Daten mit Bedeutung
Die neuen Features von KDE 4.4: Teil 5
Kreativ mit Plasma
Diese tiefgreifende Integration des semantischen Desktop erlaubt ihnen auch etwas kreativere Möglichkeiten im Umgang mit ihren Dateien. Legen Sie sich doch mal ein Ordner Ansicht-Miniprogramm auf den Desktop, und richten Sie es auf eine nepomuksearch:/-URL – oder gleich auf einen ihrer als Ort gespeicherten Suchanfragen. In Plasma 4.4 haben die KDE Entwickler nochmal in die Trickkiste gegriffen, und haben das Drag & Drop von Daten auf den Desktop erweitert. Schon in 4.3 konnte man lokale Links auf den Desktop ziehen und dort ablegen, und damit ein Ordner Ansicht-Miniprogramm erstellen, oder zum Beispiel eine Textdatei auf den Desktop legen, um einen Notizzettel mit dem Text der Datei zu erstellen. Dieser Mechanismus bietet eine sehr natürliche Umgangweise mit dem Desktop, da Sie nicht nachdenken müssen, welches Miniprogramm Sie jetzt benutzen, sondern einfach Daten auf dem Desktop ablegen können, wobei Plasma ihnen dann entsprechend passendes Miniprogramm erstellt.
Applikationen
Je mehr Applikationen beim Sammeln der Metadaten zusammenarbeiten, das hisst denselben Index zum Speichern ihrer Metainformationen benutzen, desto attraktiver wird es für andere Applikationen auch auf diesen Speicher zuzugreifen. Dies befördert den Austausch von Informationen zwischen Applikationen, und ermöglicht damit auch ergonomischere Workflows.
Im Bildbetrachter Gwenview erfahren Sie, dass die Integration von Metadaten auch weitergehen kann, als nur Dateien zu öffnen. Wenn sie im Ansicht-Menü unter Vorschaubilder die Bewertung einschalten, können sie Bilder direkt im Übersichtsmodus bewerten. Hierfür sind übrigens auch Kurzbefehle festgelegt. Drücken sie beim Betrachten eines Bildes auf eine Zahl zwischen eins und fünf, wird das Bild mit der entsprechenden Bewertung versehen. Auf diese Art können sie der Masse von Bildern schnell Klasse verleihen. Im Übersichtsmodus den sie beim Start von Gwenview vorfinden, können sie direkt auf Schlagworte zugreifen, sodass sie ihre Bilder auch "semantisch" betrachten können.



