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Ballernde Blechdosen

Das Spiel zum Wochenende: Zero Ballistics

29.01.2011 Ein Kindheitstraum vieler Jungen wird wahr: Im Actionspiel von QuantiCode darf man an Bord eines dicken Panzers hemmungslos um sich feuern. Richtig Spaß macht das unkomplizierte Spektakel aber nur mit mehreren realen Mitspielern.

In Zero Ballistics steigt jeder Spieler an Bord eines dicken Panzers und versucht innerhalb eines Zeitlimits möglichst viele seiner Gegner abzuschießen. Sollte dabei ungeschickter Weise der eigene Panzer in Rauch aufgehen, zaubert man sich mit einem Mausklick in ein neues Fahrzeug und somit wieder zurück ins Geschehen.

Abbildung 1: Der Kollege hier sitzt nach dem nächsten Schuss in einem ausgebrannten Wrack.

Aufrüstung

Vor der Rückkehr – und nur dann – darf man den Panzer umbauen und modifizieren. Zur Auswahl stehen drei Primärwaffen, allesamt dicke Raketenwerfer mit großer Schadenskraft, sowie drei Sekundärwaffen namens Flammenwerfer, Laserstrahl und Maschinengewehr. Darüber hinaus verfügt jedes Gefährt über zwei ebenfalls austauschbare Spezialfähigkeiten. So kann man beispielsweise mit einem montierten Rammbock seine Gegner im Nahkampf malträtieren. Als wenn das noch nicht genug wäre, verteilt das Spiel auch noch für bestimmte Aktionen Bonuspunkte. Mit ihnen kann man wiederum die Eigenschaften des Panzers verbessern. Damit verpasst man dem Panzer beispielsweise eine dickere Panzerung oder sorgt für eine flottere Fortbewegung.

Abbildung 2: Vor einem Wiedereintritt ins Spiel (Respawn) darf man seinen Panzer ordentlich aufmotzen. Hier gibt es die Heavy Impact-Kanone.

Neben dem vorgestellten Deathmatch-Spielmodus bringt die aktuelle Zero Ballistics Version 2.0 noch drei weitere mit: Im Team Deathmatch treten zwei Mannschaften gegeneinander an, das Team mit den meisten Treffern gewinnt. Weitaus mehr strategisches Denken erfordert Beaconstrike, das an den Domination-Modus aus klassischen Ego-Shootern erinnert: Ein angreifendes Team muss mithilfe sogenannter Beacons ihr Einflussgebiet vergrößern und so die Basen des gegnerischen Teams erobern. Dieses wiederum versucht den Sturm zu verhindern, indem es die Beacons vernichtet. Um den Druck auf beide Parteien zu verstärken, gibt es für die Angreifer ein Zeitlimit, während die Verteidiger immer wieder ihre Munition aufladen müssen.

Abbildung 3: Im Soccer-Modus muss man den Ball in das gegnerische (in diesem Fall rote) Tor kicken.

Kick it like Beckham

Der Soccer-Modus versetzt die Panzer schließlich noch in ein futuristisches Stadion. Wie beim realen Fußballspiel versuchen zwei Mannschaften einen überdimensionalen Ball in das gegnerische Tor zu schießen. Das Team mit dem meisten Toren hat nach Ablauf einer zuvor festgelegten Spielzeit gewonnen. Diesen lustigen Spielmodus gibt es übrigens auch unter dem Namen Full Metal Soccer als eigenständiges Spiel [2].

Abbildung 4: Mit der rechten Maustaste aktiviert man im Soccer-Modus einen blauen Traktorstrahl, der den Ball anzieht.

Zero Ballistics ist strikt auf Mehrspielerpartien ausgelegt. Weg mag, kann sich ein paar Computergesteuerte Gegner (Bots) herbeirufen. Die sind zwar einigermaßen helle, aber selbst für Einsteiger keine große Herausforderung. Sie stehen zudem ausschließlich im Deathmatch-Modus bereit. In den anderen fehlen sie ganz oder verhalten sich extrem dumm (Soccer).

Auch beim Kartenmaterial hat Entwickler QuantiCode gespart: Für die Spielmodi Soccer und Beaconstrike gibt es nur jeweils eine Arena, Freunde der Deathmatch-Modi dürfen immerhin unter drei verschiedenen, alpenländischen Tälern als Ballerumgebung wählen. Im Gegenzug sind die Karten allesamt liebevoll, detailreich und ausgewogen gestaltet. Eigene Karten darf man nicht produzieren, QuantiCode sucht aber bereits nach einer Lösung.

Abbildung 5: Panzer sind durchaus auch Spritzwassergeschützt. Ein Sturz von einer Brücke endet schon einmal kampfunfähig auf dem Kopf.

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Infos zum Autor

Tim Schürmann

Tim Schürmann

Tim Schürmann ist Diplom-Informatiker und derzeit als freier Autor unterwegs. Mehr Informationen finden Sie auf seiner Homepage unter http://www.tim-schuermann.de.


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