Das kleine Rennen für zwischendurch

Das Spiel zum Wochenende: X Speed Race

X Speed Race orientiert sich sichtlich an der bekannten Rennspielreihe Need for Speed: Mit der Tastatur steuert der Spieler einen Rennwagen über insgesamt zwölf verschiedene Rundkurse. Ein paar von ihnen schlängeln sich durch hügelige Landschaften, während der Rest mehr oder weniger kurvenreichen Rennstrecken entspricht.

Auf zwei Strecken jagt man die Gegner über abwechslungsreiche Landstraßen.

Auf zwei Strecken jagt man die Gegner über abwechslungsreiche Landstraßen.

Freie Auswahl

Zu Beginn des Spiels darf sich der Spieler einen von mehreren verschiedenen Rennwagen aussuchen und dessen Farbe festlegen. Die zahlreichen verfügbaren Boliden orientieren sich an klassischen echten Sportwagen, wie etwa einem Ferrari F-40 oder einem Lamborghini.

Der Spieler hat die Wahl zwischen verschiedenen Sportwagen.

Der Spieler hat die Wahl zwischen verschiedenen Sportwagen.

Anschließend gilt es einen von drei Rennmodi auszuwählen: Während man bei einer Testfahrt in Ruhe eine Strecke ohne Gegner kennenlernen kann, gilt es beim Race möglichst als Erster ins Ziel zu kommen. Der Spieler kann dabei die Anzahl der Gegner, die Fahrzeugklasse sowie die Anzahl der zu fahrenden Runden vorgeben. Schließlich gibt es noch den Elimination-Modus. In ihm scheidet wahlweise nach jeder Runde der letzte Fahrer oder aber das von den anderen abgehängte Auto aus. Wer zum Schluss als Einziger übrig bleibt, gewinnt das komplette Rennen.

Auch wenn der Himmel hier grau erscheint, gibt es keinerlei Wettereffekte.

Auch wenn der Himmel hier grau erscheint, gibt es keinerlei Wettereffekte.

Die Steuerung ist auf schnelle Arcade-Rennen ausgelegt: Mit den Pfeiltasten gibt man Gas und lenkt, die Leertaste betätigt die Bremse. Um der Konkurrenz davon zu fahren, darf man zudem eine Nitro-Einspritzung aktivieren. X Speed Race ist derzeit ausschließlich auf Einzelspielerpartien ausgelegt, einen Mehrspielermodus gibt es nicht.

Tastenvirtuose

Entwickler Madlin Games stellt X Speed Race unter einer Creative-Commons-Lizenz kostenlos auf Sourceforge zum Download bereit [1]. Man muss das ZIP-Archiv lediglich herunterladen, entpacken und dann XSpeedRace.x86 starten.

Ein Crash mit Vollgas in die Leitplanke führt zu keinen Beschädigungen.

Ein Crash mit Vollgas in die Leitplanke führt zu keinen Beschädigungen.

Die Bedienung ist allerdings etwas gewöhnungsbedürftig: Mit den Pfeiltasten blättert man durch die Autos, die Eingabetaste wählt eines aus. Im angezeigten Menü entscheidet man sich für einen Rennmodus. Für eine erste Spritztour ist Test Drive genau richtig. Anschließend muss man nur noch eine Strecke auswählen und losfahren.

Die Rennstrecken sind durchweg karg und weniger liebevoll gestaltet als die Landstraßen.

Die Rennstrecken sind durchweg karg und weniger liebevoll gestaltet als die Landstraßen.

Ein Druck auf [Esc] beendet das komplette Spiel sofort. Um wieder zum Eingangsbildschirm zu kommen, drückt man [m], das Rennen startet [x] neu. Die Taste [r] setzt das Auto wieder zurück, [n] löst den Nitro-Booster aus und mit [v] ändert man die Perspektive.

Das Renngeschehen lässt sich aus verschiedenen Perspektiven verfolgen.

Das Renngeschehen lässt sich aus verschiedenen Perspektiven verfolgen.

Fazit

X Speed Race wirkt noch sichtlich unfertig. So gibt es beispielsweise kein Schadensmodell, die Berührung mit einem Gegner oder einem Hindernis bremst das eigene Fahrzeug lediglich rapide ab. Tatsächlich existieren nur sechs Strecken, die übrigen sind gespiegelte Varianten. Darüber hinaus stehen von Beginn an sämtliche Autos sowie alle Strecken zur Auswahl und die Bedienung über Tastenkürzel ist ziemlich umständlich. Die Grafikqualität übertrifft zwar die von TORCS, reicht aber bei weitem nicht an aktuelle kommerzielle Rennspiele heran.

Die Rennstrecken sind in recht weiten Teilen mit solchen Mauern umgeben, offensichtlich stand hier die NASCAR-Serie Pate.

Die Rennstrecken sind in recht weiten Teilen mit solchen Mauern umgeben, offensichtlich stand hier die NASCAR-Serie Pate.

Schaut man über diese Mängel hinweg, bietet X Speed Race dennoch recht viel Rennspielspaß. Unter den zahlreichen Autos ist für jeden Geschmack etwas dabei und die Strecken sind herausfordernd und abwechslungsreich gestaltet – letzteres gilt insbesondere für die Landstraßen. Da die unkomplizierte Steuerung für schnelle Arcade-Rennen sorgt, empfiehlt sich X Speed Racer somit für ein kleines Rennen zwischendurch.

X Speed Race

Bezugsquelle: http://corebreach.corecode.at/CoreBreach/CoreBreach.html
Entwickler: Madalin Games
Lizenz: Creative Commons Attribution License
Preis: Kostenlos
Voraussetzungen: Aktuelle Linux-Distribution mit aktivierter 3D-Grafik
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