen Quellcodes unter einer BSD-Lizenz. Damit ist der VideoCore IV der erste öffentlich dokumentierte mobile Grafikkern.

Der Code ist allerdings auf den BCM21553 zugeschnitten – ein Chip, der vor allem in Smartphones zum Einsatz kommt und ebenfalls den VideoCore IV Grafikkern enthält. Laut der Raspberri Pi Foundation sollte es jedoch einfach sein, den Code auf den im Raspberri Pi verwendeten BCM2835 zu portieren.

Mit einem freien Grafikkartentreiber läuft der Raspberri Pi allerdings immer noch nicht vollständig mit Open-Source-Software. Um einige Multimedia-Funktionen nutzen zu können, ist weiterhin ein Blob notwendig. Die Macher des Raspberri Pi versprechen jedoch, auch weiterhin an einer „Blob-freien Zukunft für den Raspberri Pi“ zu arbeiten.

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Kommentare
Super Sache
Marcus (unangemeldet), Sonntag, 02. März 2014 20:26:46
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Toll, dass Hardwarehersteller wie Broadcom Hardwarespezifikationen frei geben. Ich hoffe, dass es noch weitere Veröffentlichungen geben wird.


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