Das Spiel zum Wochenende: FreeCol

Einspieler

Bevor man selbst in See stechen kann, benötigt der eigene Linux-Rechner Java ab Version 5. FreeCol präferiert hier ein möglichst aktuelles Java Runtime Environment (JRE) von Sun, das mindestens in Version 1.5.0 vorliegen muss. Anschließend hat man auf der FreeCol-Homepage die Wahl zwischen zwei, circa 20 MByte großen Paketen zum Download: Den „Platform independent installer“ startet man in einem Terminalfenster per

java -jar freecol-*-installer.jar 

Es erscheint dann ein Assistent, der durch den Installationsprozess führt. Anschließend findet man auf dem Desktop ein Symbol, über das FreeCol startet. Alternativ kann man sich auch das „Precompiled .tar.gz“-Archiv schnappen und auf der Festplatte entpacken. FreeCol startet man dann per

java -Xmx256M -jar FreeCol.jar

in einem Terminalfenster. Wie der Befehl schon dezent andeutet, benötigt das aktuelle FreeCol 256 MB Hauptspeicher, auch wenn die Anleitung anderes behauptet. Ansonsten ist das Strategiespiel recht genügsam. Selbst auf älteren Rechnern darf man Amerika erkunden, vorausgesetzt die Grafikkarte kennt eine Auflösung von 1024x768 Bildpunkten.

Ambitionierte Ambitionen

Die Macher von FreeCol haben sich zum Ziel gesetzt, eine freie Open Source Variante des Strategiespielklassikers Colonization (http://de.wikipedia.org/wiki/Sid_Meier%E2%80%99s_Colonization) zu entwickeln. In einem ersten Schritt soll ein möglichst exakter Klon des Vorbilds entstehen. Dennoch konnten die Entwickler nicht widerstehen und weichen leicht von Sid Meyers Original ab. So spendierten sie beispielsweise eine isometrische Karte oder einen Mehrspielermodus. Auch stolpert man hin und wieder über kleine Regeländerungen. Beispielsweise verfallen alle noch verbliebenen Wegpunkte erst dann, wenn eine Einheit eine Stadt tatsächlich betritt. Von solchen Kleinigkeiten abgesehen, blieben die grundlegenden Spielregeln jedoch dieselben. Die Grafiken hat das Team gegenüber den pixeligen Originalen ordentlich aufpoliert, auch wenn das Ergebnis noch weit von der offiziellen Colonization-Neuauflage aus dem Jahr 2008 entfernt ist.

In Europa lassen sich Auswanderer und Fachkräfte anwerben (hier befinden sich gleich zwei an Bord des Schiffes) und Waren handeln.

Sobald die Version 1.0.0 erreicht ist, wollen die Entwickler in einem zweiten Schritt ein stark erweitertes FreeCol 2 erstellen. Es soll die Ideen für ein von vielen Fans gewünschtes Colonization 2 umsetzen. Bis es jedoch soweit ist, sorgt schon das aktuelle FreeCol 0.8.4 für stundenlangen Spielspaß.

Ähnliche Artikel

  • Neue Ufer mit FreeCol 0.7.3
  • Linux all inclusive
    Einmal im Jahr erscheint eine neue Version von Mandriva Linux. Neben der im Internet frei erhältlichen Variante Free Mandriva bietet die französische Firma mit dem PowerPack Pro auch ein Box-Produkt an, daszusätzliche Treiber und Software enthält. EasyLinux testet, ob sich der Kauf lohnt.
Kommentare

Aktuelle Fragen

zweites Bildschirm auf gleichem PC einrichten
H A, 30.09.2016 19:16, 2 Antworten
Hallo, ich habe Probleme mein zweites Bildschirm einzurichten.(Auf Debian Jessie mit Gnome) Ich...
Probleme mit MPC/MPD
Matthias Göhlen, 27.09.2016 13:39, 2 Antworten
Habe gerade mein erstes Raspi Projekt angefangen, typisches Einsteigerding: Vom Raspi 3B zum Radi...
Soundkarte wird erkannt, aber kein Ton
H A, 25.09.2016 01:37, 6 Antworten
Hallo, Ich weiß, dass es zu diesem Thema sehr oft Fragen gestellt wurden. Aber da ich ein Linu...
Scannen nur schwarz-weiß möglich
Werner Hahn, 20.09.2016 13:21, 2 Antworten
Canon Pixma MG5450S, Dell Latitude E6510, Betriebssyteme Ubuntu 16.04 und Windows 7. Der Canon-D...
Meteorit NB-7 startet nicht
Thomas Helbig, 13.09.2016 02:03, 4 Antworten
Verehrte Community Ich habe vor Kurzem einen Netbook-Oldie geschenkt bekommen. Beim Start ersch...