openBVE ist eine Mischung aus Zugsimulator und Spiel. Wie im richtigen Bahnbetrieb muss der Spieler mit seinem Personenzug pünktlich die vom Fahrplan vorgeschriebenen Haltestellen ansteuern. Das klingt zunächst einfacher, als es ist: So wollen Signale und Geschwindigkeitsbegrenzungen eingehalten, sowie die passenden Haltepunkte am Bahnsteig erwischt werden.
Ganz genau genommen
Als Simulation versucht openBVE sowohl die Strecke, als auch das Rollmaterial möglichst realistisch nachzubilden. Eine Fahrt im Spiel dauert folglich genau so lange, wie das reale Pendant. Darüber hinaus gelten alle physikalischen Gesetze: Wer zu schnell in die Kurve brettert, fliegt aus den Gleisen und wer die Türen während der Fahrt öffnet, sorgt für Unmut bei den virtuellen Fahrgästen. Für weitere Abwechslung sorgen unterschiedliche Tageszeiten und Wetterbedingungen, in denen sich nicht nur die Sichtverhältnisse, sondern auch das Bremsverhalten des mehrere Tonnen schweren Zuges ändert.
Der Spieler lenkt seine Bahn aus dem originalgetreu nachgebildeten, virtuellen Führerstand. Wer mag, darf den Zug auch von Außen betrachten, sieht dann aber unter Umständen Schilder und Signale zu spät. Gegenüber einem echten Zug wurde die Bedienung zudem etwas vereinfacht. So steuert man alle Lokomotiven grundsätzlich mit den gleichen sechs Tasten.
Historische Wurzeln
Bekannt wurden Zugsimulatoren vor allem durch den 2001 veröffentlichten TrainSimulator [1]. Anders als man meinen könnte, orientiert sich openBVE jedoch an einem noch etwas älteren Konkurrenten namens BVE Trainsim [2] (das BVE steht dabei für Boso View Express). In seiner aktuellen Version versucht openBVE noch eine quelloffene Alternative zum BVE Trainsim zu bieten. Das hat den Vorteil, dass man für den BVE Trainsim entworfene Strecken und Züge auch in openBVE nutzen kann. Zukünftige Versionen sollen jedoch zu einem eigenständigen Zugsimulator führen.



