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Das Spiel zum Wochenende: Xonotic

17.09.2011 Nichts geringeres als den besten First-Person Shooter möchte ein ambitioniertes Entwicklerteam erschaffen. Mal schauen, ob ihnen das schon gelungen ist.

Xonotic ist ein kostenloser First-Person Shooter, der auf schnelle Mehrspielerpartien ausgelegt ist. Als Vorbilder dienten wieder einmal Quake und Unreal Tournament. So gilt es auch hier in verwinkelten Arenen aus allem zu ballern, was die 18 verfügbaren Wummen hergeben. Wer letztendlich einen Kampf gewinnt, hängt vom gewählten Spielmodus ab. Mal muss man alleine möglichst viele Gegner über den Haufen schießen (Deathmatch), ein anderes Mal im Team den Gegnern eine Fahne stibitzen (Capture the Flag). Bei Domination gilt es die in der Arena verteilten Plattformen einzunehmen und möglichst zu lange halten.

Abbildung 1: Auch in Xonotic stürmt man in futuristischen Arenen mit gezückter Wumme auf die Gegner los.

Wertstoffhof

Etwas komplexer geht es im Assault-Modus zu, in dem man nach und nach die Energieversorgung des gegenrischen Teams lahmlegen und zum Schluss noch ihren Hauptreaktor sprengen muss. Insgesamt wartet Xonotic mit 16 verschiedenen Spielmodi auf. Sie alle findet man jedoch mehr oder weniger genau so in anderen Shooter-Kollegen. Andererseits sind diese Modi allesamt gut erprobt.

Neue Ideen der Entwickler findet man nur in homöopathischen Dosen. So liegen im Runematch zahlreiche Bonusobjekte in der Arena, die nach dem Aufsammeln zwei Eigenschaften der eigenen Spielfigur verändern. Beispielsweise erhöht eine Rune die Abwehrkraft der Rüstung, verlangsamt dafür aber gleichzeitig auch alle Bewegungen.

Abbildung 2: Die Gegner beschäftigen sich meist untereinander. Zeit genug, um hier im Assault-Modus in aller Ruhe den markierten Kasten zu traktieren.

Im Freeze Tag sind sämtliche Mitglieder des gegnerischen Teams mit einer speziellen Waffe zu vereisen. Beim Keyhunt besitzt jedes Team einen Schlüssel, den man dem aktuellen Träger abluchsen und einsammeln muss. Race richtet sich wiederum an alle Freunde der Sportart Parkour [3]: Hier muss man in möglichst kurzer Zeit bestimmte Kontrollpunkte in der Arena ablaufen. Nexball setzt schließlich ein herkömmliches Fußballspiel um, Waffen gibt es hier nicht.

Abbildung 3: Beim Freeze Tag muss man seine Gegner schockfrosten.

Häschen Hüpf

Die einzelnen Spiefiguren laufen nicht nur schnell, sie können auch verschiedene Spezialbewegungen ausführen. Dazu zählen insbesondere Känguru ähnliche Sprünge, die in anderen Spielen als Bunnyhopping bekannt sind. Hierdurch erreicht Xontic einen extrem hohen Spielfluss, lange Laufwege sind extrem selten.

Abbildung 4: Im etwas unübersichtlichen HUD-Editor darf man alle Anzeigen an beliebigen Bildschirmpositionen platzieren.

In der vor einigen Tagen erschienenen Version 0.5.0 gibt es erstmals Fahrzeuge, die man auf einigen separat zu installierenden Karten nutzen kann. Die Macher von Xonotic kennzeichnen dieses neue Spielelement allerdings noch als experimentell.

Kern von Xonotic ist der Mehrspielermodus, bei dem man im Netzwerk oder über das Internet gegen reale Mitspieler antritt. Zur Übung zwischendurch gibt es einen Einzelspielermodus, in dem man in den bekannten Mehrspielermodi gegen Computergegner (Bots) antritt.

Abbildung 5: Die Arenen befinden sich meist auf entfernten Planeten, schwebend im Weltall oder in alten Industrieanlagen.

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Infos zum Autor

Tim Schürmann

Tim Schürmann

Tim Schürmann ist Diplom-Informatiker und derzeit als freier Autor unterwegs. Mehr Informationen finden Sie auf seiner Homepage unter http://www.tim-schuermann.de.


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