KDE 4.6

Der Standard-Desktop von OpenSuse ist weiterhin KDE. Mit Version 4.6 haben die Entwickler zahlreiche Baustellen aufgeräumt und an einigen Punkten für eine bessere Bedienung gesorgt. Dazu gehören unter anderem die Akku-Anzeige (endlich wieder mit Zeit-Angabe) und das neue Netzwerkmanager-Frontend (das allerdings durch einen Bug kein 3G beherrscht). Auch die für den semantischen Desktop verantwortliche Indiziermaschine Nepomuk verrichtet unter dieser Suse-Version ihre Arbeit so ressourcenschonend, dass man es gar nicht bemerkt. Nepomuk ist deshalb in der Grundeinstellung aktiv und sorgt für eine echt schnelle Suche in Dolphin und Co.

Abbildung 3: Die schnelle Suche funktioniert unter KDE 4.6 zum ersten Mal so, wie man es erwartet.

In vielen Bereichen funktioniert auch die Zusammenarbeit zwischen KDE- und Gnome-Programmen besser. So benötigt KDE beim Start einer einzelnen Anwendung unter Gnome (zum Beispiel Digikam) deutlich weniger lange und auch deutlich weniger RAM als bei früheren Versionen. Generell sieht es für KDE beim RAM-Verbrauch nicht besser aus: der KDE-Desktop "verbraucht" nach dem Systemstart knapp 1 GByte RAM, die Gnome-Variante von OpenSuse 11.4 kommt mit 600 MByte aus. Das macht sich bei Rechnern mit 512 oder 1 GByte Hauptspeicher am meisten bemerkbar, ab 2 GByte spielt der Desktop kaum noch eine Rolle.

Die KDE-Anwendungen nutzen in Version 11.4 das Gstreamer-Backend von Phonon. Dadurch steht zum Beispiel in Amarok gleich nach der Installation der MP3-Support zur Verfügung und man muss nicht zunächst sämtliche Xine-Pakete mit der Packman-Version austauschen. Für Einsteiger ist das definitv eine gute Änderung.

Abbildung 4: Amarok setzt in der Grundeinstellung auf das Phonon-Backend mit Gstreamer. So funktioniert der MP3-Support nach einem Online-Update automatisch.

Konqueror lässt sich unter OpenSuse 11.4 sehr einfach mit WebKit als Layout-Engine benutzen. Laut offiziellem Feature-Announcement sollte WebKit eigentlich standard sein, unsere OpenSuse-Installation setzte aber weiterhin auf KHTML. Um die Engine zu ändern (empfohlen), öffnen Sie Einstellungen | Konqueror einrichten und setzen dann auf dem Reiter Allgemein den Eintrag Standard-Webbrowser-Modul auf WebKit. Anschließend müssen Sie Konqueror neu starten. Dass die Änderung wirksam wurde, erkennen Sie am Acid3-Test, den Konqueror mit WebKit zu 100 Prozent besteht. Einzig das Nachladen bestimmter Fonts scheint der KDE-Browser nicht richtig zu unterstützen.

Abbildung 5: Schalten Sie Konqueror auf die schnellere und modernere WebKit-Engine um, dann zeigt der KDE-Browser praktisch alle Seiten im Netz fehlerfrei an.

Bei der PIM-Lösung Kontact setzt OpenSuse 11.4 weiterhin auf das traditionelle KMail ohne Akonadi-Anbindung. Damit müssen Sie zwar auf einige Features – etwa den Abgleich mit Google-Mail-Kontakten und Adressen – verzichten, Sie bekommen aber im Gegenzug eine stabile Version von Kontact.

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Kommentare
Monitor flackert
Horst Schulz (unangemeldet), Sonntag, 01. Mai 2011 23:47:11
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Re: Monitor flackert
Gerard Bekhuis (odemarus@gmx.de) (unangemeldet), Montag, 30. Mai 2011 13:49:33
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KDE läuft überhaupt nicht rund !
Kali (unangemeldet), Samstag, 26. März 2011 12:45:03
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Smolt
Fritz (unangemeldet), Dienstag, 22. März 2011 03:17:34
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KDE und Arbeitsspeicher
mickicat (unangemeldet), Samstag, 19. März 2011 09:41:18
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Bootvorgang wird maßlos überschätzt
kuningaz (unangemeldet), Mittwoch, 16. März 2011 11:11:36
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Guter Artikel + meine ersten Erfahrungen
Ulf B., Samstag, 12. März 2011 10:16:49
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Packman
R.K. (unangemeldet), Donnerstag, 10. März 2011 13:59:31
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Re: Packman
Marcel Hilzinger, Donnerstag, 10. März 2011 14:16:59
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Danke
Jens (unangemeldet), Donnerstag, 10. März 2011 10:20:16
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Danke
Marcel K. (unangemeldet), Mittwoch, 09. März 2011 23:02:54
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