Unter der Haube

Am Unterbau von Ubuntu hat sich diesmal weniger getan und wurden nicht alle ursprünglichen Pläne in die Tat umgesetzt. Von den Problemen bei der Migration zu Gnome 3 war anfangs schon die Rede. Auch das Multitouch-Framework ist noch nicht auf dem Stand, den es eigentlich erreichen wollte (mehr dazu im Schwerpunkt des aktuellen Ubuntu-User-Magazins). Besitzen Sie das richtige Gerät oder greifen Sie zu bestimmter Software, funktioniert die Steuerung über Gesten dennoch. Im X-Server, der in Ubuntu 11.04 auf die Version 1.10 kletterte, gibt es nun eine rudimentäre Unterstützung für die X-Erweiterung XInput 2.1.

Neu ist die Einführung des Nux-Frameworks (Nux, NuxCore, NuxGraphics), das eine vermittelnde Ebene zwischen OpenGL und GTK einzieht. Es dient als Toolkit für 3D-Anwendungen und bildet fast alle GTK+-Widgets ab. Dabei arbeitet es plattformunabhängig unter Windows und Linux.

Die auffallendste Neuerung am Kernel 2.6.38 besteht sicher darin, dass der so genannte "Wunder-Patch" an Bord ist. Er sorgt über eine automatische Gruppierung von Prozessen dafür, dass die CPU ihre wertvolle Zeit wesentlich besser an die Prozesse verteilt. Das ist nicht nur öde Theorie, die Veränderungen in der Performance sind deutlich spürbar – jedenfalls laut Linus Torvalds. Desweiteren unterstützt der Kernel nun die Chipsatzfamilie AMD Fusion. Diese so genannten APUs (Accelerated Processing Units) erscheinen dieses Jahr und vereinen CPUs und GPUs auf einem Chip. So nutzen sie gezielt die beeindruckende Rechenkapazität moderner Grafikchips.

Ansonsten enthält der Kernel Verbesserungen an den Dateisystemen Ext4, Btrfs und XFS und integriert das Mesh-Protokoll mit dem drolligen Namen B.A.T.M.A.N (Better Approach To Mobile Adhoc Networking). Zudem schaut neuerdings der Kernel per Polling regelmäßig nach externen Geräten (USB-Festplatten u.ä.). Das geschah vorher immer eine Ebene höher in der Architektur, was aber einige Probleme verursachte. So wurden ungewollt Prozesse unterbrochen und Laufwerke gestört.

Wo sind die Einstellungen?

Während man sich auf dem neuen Ubuntu-Desktop auch als Anfänger relativ schnell zurecht findet, bleibt ein Menüpunkt relativ gut verborgen: Die Systemeinstellungen. Ubuntu hat diese für 11.04 in das Logout-Menü oben rechts verfrachtet. Etwas gewöhnungsbedürftig, aber spätestens beim Abmelden oder Herunterfahren des Rechners findet man den neuen Menüpunkt auch von alleine.

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Kommentare
Eine Frage ist noch offen...
Ugglan (unangemeldet), Donnerstag, 28. April 2011 16:17:14
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Hallo,

unter Ubuntu 10.10 wurde bemängelt, dass Unity (auf Netbooks) unbenutzbar lahm sei. Hat sich das gebessert?

Falls nicht, sind alle anderen Features von Unity für die Katz...

Gruß

Ugglan


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Re: Eine Frage ist noch offen...
Marco (unangemeldet), Donnerstag, 28. April 2011 16:44:40
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Ja, hat sich definitiv geändert. Unity ist jetzt sehr schnell und macht für mich einen sehr runden Eindruck.


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Re: Eine Frage ist noch offen...
Ugglan (unangemeldet), Donnerstag, 28. April 2011 16:57:13
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Danke für die schnelle Antwort!
Das ist doch mal eine *wirkliche* Innovation ;-)

Gruß

Ugglan


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