Der nette Narwal
Die wichtigsten Neuerungen von Ubuntu 11.04 alias "Natty Narwhal"
Das ist Unity!
Komplett neu in Ubuntu 11.04 ist der Desktop Unity. Wir werden den Desktop in den nächsten Tagen im Detail vorstellen, hier nur die wichtigsten Änderungen.
Oben links befindet sich der Home Button mit dem Ubuntu-Logo. Er öffnet kein Anwendungsmenü mehr, sondern das sogenannte Dash (Abbildung 7). Dabei handelt es sich zugleich um eine Startrampe für die zahlreichen Programme und um eine Suchmaschine, die lokale Dateien aufspürt. Die unteren vier Icons lassen Sie blitzschnell im Internet browsen, Musik hören, Bilder ansehen und ihre E-Mails abholen. Etwas differenzierter suchen Sie über die Einträge Multimedia Anwendungen, Internet Anwendungen und Mehr Anwendungen nach Programmen aus einem bestimmten Bereich.
Im Dash finden Sie auch eine Eingabezeile, über die Sie gezielt nach Anwendungen und Dokumenten suchen. Geben Sie zum Beispiel bansh ein (Abbildung 8), taucht oben der Audioplayer Banshee auf, darunter finden Sie Dokumente, die irgendwie mit diesem Audioplayer zusammenhängen, dazu Bilder, Audio- und Videodateien, PDFs usw. Da die Ergebnisse sofort auftauchen, eignet sich die Zeile auch für die Suche nach Dokumenten und Anwendungen, deren Namen Sie nicht mehr hundertprozentig wissen. Ein Rechtsklick auf das Unity-Panel oder ein erneuter Klick auf das Ubuntu-Logo lässt das Dash verschwinden.
Am linken Rand befindet sich das neue Panel – der Starter. Rufen Sie ein Programm auf, dann ändert das zugehörige Icon auf dem Starter seine Farbe. Laufende Anwendungen identifizieren Sie anhand des kleinen Dreiecks links neben dem Icon. Rechts erscheint ein zweites Dreieck, wenn die Anwendung gerade den Fokus hat. Mac-OS-X-Nutzern dürfte das bekannt vorkommen.
Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf ein vorhandenes Icon, erscheint in der Regel dessen Name und darunter die Option Im Starter behalten. Entfernen Sie das Häkchen, fliegt das Icon aus dem Starter. Alternativ schieben Sie es mit gedrückter Maustaste nach rechts aus dem Starter heraus und lassen es in den Mülleimer fallen.
Um ein Programm dauerhaft auf dem Starter abzulegen, müssen Sie zunächst die zugehörige Anwendung aufrufen. Dann klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Icon im Starter und wählen Im Starter behalten. Klicken Sie mit der mittleren Maustaste auf eines der Starticons (etwa auf das von Firefox), öffnet Unity eine weitere Instanz des Programms in einem neuen Fenster. Läuft die Anwendung noch nicht, wird sie so gestartet.
Die Reihenfolge der Icons bestimmen Sie ganz einfach selbst. Alle Icons verschieben Sie per Drag & Drop an andere Positionen auf dem Starter. Sie ziehen sie einfach seitlich aus dem Starter und lassen Sie woanders fallen. Lediglich die drei untersten Icons sind fixiert.
Das sind noch lange nicht alle Neuerungen von Unity. So lassen sich Fenster maximieren, indem Sie das Fenster an der Titelleiste halten und nach oben ziehen. Sobald ein gelber transparenter Rahmen erscheint, können Sie das Fenster fallen lassen. Auf die gleiche Art funktioniert auch das Minimieren, indem Sie die Menüleiste (das globale Menü) nach unten ziehen. Minimierte Fenster zaubern Sie über einen Klick auf das Symbol im Starter wieder hervor. Sind von einem Programm mehrere Fenster geöffnet, bringt ein Doppelklick auf den Starter eine Ansicht sämtlicher Fenster hervor.
Neu in Ubuntu 11.04 sind unabhängig vom benutzten Desktop auch die Scrollbalken der Gnome-Anwendungen (Abbildung 9). In der Grundansicht sind sie nur ganz schmal gezeichnet. Erst wenn Sie den Mauszeiger zum Scrollbereich hin bewegen, erscheint ein Schieber, über den sich der Inhalt des Fensters steuern lässt.



