Erster Gang

Um sich hinter die Hebel eines Panzers zu schwingen, lädt man sich das Archiv für Linux auf der Zero Ballistics Homepage herunter [1], entpackt es und startet das Skript start_client.sh. Im Hauptmenü sollte man zunächst in den Options die Tastenbelegung einprägen. Um ein neues Spiel zu starten, entscheidet man sich für Host Game, sucht dann unter Map eine der Karten aus und wählt erst danach einen möglichen Game Type. In der umgekehrten Reihenfolge standen in unseren Tests nicht alle Spielmodi zur Auswahl. Anschließend wählt man noch die maximale Spieleranzahl (Max Players), die Anzahl der computergesteuerten Gegner (Number of Bots), sowie die Spieldauer (Time limit). Per Host startet dann das Spiel, in das sich weitere menschliche Mitspieler per Join Game im Hauptmenü verbinden können.

Abbildung 6: Das Treiben in den malerischen Tälern darf man im Spectator-Modus aus der Vogelperspektive beobachten.

Im Spiel selbst entscheidet man sich am linken Bildschirmrand zunächst für ein Team beziehungsweise im Deathmatch-Modus ob man dem Spiel beitreten (Join) oder doch nur zuschauen möchte. Den eigenen Panzer bewegt man über die Tasten [W],[A],[S],[D]. Über die Maus dreht man den Geschützturm, die linke Maustaste feuert die Primärwaffe ab, mit der rechten schießt man aus der Sekundärwaffe. [I] rüstet den Panzer um, [H] bringt eine Hilfe auf den Schirm und mit [Esc] kommt man immer wieder zum Hauptmenü zurück. Die Fn-Tasten schalten in verschiedene Kameraperspektiven, von denen man allerdings nur in der ersten vernünftig zielen kann.

Abbildung 7: In den Außenansichten fehlten nicht nur die Anzeigen, sondern auch das Fadenkreuz, was wiederum das Zielen so gut wie unmöglich macht.

Fazit

Zero Ballistics sieht für ein kostenloses Spiel äußerst gut aus und ist insbesondere mit mehreren realen Spielern ein kurzweiliger, launiger Zeitvertreib. Für mehr reicht es aber leider nicht: Trotz komplizierten Beaconstrike-Modus steckt unter der Haube ein einfaches Ballerspiel. Die wenigen Karten sind auf Dauer zu eintönig, wenn auch mit viel Liebe gemacht. Da man gleichzeitig den Geschützturm und den fahrbaren Untersatz unabhängig voneinander durch den Wald lenken muss, dauert es zudem eine Weile, bis man mit der Steuerung zurecht kommt.

Zero Ballistics

Bezugsquelle: http://www.zeroballistics.com/
Entwickler: QuantiCode
Lizenz: Proprietär
Preis: Kostenlos
Voraussetzungen: Aktuelle Linux-Distribution mit aktivierter 3D-Grafik

Infos

[1] Projekt-Homepage: http://www.zeroballistics.com/

[2] Full Metal Soccer: http://www.fullmetalsoccer.com

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